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"Ich habe alle Worte vergessen" Veränderte Lebenswelten von Geflüchteten in Zeiten von Covid-19

August 2020

Gut durch die Corona-Zeit zu kommen scheint für alle ein Wunsch und Gebot der Stunde. Milliardenschwere Schutzschirme und Hilfspakete für Wirtschaft, Kommunen und Familien sollen ebenso dazu beitragen wie umfangreiche Kontakteinschränkungen und kontrollierte Lockerungen von Schulen und sozialen Einrichtungen sowie der kulturellen und gewerblichen Infrastruktur. Gleichwohl zeichnet sich ab, dass die Krisenbewältigung langfristige und vor allem ungleiche Wirkungen zeitigen wird: Die Schere zwischen privilegierten und vulnerablen Milieus klafft weiter auseinander, auch zwischen Generationen, Geschlechtern und Lebensformen verschieben sich bisherige Belastungen und Risiken.

Im Blickpunkt der werkSTADT Nr. 46 stehen Menschen mit Fluchtgeschichte sowie Neuzuwandererinnen und -zuwanderer aus Kriegs-und Krisengebieten. Wie wirken sich die pandemiebedingten Einschränkungen auf ihr individuelles und familiäres Alltagsleben aus und was macht ihnen dabei zu schaffen? Wie erleben sie die Veränderung ihrer gesellschaftlichen Teilhabemöglichkeiten und welche neuen Herausforderungen gilt es zu bewältigen?

Zu diesen Fragen haben die Autorinnen des Beitrags im Rahmen des laufenden Forschungsvorhabens PERSPEKTIVWECHSEL mit einigen Menschen mit Fluchtgeschichte, mit Projektleiterinnen und -leitern sowie ehrenamtlich Engagierten Einzelinterviews, informelle Gespräche sowie eine schriftliche Befragung der Projektleitenden (durch-)geführt. Sie alle wirken als Co-Forscherinnen und Co-Forscher im PERSPEKTIVWECHSEL mit. Ihre subjektiven Innensichten stellen blitzlichtartig wichtige Veränderungen ihrer Lebenswelten dar und werden auf aktuelle Diskurse zu sozialen Teilhabemöglichkeiten in der Corona-Krise bezogen.

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vhw werkstadt Nr. 46

Projekt Perspektivwechsel