Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Sportfachliche Planung als unverzichtbarer, integraler Bestandteil der Stadtentwicklung

Von Heinz Tibbe, Anja Seegert

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

Die Bedeutung von Sport und Bewegung für die Gesundheit und das gesellschaftliche Miteinander kann nicht oft genug betont werden. Vor diesem Hintergrund bildet die Schaffung, Erhaltung und Verbesserung der strukturellen Voraussetzungen für Sport und Bewegung eine Schlüsselaufgabe in den Städten und Gemeinden. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist ein Perspektivwechsel von der rein sektoralen Betrachtung des Themas Sport hin zu einer Behandlung der sportfachlichen Planung als unverzichtbarer, integraler Bestandteil der Stadtentwicklung vonnöten.

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Potenziale des Sports in Städten und Gemeinden nutzen!

Von Thomas Weikert

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

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Neues aus dem vhw

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

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Nachhaltige Stadtentwicklung braucht den Sport – keine nachhaltige Stadtentwicklung ohne Sport

Von Christoph Traub

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

Erfolg im Sport ist von dem gleichen sprichwörtlichen langen Atem geprägt wie der Erfolg einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Das allein stellt den Zusammenhang aber nicht her. Stadtentwicklung hat den Menschen zu dienen, die in der jeweiligen Kommune wohnen und leben. Nachhaltige Stadtentwicklung noch viel mehr, weil sie schon begriffsnotwendig den Menschen in seinem Lebensumfeld „Stadt“ in den Mittelpunkt stellt. Ein integriertes und nachhaltiges Lebensumfeld bringt Menschen zusammen, schafft Gemeinschaft. Sport bringt gleichermaßen Menschen zusammen. Sport ist niederschwellig, Sport braucht keine Sprache, ist vielfältig international und generationenübergreifend. Sport fordert auf, er bringt zusammen, er bringt in Bewegung, er inspiriert und hat die Kraft, die Welt zu verändern. In dieser Begrifflichkeit werden im vorliegenden Beitrag Sport und nachhaltige Stadtentwicklung zusammengeführt und ins Verhältnis gesetzt. Es wird ein Musterprozess vorgestellt, der sich zwischen Haltung, Labor, Suchen und Finden bewegt. Gleichzeitig ist es ein Beitrag auf der Suche nach dem besseren Wissen, um eben diesen Musterprozess in der eigenen Stadt gestalten zu können – jeden Tag neu.  

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Sozialräumliche Sport- und Bewegungsraumentwicklung Ein Katalysator nachhaltiger Stadtentwicklung

Von Hagen Wäsche

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

Angesichts multipler Krisen und den vielfältigen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung stehen unsere Städte vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, urbane Mobilität, sanierungsbedürftige Infrastrukturen und Wohnungsmangel, soziale Gerechtigkeit sowie Gesundheit und Lebensqualität der städtischen Bevölkerung sind zentrale Themen für die Zukunft unserer Städte. Eine Antwort auf diese Herausforderungen ist eine nachhaltigkeitsorientierte und alle Facetten der Stadtgesellschaft umfassende Stadtentwicklung. Nicht zuletzt trägt ein struktureller Wandel der Städte maßgeblich zu einer globalen nachhaltigen Entwicklung bei und ist ein entscheidendes Element einer „großen“ gesellschaftlichen Transformation.

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Der Sport als Booster für Prävention und Gesundheitsförderung im öffentlichen Raum

Von Martin Lenz, Bettina Leßle

Erschienen in Heft 2/2025 Nachhaltige Stadt- und Sportentwicklung

Nicht erst seit, aber erst recht in der Coronazeit, erlebte die Thematik „Sport und Bewegung im Freien“ eine nie dagewesene Bedeutung. Während Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren sich landauf landab größter Beliebtheit erfreuten, wurden diese Jahre der Einschränkungen in Karlsruhe zum Booster für vielfältige neue Sportangebote und verhalfen beispielsweise den Sportboxen von App and Move zu einer flächendeckenden Verbreitung im Stadtgebiet oder sorgten in Karlsruhe beim TSV Bulach durch die Errichtung einer Outdoorfitnessanlage für einen nie dagewesenen Mitgliederzuwachs. Mit der Ausrichtung der World Games 2029 verbindet die Stadt Karlsruhe mehrere Ziele: Ein großer Schwerpunkt der Jahre vor den World Games und auch während der Spiele selbst liegt nämlich darin, die Bevölkerung, d. h. Jung und Alt, zum Mit- und Nachmachen anzuregen. Damit wird ein Bewusstsein für Sport und Bewegung als Schlüssel für ein gesundes und erfülltes Leben erzeugt.

