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vhw und Difu laden zur Wohnungspolitischen Podiumsdiskussion ein

Januar 2017

© vhw e. V.

Rund 110 Teilnehmer verfolgten die Diskussion mit wohnungspolitischen Akteuren aus den Bundestagsfraktionen und dem zuständigen Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit am 24. Januar 2017 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie für Wissenschaften. Neben Heidrun Bluhm (Die Linke), Michael Groß (SPD), Christian Kühn (Bündnis 90/Die Grünen) und Volkmar Vogel (CDU/CSU) stellte sich auch Anke Brummer-Kohler (Abteilungsleiterin für Stadtentwicklung, Wohnen und öffentliches Baurecht im BMUB) den Fragen zu einer zukünftigen Wohnungspolitik, die den Herausforderungen auf den Wohnungsmärkten auf Dauer gerecht werden kann. Wo sind angesichts der akuten Engpässe bei der Wohnraumversorgung einkommensschwacher Haushalte in vielen Ballungszentren strategisch die größten Handlungsbedarfe? Was muss eine soziale Wohnungspolitik leisten und welches ist die Zielgruppe einer (neuen) Wohnungspolitik? Oder muss die Frage des bezahlbaren Wohnens nicht vielmehr in eine "integrierte Diskussion" um den gesellschaftlichen Wandel gestellt werden? Im Fokus der Veranstaltung stand der Austausch über unterschiedliche Positionen, Perspektiven und Handlungsbedarfe im Hinblick auf die notwendige Neuausrichtung einer sozialen und resilienten Wohnungspolitik.

Ungeachtet vieler Programmansätze gelingt es nicht, in vielen Groß- und Universitätsstädten eine quantitative und bezahlbare Wohnraumversorgung sicherzustellen. Zwar findet in der derzeitigen wohnungspolitischen Debatte eine Auseinandersetzung mit Instrumenten und Anreizen zur Behebung des Mangels an bezahlbaren Wohnungen statt, grundsätzliche Fragen zur zukünftigen Ausrichtung von Wohnungspolitik werden hierbei jedoch vernachlässigt. Mit Blick auf die Bundestagswahl im Herbst 2017 haben sich das Difu und der vhw-Bundesverband dieses Defizits angenommen und in einem Plädoyer für eine soziale und resiliente Wohnungspolitik auch diesen Fragen gestellt. Das gemeinsam erarbeitete Papier versteht sich in diesem Zusammenhang als ein Impuls für eine wohnungspolitische Debatte, in der die Podiumsdiskussion eine weitere Etappe darstellte.