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Digitaler Workshop im Projekt "Begegnung schaffen"

September 2020

© Franz_Pfluegl_Fotolia

Am 21. September 2020 veranstaltete das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gemeinsam mit dem vhw einen digitalen Workshop im Rahmen des Projekts „Begegnung schaffen – Strategien und Handlungsansätze in der sozialen Quartiersentwicklung“. Mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis wurde diskutiert, wie Nachbarschaftseinrichtungen mit ihren Aktivitäten zu gruppenübergreifenden Kontakten im Quartier beitragen können und was ausschlaggebende Stellschrauben für die Gestaltung gewinnbringender Begegnungen sind – also Begegnungen, die etwa Zugänge zu Ressourcen eröffnen oder den Abbau von Vorurteilen ermöglichen.

Das ILS stellte auf Grundlage der umfangreichen Empirie zentrale Erkenntnisse der Studie vor. Anschließend wurden abgeleitete Good-Practice-Kriterien für die Umsetzung von Begegnungsansätzen gemeinsam reflektiert und Unterstützungsbedarfe eruiert.

Die Erkenntnisse der Workshops fließen in den Abschlussbericht des Projekts ein, der voraussichtlich im November 2020 vorliegt.


Fallstudien zum Forschungsprojekt "Begegnung schaffen – Strategien und Handlungsansätze in der sozialen Quartiersentwicklung" gestartet

September 2019: Nach einer ersten Systematisierung von Ansätzen zur Förderung von Begegnung in der sozialen Quartiersentwicklung auf Grundlage von Dokumentenanalysen und Expertengesprächen haben nun die Fallstudienuntersuchungen des Projekts begonnen. In ausgewählten Quartieren der Städte Mannheim, Potsdam, Augsburg und Bergheim soll der Frage nachgegangen werden, welchen Beitrag Begegnungsansätze zum Zusammenleben vor Ort leisten. Im Fokus der Untersuchung stehen sowohl bestimmte Begegnungsorte (Nachbarschaftshäuser, Stadtteilzentren etc.) als auch soziale und kulturelle Angebote zur Förderung von Kontakt und Austausch. Dabei soll herausgearbeitet werden, welche Begegnungsansätze sich als zielführend und wirkungsvoll erweisen und wo andererseits Herausforderungen und Schwierigkeiten liegen. In Interviews mit relevanten Akteuren aus Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft sowie mit Quartiersbewohnern sollen die unterschiedlichen Perspektiven auf die Begegnungsaktivitäten eingefangen werden.

Das Ende der empirischen Phase ist voraussichtlich für Anfang 2020 geplant. Die Ergebnisse sollen dann im März in einem Expertenworkshop vorgestellt und diskutiert werden.


Forschungsprojekt gestartet: „Begegnung schaffen – Strategien und Handlungsansätze in der sozialen Quartiersentwicklung“

Dezember 2018: Wie kann in unseren diversifizierten Stadtgesellschaften ein verständiges Miteinander im urbanen Alltag bewahrt bleiben? Wenn diese Frage in Politik, Praxis oder Wissenschaft gegenwärtig diskutiert wird, fällt schnell die Forderung, mehr Kontakt und Austausch zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen herzustellen. In der Quartiersentwicklung wird dabei schon lange der Handlungsansatz verfolgt, gruppenübergreifende Kontakte zu fördern, um das Zusammenleben vor Ort zu verbessern.

Zielsetzung der Untersuchung ist die Beschreibung und Systematisierung bisheriger Begegnungsansätze in der Quartiersentwicklung, ihre Bewertung mit Blick auf die Wirkungen auf die soziale Kohäsion und die Stabilisierung von Quartieren sowie die Identifizierung von Handlungsbedarfen und Ansätzen zur Weiterentwicklung von begegnungsfördernden Konzepten und Maßnahmen.

Projektinformation

Projektleitung

Dr. Lars Wiesemann

Tel.: 030 390473-275

E-Mail: lwiesemann@vhw.de

Nina Böcker
Tel.: 030 390473-261
E-Mail: nboecker@vhw.de


Auftragnehmer
ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung

Ansprechpartner

Ralf Zimmer-Hegmann

Dr. Heike Hanhörster

Felix Leo Matzke


Projektdauer

Dezember 2018 – Dezember 2020