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Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Es liegt in der Verantwortung vieler, die ländlichen Räume nicht zu vernachlässigen, sondern sie als lebenswerte Orte aktiv zu gestalten und zu unterstützen. Dabei ist gerade eine leistungsfähige Infrastruktur von existenzieller Bedeutung. Sie ermöglicht die Anbindung an Zentren, sichert die Daseinsvorsorge und schafft Standortvorteile für Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den heutigen digitalen Arbeitswelten. Nur so können die ländlichen Räume ihre Stärken, wie Lebensqualität, Naturraum oder regionale Identität ausspielen und für Bevölkerung und Betriebe attraktiv bleiben. In diesem Heft sind einige gute Beispiele enthalten, die zeigen, dass es Anstrengungen verschiedenster Akteure braucht, um den Herausforderungen zu begegnen und Innovationen anzustoßen.

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Jugendbeteiligung als Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume Standortfaktoren und die Rolle der Partizipation in der Bauleitplanung

Von Dominik Ringler, Liza Ruschin

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Die Beteiligung junger Menschen ist ein zentrales Element nachhaltiger ländlicher Entwicklung. Angesichts des demografischen Wandels und der räumlichen Disparitäten in Deutschland sind viele ländliche Regionen mit Herausforderungen konfrontiert, die sich auf die Lebensqualität junger Menschen auswirken. Der 17. Kinder- und Jugendbericht zeigt, dass ungleiche Strukturen der Daseinsvorsorge, ein Mangel an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie unzureichende Mobilitätsangebote dazu führen können, dass junge Menschen ihre Heimatorte verlassen. Diese Disparitäten betreffen besonders die sozioökonomischen Bedingungen, den Zugang zu Bildung und die Verfügbarkeit von Freizeit- und Kulturangeboten.

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Alternative Mobilitätsalternativen Mobilitätsressourcen für ländliche Regionen jenseits von ÖPNV und Pkw

Von Martin Schiefelbusch

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Monate haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit an vielen Stellen in den Hintergrund treten lassen – der Handlungsbedarf ist hier real jedoch nicht geringer geworden. Eine „Verkehrswende“ in Richtung einer weniger autobasierten und ressourcenintensiven Mobilität sieht sich jedoch noch weiteren Schwierigkeiten gegenüber: Infrastrukturmängel und fehlendes Personal erschweren es zunehmend, Verkehrsangebote in der gebotenen Qualität zu erstellen und erfordern kostspielige Gegenmaßnahmen. Zugleich sind Mittel dafür schwerer zu bekommen, auch weil infolge von Coronanachwirkungen und der Einführung des Deutschlandtickets der ‚Betrieb‘ des ÖPNV deutlich stärker subventioniert werden muss als zuvor.

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Wasser kennt keine Umleitung Infrastrukturerhalt im ländlichen Raum

Von Dörte Burg

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Sauberes Trinkwasser rund um die Uhr und eine leistungsfähige Abwasserbehandlung sind essenzielle Bestandteile unserer Lebensgrundlage und ein wichtiger Standortfaktor für Kommunen und das gesamte Land. Ohne die öffentliche Wasserwirtschaft gäbe es – sowohl im ländlichen als auch im urbanen Raum – keine Wohngebiete, keine Gewerbegebiete, kein Wachstum, keinen Wohlstand. Der ländliche Raum versorgt die Ballungsgebiete mit Nahrung und Wasser, weshalb es essenziell ist, ihn funktionsfähig zu halten. Die Wasserversorgungsunternehmen stehen dabei vor zentralen Herausforderungen: Mengenmanagement, Wasserqualität und Infrastrukturerhalt sind strategische Kernaufgaben, die angesichts des Klimawandels und der Energiewende immer wichtiger werden. Gleichzeitig erfordert die Sicherung der wasserwirtschaftlichen Daseinsvorsorge erhebliche Anstrengungen – verschärft durch Fachkräftemangel und wachsende bürokratische Anforderungen.

