Migration wird in lokalen Narrativen durchaus unterschiedlich gerahmt: vom Potenzial für eine Lösung des Fach- und Arbeitskräftemangels bis hin zur Bedrohung für die lokale Aufnahmegesellschaft. Diese verschiedenen Rahmungen führen wiederum zu spezifischen Ein- und Ausschlussmechanismen für unterschiedliche migrantische Gruppen, so Denis Zeković und Janek von Stebut (beide TU Chemnitz), die auf der Jahrestagung des AK Geographische Migrationsforschung erste Ergebnisse ihres Forschungsprojekts „Migration in Klein- und Mittelstädten: Lokale Narrative und ihre Bedeutung für den Zugang zum Arbeitsmarkt“ vorstellten. Die Tagung fand am 22. und 23. Januar 2026 unter dem Titel „Grenzen in der Migrationsforschung – weit mehr als territoriale Grenzen?“ an der Universität Luxemburg statt. Das vorgestellte Projekt wird von der vhw-Stiftung gefördert und hat bereits den Großteil der empirischen Untersuchungen abgeschlossen. Ziel der weiteren Projektphase ist zu zeigen, wie dieses Wissen kommunalen Akteuren helfen kann, Ausschlüsse zu reflektieren und darüber hinaus solche Narrative zu befördern, die Gemeinschaften öffnen und Teilhabe für alle Bürgerinnen und Bürger stärken können.
Im Sommer dieses Jahres soll das Projekt abgeschlossen sein.