Gesellschaftliche Teilhabe und Zugehörigkeit hängen maßgeblich vom Zugang zu Bildung, Wohnraum, Arbeit, Gesundheitsversorgung oder politischer Mitbestimmung ab. Doch allzu oft stoßen Menschen mit Migrations- oder Fluchtbiografie in ihrem Alltag hier auf Barrieren – etwa durch bürokratische Hürden, sprachliche Hindernisse, strukturelle Ausschlüsse oder schlicht fehlende Kenntnis über vorhandene Angebote. Vor diesem Hintergrund widmet sich die nun erschienene vhw-Schriftenreihe „Teilhabe gestalten” dem Konzept der Stadtbürgerschaft und fragt nach dessen Potenzialen für die kommunale Integrationspolitik.
Das „Urban Citizenship”-Konzept wendet sich den Herausforderungen lösungsorientiert zu. Es fokussiert die Fragen: Wer hat Zugang zu welchen Rechten und Ressourcen in der Stadt? Und wie können Kommunen es ermöglichen, dass alle Bewohnerinnen und Bewohner – unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsstatus – an diesen möglichst gleichberechtigt teilhaben können? Anhand ausgewählter (inter-)nationaler Praxisbeispiele zeigt die Schriftenreihe auf, wie die Idee der Stadtbürgerschaft in Kommunen mit Leben gefüllt und vor Ort neue Zugänge, mehr Teilhabe und Zugehörigkeit entstehen kann. Erarbeitet wurde die Studie von PD Dr. Henrik Lebuhn und Kolleg:innen des Lehrbereichs Stadt- und Regionalsoziologie der Humboldt-Universität zu Berlin.