Wer in Deutschland in einem Gemeinderat sitzt, kann mitbestimmen – zumindest in einem gewissen Rahmen: Zwar müssen Kommunen viele Entscheidungen des Bundes und des Landes umsetzen, zugleich sind sie aber auch eine eigenständige Verwaltungsebene, auf der die Interessen der Menschen vor Ort aufgegriffen und umgesetzt werden können. Doch trotz dieser konkreten Gestaltungsmöglichkeiten berichten ehrenamtliche Kommunalpolitiker deutschlandweit von einem Nachwuchsproblem. Woran liegt das – und wie lässt sich die Kandidaturbereitschaft positiv beeinflussen? Diesen Fragen geht die werkSTADT Nr. 83 auf Basis einer Vollerhebung aller kreisangehörigen Kommunen in Sachsen (2014, 2019, 2024) nach. Sie analysiert, welche strukturellen Faktoren die Bereitschaft zur Kandidatur bei Gemeinde- und Stadtratswahlen prägen, und leitet aus den empirischen Befunden Konsequenzen sowie erste Handlungsansätze für Kommunen ab. Die Studie ist zugleich ein erster Baustein einer laufenden umfangreicheren Untersuchung zur Entwicklung des ehrenamtlichen kommunalpolitischen Engagements im Freistaat Sachsen.
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