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Umfrage mit Besitzern von Eigenheimen der 1950er bis 1970er Jahre gestartet

Dezember 2019

Haus der 1950er Jahre
© vhw e. V.

Etliche Einfamilienhausgebiete der 1950er bis 1970er Jahre werden durch eine baulich, funktional und häufig auch sozial homogene Struktur charakterisiert. Angesichts der soziodemografischen Veränderungen, einer allgemeinen Pluralisierung von Lebensmodellen und Wohnwünschen sowie einer zunehmenden Bedeutung urbaner Wohnformen haben sie enorme Schwierigkeiten, sich den neuen Nachfragestrukturen anzupassen. Von einer sich abzeichnenden Nachfolgeproblematik sind vor allem ältere Eigenheimbesitzer in jenen Eigenheimsiedlungen betroffen, die sich entweder in stagnierenden bzw. schrumpfenden Regionen befinden oder von ungünstigen wirtschaftlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen betroffen sind. Zudem genügt in diesen Regionen die infrastrukturelle Versorgung häufig nicht mehr den Anforderungen aktuell bevorzugter Wohnformen, was die Marktfähigkeit der Eigenheime der 1950er bis 1970er Jahre einschränkt und damit eine mögliche Veräußerung erschwert. Eine notwendige Anpassung des Bestandes und der infrastrukturellen sowie sozialen Angebote vor Ort an eine sich verändernde Nachfrage ist die Folge.

Tiefgreifende strukturelle Herausforderungen und ungewisse Entwicklungsperspektiven lassen sich unmittelbar aus den baulichen und demografischen Alterungsprozessen in den Einfamilienhausgebieten der 1950er bis 1970er Jahren ableiten. Doch wie wird die Zukunft dieser Siedlungen von den (älteren) Eigenheimbesitzern selbst gesehen?

Dies möchte der vhw herausfinden und hat daher das Marktforschungsinstitut Sinus mit der Durchführung einer Repräsentativbefragung beauftragt. Wesentliches Ziel hierbei ist es, eine "Binnenperspektive" zu eröffnen, um die Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aus der Sicht der älteren Eigenheimbesitzer ermitteln zu können. Die Befragungsergebnisse werden für das Frühjahr 2020 erwartet.

Projektinformationen

Projektleitung
Bernd Hallenberg,
Stellvertreter des vhw-Vorstandes
Tel: 030 390473-130
E-Mail: bhallenberg@vhw.de


Projektpartner
Sinus-Institut

Dr. Silke Borgstedt


Projektdauer
August 2019 bis April 2020