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Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Zu den Aufgaben des kommunalen Gebäudemanagements gehören die Planung, der Bau, die Bewirtschaftung, die Sanierung und die Instandhaltung öffentlicher Gebäude sowie die Verwaltung von Immobilien im Eigentum der Kommune – alles verbunden mit dem Ziel, die Umweltbelastung zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig steht die kommunale Gebäudewirtschaft vor enormen Herausforderungen: Ein erheblicher Investitionsstau belastet die Kommunen und gefährdet die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen, und es fehlt vielerorts an nötigen Finanzmitteln und qualifizierten Menschen, die Projekte und den laufenden Betrieb umsetzen können. Vor dem Hintergrund dieses Dilemmas entstanden die Beiträge des vorliegenden Schwerpunktheftes.

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Kommunaler Schulbau in Stroh-Lehmbau-Weise Ein Projektbeispiel in Lüneburg

Von Maja Lucht

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

In einer Hansestadt mit knapp 80.000 Einwohnenden und einer kommunalen Gebäudestruktur mit mehr als 300 Einzelgebäuden unterschiedlichsten Baualters, in denen die Nutzung von Wohnen über Betreuung, Bildung und Sport bis hin zu Verwaltung und Veranstaltungen reicht, ist eine Gebäudewirtschaft ein äußerst dynamischer und kreativer Ort. Nicht selten treffen vorhandene Bausubstanz und neue Nutzungsanforderungen konträr aufeinander, und die Architekten, Bau- und Versorgungsingenieure stecken ihre Köpfe zusammen, um Lösungen zu erarbeiten und die Nutzenden am Ende zufriedenzustellen – trotz steigender Baukosten und knapper Haushaltsmittel. Dafür braucht es manchmal ein Denken abseits der üblichen Baulösungen.

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Digitalisierte Sanierungsplanung Power BI im kommunalen Gebäudemanagement der Stadt Norderstedt

Von Tim Bernitt, Robert Masou

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

Die kommunale Immobilienwirtschaft steht unter steigendem Druck. Alternde Gebäudebestände, wachsende Anforderungen an die Energieeffizienz, verschärfte Brandschutzvorgaben und steigende Betriebskosten treffen auf Fachkräftemangel und angespannte Haushalte. Kommunen wie Norderstedt reagieren auf diese Situation mit neuen, datenbasierten Steuerungsansätzen. Ein Beispiel ist die Implementierung eines Analyse- und Visualisierungssystems, das auf Power BI basiert und zur systematischen Erfassung und Bewertung des Sanierungsbedarfs der städtischen Gebäude eingesetzt wird.

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Die Zukunft des kommunalen Gebäudemanagements Herausforderungen und Chancen

Von Jens Becker

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

In Deutschland gibt es rund 11.000 Kommunen, die für eine Vielzahl von Aufgaben verantwortlich sind, darunter auch das Gebäudemanagement für ihre eigenen Immobilien. In ihrer Gesamtheit sind die Kommunen mit ihren rund 186.000 öffentlichen Gebäuden der größte Immobilienbetreiber Deutschlands. Die Gruppe der öffentlichen Gebäude wird maßgeblich durch Bildungsbauten, wie Schulen und Kindergärten, Verwaltungs- und Sozialgebäude, wie Pflegeeinrichtungen und Kliniken, repräsentiert. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer öffentlicher Einrichtungen, wie Feuerwachen, Schwimmbäder, Friedhofshallen, Bauhöfe und vieles mehr. Diese Immobilien sind nicht nur Orte des Lernens und der Verwaltung, sondern auch zentrale Elemente für die öffentliche Daseinsvorsorge und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Doch das kommunale Gebäudemanagement steht vor enormen Herausforderungen: Ein erheblicher Investitionsstau, insbesondere in Schulen und Kindergärten, belastet die Kommunen und gefährdet die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an nötigen Finanzmitteln und qualifizierten Menschen, die Projekte und den laufenden Betrieb umsetzen können. Ein Dilemma, in dem viele Kommunen stecken.

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Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Die kommunalen Verwaltungen landauf und landab stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Neben den Herausforderungen der Energie- und Verkehrswende, der Digitalisierung, der Sanierung von Infrastruktur oder der Behebung der Wohnungsnot werden in den kommenden zehn Jahren schätzungsweise 30 % der Beschäftigten – also über eine halbe Million Menschen! – in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig ist ein solcher Wandel aber auch eine Chance. Denn wenn sich Rahmenbedingungen ändern, ändern sich auch Aufgabenprofile. Positive Beispiele gibt es da, wo Städte umgekrempelt werden, wo Management wichtiger ist als Maßnahmen, wo Wandel vorangetrieben wird.

