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Neues Förderprogramm Radnetz Deutschland startet – 45 Millionen Euro für überregionale Radwege

März 2021

Radnetz Deutschland/www.bmvi.de

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat am 1. März 2021 ein neues Förderprogramm zur Weiterentwicklung des "Radnetz Deutschland". Bis zum Jahr 2023 stehen dafür 45 Millionen Euro bereit.

Die Nutzung des Fahrrads soll mit dem Ausbau der überregionalen Radfernwege des Radnetzes Deutschland auch für lange Strecken attraktiver werden. Mit dem neuen Förderprogramm sollen Lückenschlüsse, Maßnahmen für breitere Radwege und bessere Oberflächen, aber auch moderne Raststätten oder Fahrradabstellanlagen finanziert werden. Die Radwege sollen sich außerdem in das europäische Veloroutennetz einfügen. Zudem soll die Grundlage für eine Radnetzdatenbank geschaffen werden. App-Entwickler sollen die Daten künftig für innovative Angebote nutzen können.

Das Radnetz Deutschland besteht aus dem Radweg Deutsche Einheit, dem Iron Curtain Trail und den zwölf D-Routen – ein breites Netz an Radfernwegen, die durch ganz Deutschland führen. So führt z.B. der Ostseeküsten-Radweg (D-Route 2) über 9.000 Kilometer durch neun Länder entlang der Ostsee von Flensburg bis an die polnische Grenze.

Folgende Maßnahmen sollen gefördert werden:

  • Bau von neuen Radwegen, mit denen Lücken im Netz geschlossen werden sollen,
  • Maßnahmen zur Verbreiterung der Radwege und Verbesserung der Oberflächen,
  • Schaffung von sicheren Querungsmöglichkeiten,
  • Bau von modernen Raststätten und Fahrradabstellanlagen,
  • sowie Maßnahmen, die die Strecken und Angebote des Radnetzes Deutschland bei den Bürgern bekannt machen.

Antragsberechtigt sind Kommunen oder andere Institutionen. Die Maßnahmen werden mit bis zu 75 Prozent, bei finanzschwachen Kommunen und strukturschwachen Regionen sogar mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten unterstützt. Zur Entlastung der Länder und Gemeinden während der Corona-Pandemie können die Maßnahmen bis zum 31. Dezember 2021 sogar mit bis zu 80 Prozent, strukturschwachen Regionen mit einem Höchstsatz in Höhe von bis zu 90 Prozent und bei finanzschwachen Kommunen mit einem Höchstsatz von bis zu 100 Prozent gefördert werden.

Parallel dazu soll die Grundlage für ein digitales Radnetz Deutschland auf den Weg gebracht werden. Die entsprechende Datenbank soll zukünftig nicht nur Informationen zu Streckenverläufen enthalten, sondern vor allem Aufschluss über die Qualität und die Art der Radrouten geben: Ist der Radweg barrierefrei? Handelt es sich um eine gut ausgebaute Strecke oder um einen ausgeschilderten Waldweg? Ist mit Baustellen zu rechnen?

Die Vorarbeiten der Länder für die Datenbank hat das Land Rheinland-Pfalz in Abstimmung mit dem BMVI koordiniert und so die technischen Voraussetzungen für den Aufbau der digitalen Ressource geschaffen.

Das Förderprogramm Radnetz Deutschland wird aus Mitteln des Klimaschutzprogrammes 2030 der Bundesregierung finanziert. Umgesetzt wird es von der Geschäftsstelle Radnetz Deutschland, die das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur beim Bundesamt für Güterverkehr eingerichtet hat und die die weiteren Schritte auf nationaler Ebene begleitet.

Weitere Informationen finden Sie unter nachfolgenden Links:

Zum Antragsverfahren:
www.bmvi.de/bag-radnetz-deutschland

Zu den Streckenverläufen der D-Routen:
www.bmvi.de/routenplaner-radnetz-deutschland

Eine Karte des Radnetzes Deutschland:
www.bmvi.de/karte-radnetz-deutschland

Quelle: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Pressemitteilung vom 1. März 2021