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Heft 5/2009 vhw-Verbandstag 2009 / Leitbilder für die Innenstädte

Neben einem Rückblick auf den vhw-Verbandstag 2009 steht Heft 5/2009 ganz im Zeichen der vielbeschworenen "Renaissance der Innenstädte". Dabei dient die historische Aufarbeitung des umstrittenen Stadtraums von Alt-Berlin als Beispiel für den Spagat zwischen Historie und Zukunft und vor diesem Hintergrund auch für den Umgang mit der "Sehnsucht nach erinnerungsfähigen Stadtbildern". Darüber hinaus werden auch die Re-Urbanisierung der Innenstädte sowie die Rolle der Kaufhäuser für die Stadtzentren thematisiert.
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Inhaltsverzeichnis

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Editorial

Peter Rohland

Wo bleibt das Bekenntnis zu einer integrierten Stadtentwicklung?

Editorial

Politik

Peter Ramsauer übernimmt das Ministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Übersicht

vhw

Sebastian Beck, Dr. Frank Jost

Die Neuvermessung des vhw.
Bericht vom vhw-Verbandstag am 1. und 2. Oktober 2009 in Frankfurt am Main

Wie kann der vhw in Sachen Bürgergesellschaft neu vermessen werden? Ein erster Schritt in diese Richtung war mit der zum Verbandstag vorliegenden "vhw Roadmap" bereits getan. Dabei hat der Verband nicht weniger vor, als ein neues Miteinander in der Stadtgesellschaft zwischen Bürgern, Wirtschaft und Staat zu organisieren, auf diese Weise einen für alle Beteiligten erkennbaren Mehrwert – einen "Public Value" – zu erzeugen und seine Forschungsprojekte und Verbandsaktivitäten auf dieses zentrale Vorhaben hin auszurichten. Für den vhw bedeutet dies, die Stadtgesellschaft neu zu vermessen und die soziale Stadt neu zu gestalten – so auch der Titel des diesjährigen Verbandstages.
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Neuwahl der Gremien des vhw

Gremium

Reinhart Chr. Bartholomäi

Stadtgesellschaft neu gestalten - Die Botschaft des vhw "...zu vermessen"?
Eröffnungsrede auf dem vhw-Verbandstag 2009 in Frankfurt am Main

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Stadtentwicklung

Prof. Dr. Jürg Sulzer

Stadtbild - Stadterinnerung

Um unsere Städte zukunftsweisend zu gestalten, bedarf es neuer Überlegungen zur historischen Stadt als Sehnsuchtsziel der Bürger. Diese Ideen haben in Deutschland ihre Wurzeln zum einen in der Aktualität des Umgangs mit der europäischen Stadt und zum anderen in den städtebaulichen Entwicklungsproblemen ostdeutscher Städte. Spätestens nach dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche zeigt sich, dass es in Zukunft auch um das Gesicht und die Seele der Stadt geht. Auf dieser Grundlage ist nach erinnerungsfähigen Prinzipien und Motiven in der Gestaltung der europäischen Stadt zu fragen. Das zukunftsweisende Bild der Stadt leitet sich nicht aus dem Postkartenpanorama ab. Die Qualität ganzheitlicher Stadtbilder ergibt sich aus dem Eigenen der Städte. Sie enthalten Hinweise auf die Identität der Bürger mit ihrem Ort in der Stadt.
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Prof. Dr. Harald Bodenschatz

Alt-Berlin, Marienviertel, Rathausforum...Geschichte und Zukunft eines umstrittenen Stadtraums

Der große Freiraum zwischen Spree und Alexanderplatz ist wieder Gegenstand kontroverser öffentlicher Debatten geworden, an dem unterschiedliche Gestaltungsvisionen aufeinanderprallen, die ihrerseits unterschiedliche Geschichtskonstruktionen bemühen. Gesellschaftlicher Streit ist prinzipiell wünschenswert, im Detail aber, mit Blick auf die konkrete Form des Streites, ist er vielleicht doch ein wenig problematisch. So rückt die erneute Fokussierung der städtebaulichen Diskussion auf die historische Mitte andere nicht minder wichtige Orte und Themen in den Schatten der öffentlichen Aufmerksamkeit.
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Prof. Dr. Jens S. Dangschat

Das Down-Town-Syndrom.
Über die Wiederbelebung der Innenstädte - aber zu welchem Preis?

