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Wie wollen wir wohnen? Impulse für eine gemeinwohlorientierte Wende in der Bodenpolitik

April 2019

©vhw e. V.

Auf Einladung von vhw und der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) kamen am 8. und 9. März rund 120 Experten sowie bodenpolitisch Interessierte ins Rote Rathaus Berlin, um gemeinsam über "Den Boden der europäischen Stadt" im 21. Jahrhundert zu diskutieren.

Die Vorträge der Veranstaltung thematisierten ein breites Spektrum unterschiedlicher Fragestellungen, die mit einer notwendigen gemeinwohlorientierten Neuausrichtung der Bodenpolitik verbunden sind. Worauf gründet sich eine gemeinwohlorientierte Wende in der Bodenpolitik? Auf welchen Ursachen beruhen die derzeit in den angespannten Wohnungsmärkten zu beobachtenden Boden- und Immobilienpreissteigerungen und welche Folgen haben sie auf die Vermögensverteilung und – aus stadtsoziologischer Perspektive – auf die Menschen vor Ort? Wie wäre mit den Entwicklungen auf den Bodenmärkten vor dem Hintergrund des gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Leitbildes der "Sozialen Marktwirtschaft" umzugehen? Welche Schnittstellen und Wechselwirkungen bestehen zwischen den Entwicklungen auf den Bodenmärkten einerseits und dem Städtebau, der Stadtentwicklung andererseits? Welche Rolle kann die Zivilgesellschaft als Partner der Kommunen bei der Entwicklung von Liegenschaften einnehmen?

Entsprechend der in den Vorträgen aufgefächerten Themen gestalteten sich die Diskussionsrunden. So wurde nicht nur intensiv über die Ausgestaltung und Anwendung einzelner boden- und wohnungspolitische Instrumente diskutiert, sondern vor allem auch über die Zusammenhänge von Bodenpolitik und weiteren wichtigen Zukunftsfragen der Gesellschaft. Den Teilnehmenden war es darüber hinaus ein wichtiges Anliegen zu diskutieren, wie sich die bodenpolitische Fachdebatte für einen größeren Adressatenkreis – insbesondere im Hinblick auf die interessierte Öffentlichkeit – öffnen ließe und zugleich losgelöst von populistischen Argumentationsketten geführt werden könne.


vhw und DASL laden ein zur Debatte: Den Boden der Europäischen Stadt! am 8./9. März 2019

Januar 2019

Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und u. a. der vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. (vhw) laden ein zu einer Debatte über eine gemeinwohlorientierte Bodenpolitik am 8. und 9. März 2019 im Roten Rathaus.
Die Errungenschaften der Europäischen Stadt haben eines gemeinsam: Sie brauchen den Boden, auf dem sie sich entwickeln können. Dieser Boden wird der Europäischen Stadt seit einiger Zeit im wahrsten Sinne des Wortes entzogen – weil er nicht ausschließlich seinem Zweck gemäß genutzt und zur lukrativen Anlage für anonyme Geldströme wird. Das verteuert den Boden und damit verteuern sich ebenso seine Nutzungen.
Trotz der immensen gesellschaftspolitischen Relevanz des Themas, trotz zahlreicher guter Vorschläge für die Anwendung alter und die Entwicklung neuer Instrumente wird eine gemeinwohlorientierte Wende in der Bodenpolitik seit den 1970er-Jahren verschoben. Welche Argumente sprechen für diese Wende, welche dagegen?
Wir wollen den Dingen auf den Grund gehen und möchten mit Mitgliedern der DASL, des vhw und weiteren Interessierten debattieren und Antworten finden.

Beiträge zum Thema

Jürgen Aring, Vorstand vhw e. V., als fachkompetener Gesprächspartner Gast im WDR-Tagesgespräch am 8. April 2019 zum  Thema: Immobilienkonzerne - Notfalls enteignen? Wohnungsnot, horrende Mietpreise

Link zum Beitrag


Ein Interview zu bodenpolitischen Herausforderungen mit vhw-Vorstand Jürgen Aring
Beitrag in "Forum Wohnen und Stadtentwicklung" Nr. 4/2018

Gemeinwohlorientierung in der Bodenpolitik
Schwerpunktthema  "Forum Wohnen und Stadtentwicklung" Nr. 3/2018

Roadmap Bodenpolitik