Lange haben Großstädte Wohnbevölkerung an das Umland, insbesondere an die Mittelstädte der Agglomerationen verloren, was in den Kernstädten häufig eine politische Debatte auslöste. Erst in jüngerer Zeit ist von der "Renaissance der (Innen)Städte" die Rede. Vieles spricht dafür, dass es zu einer Re-Urbanisierung als dauerhaften und stabilen Trend kommt und die Sub-Urbanisierung an Bedeutung verliert. Im Folgenden sollen die Ursachen für veränderte Nachfrage und Angebot in Stadtregionen zusammengetragen werden. Da die ursächlichen Trends in den einzelnen Regionen unterschiedlich rasch und intensiv wirksam werden und jede Region durch spezifische Kräfteverhältnisse zwischen Kern- und Umlandstädten gekennzeichnet ist, werden die Auswirkungen unterschiedlich sichtbar und künftig weiter wirksam.
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Jürgen Göddecke-Stellmann

Stadtpolitik und soziale Kohäsion – ein europäisches Thema

Der Blick auf die "Europäische Stadt" war und ist von der Differenz zu anderen "Stadtmodellen" geprägt. Ihre historische Form, ihre städtebauliche Gestalt, ihre soziale Integrationskraft und ihre wirtschaftliche Dynamik unterscheiden sie zwar nicht grundsätzlich von Städten in anderen Weltregionen, verweisen aber in der Kombination auf eine einzigartige Form, die es zu erhalten und positiv weiterzuentwickeln gilt. Gleichwohl bleibt auch das Modell der Europäischen Stadt nicht von Gefährdungen ausgenommen. Eine neue Balance zwischen ökologischer Qualität, wirtschaftlicher Dynamik und sozialer Stabilität ist zu suchen. Vor diesem Hintergrund geht der Beitrag darauf ein, wie sich über die mitgliedstaatliche Zusammenarbeit auf EU-Ebene das Handlungsfeld Stadtpolitik formiert hat.
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Nina Hangebruch

Warenhäuser und Stadtentwicklung.
Von der Existenzkrise der Magneten der Innenstädte und Herausforderungen für die betroffenen Kommunen

Aufgegebene Warenhäuser, für die es keine Nachfolgenutzung gibt, können wesentliche Ausgangspunkte für Trading-down-Prozesse sein und erhebliche städtebauliche Probleme auslösen – bis zur Verödung ganzer Einkaufslagen. Damit kann eine in erster Linie einzelwirtschaftliche Problematik mit ihren Folgewirkungen zu hohen volkswirtschaftlichen Schäden für die gesamte Stadt führen. Für die Kommunen gilt es deshalb, sich auf den anhaltenden Strukturwandel im Einzelhandel und die Krise der Warenhäuser einzustellen und Lösungen zu finden, mit denen die Multifunktionalität und Vitalität der Zentren gesichert werden kann.
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Bürgergesellschaft

Dr. Konrad Hummel

Die Wohnungswirtschaft als Akteur der Bürgergesellschaft.
Wie sehen "Meisterbetriebe" der Zukunftsbewältigung aus?

Unternehmensengagement ist nach Auffassung des vhw notwendiger Bestandteil einer gelingenden Bürgergesellschaft. Alle müssen lernen zur Lösung der Probleme und fürs Gemeinwohl aufeinander zuzugehen und Wege zu finden – um dies zwischen Wohnungswirtschaft, Stadt, Bürgern und der Öffentlichkeit zu erleichtern, betreibt der vhw eine Art Kampagne: Ein Beirat wurde gebildet, eine Interviewstudie in Auftrag gegeben, Indikatoren entwickelt und eine Tagungsreihe ins Leben gerufen ("urbane Landschaften", beginnend am 24. November 2009) für diejenigen, die ihre Mitarbeiter fit machen wollen für eine strategische Ausrichtung des betrieblichen Engagements. Der nachfolgende Artikel beschreibt den Versuch drei Dimensionen auszumachen, in denen sich diese Strategie bewegen muss, um mehr zu sein als nur Sponsoring.
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Fortbildung

Detlef Stollenwerk

Die Bekämpfung der Obdachlosigkeit als kommunale Herausforderung

Unter Obdachlosigkeit wird ein Zustand definiert, in dem Menschen über keinen festen Wohnsitz verfügen und im öffentlichen Raum, im Freien oder in Notunterkünften übernachten. Allgemein wird unterschieden zwischen "freiwilliger" und "unfreiwilliger" Obdachlosigkeit. Ein "freiwillig Obdachloser" ist eine Person, die ohne feste Unterkunft von Ort zu Ort zieht und keinen Anspruch auf Unterbringung erhebt, weil sie diesen Entschluss "auf der Straße zu leben", freiwillig gefasst hat. Für die Kommunen sind aber vor allem die Sachverhalte von Interesse, bei denen Personen unfreiwillig obdachlos werden.
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WohnMarktEntwicklung

Bernd Hallenberg

Die Entwicklung der Bautätigkeit in regionaler Perspektive

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