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Kulturelle Stadtentwicklung Debattenlinien einer gemeinsamen Tagung des vhw und der Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. am 24./27. Februar 2025

Von Sebastian Beck, Lilian Krischer

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Im Rahmen der von der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderten Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ hat der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. (DV) gemeinsam mit Prof. Reiner Schmidt (Netzwerk Stadt als Campus) ein Empfehlungspapier vorgelegt. Darin wird die kulturelle Quartiersentwicklung aus Perspektive der Wohnungswirtschaft beleuchtet. Aufbauend auf diesen Ergebnissen fand die Tagung „Kulturelle Stadtentwicklung in Wohnquartieren – Beiträge von Wohnungswirtschaft und Stadtmacher:innen“ des vhw und der Vernetzungsinitiative statt. Sie machte die Vielschichtigkeit und Wirksamkeit kultureller Strukturen und Aktivitäten deutlich. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung war es, die wohnungswirtschaftliche Sichtweise mit der Perspektive quartiersbezogener, selbstorganisierter Kultur- und Kreativarbeit durch Stadtmachendenakteure zu verbinden und die beiden Ansätze miteinander in Beziehung zu setzen.

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Innenstadtkoordination in Hamburg Eine neue Aufgabe für den Wandel der Innenstadt als Gemeinschaftsaufgabe

Von Elke Pahl-Weber

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Hamburgs Innenstadt steht traditionell im Fokus von Politik und Verwaltung – und wie viele Gespräche mit Hamburgerinnen und Hamburgern zeigen: Sie ist das Herz der Stadt. So ist es Ziel der Innenstadtentwicklung, sie als Gemeinschaftsaufgabe zu gestalten und sie mehr noch zur Innenstadt für alle zu machen, als sie ohnehin schon ist. Für diese Aufgabe wurde mit dem Schwerpunkt „Akteurskommunikation“ die Innenstadtkoordination geschaffen, eine Innenstadtkoordinatorin mit ihrem Team.

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Gesucht: Menschen, die in unseren Rathäusern erfolgreich Zukunft gestalten

Von Albert Geiger

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der großen Herausforderungen unserer Zeit. Im Gegensatz zu den übergeordneten staatlichen Ebenen sind die Rathäuser nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen. Dadurch haben sie die Chance, durch eine integrierte und nachhaltige Kommunalentwicklung den aktuellen Transformationsprozess im Sinne der Daseinsvorsorge zu gestalten. Ziel ist es, unsere gemeinwohlorientierten Kommunen resilienter zu machen und so in ihrer Funktion zu sichern. Die Verwaltungsmenschen der Zukunft werden vor diesem Hintergrund eine zentrale Rolle bei der Weiterentwicklung einer lernenden, effizienten, transparenten, bürgernahen und dem Gemeinwohl dienenden Verwaltung spielen.

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„Die Wahrheit ist auf dem Platz“ Wie sich die Rolle der Stadt im Staat ändern muss

Von Peter Kurz

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Die Forderung nach einem „Staat, der wirkt“ hat es im Vorfeld der Bundestagswahl erstmals auf die wahrgenommene politische Agenda und am Ende in den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD geschafft. Dabei ist die Entscheidung noch offen, ob eine tiefgreifende Reform staatlichen Handelns, die politische Prozesse und die Verwaltung umfasst, tatsächlich angegangen wird. Bislang konzentriert sich die Diskussion sehr auf Digitalisierung und Entbürokratisierung. In seinem im August 2024 veröffentlichten Buch „Gute Politik – was wir dafür brauchen“ hat Peter Kurz, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Verbandsratsvorsitzender des vhw, die Notwendigkeiten eines anderen Verständnisses der Rolle der Kommunen und einer anderen Steuerung beschrieben. Er sieht sie als Voraussetzung, um die „Wahrheit auf dem Platz“ positiv zu verändern. Auszüge aus dem Buch geben wir hier wieder.

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Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Gerade auf kommunaler Ebene sind Entscheidungen greifbarer als auf Landes- oder Bundesebene: Wer baut hier, an wen werden Dienstleistungsaufträge vergeben, wie wird mit dem An- und Verkauf städtischer Grundstücke verfahren, wie werden Beteiligungen kommunaler Unternehmen gesteuert? In all diesen Bereichen liegt ein großes Risiko, dass Korruption Fuß fasst – und zugleich ein enormes Potenzial zur Prävention. Die Beiträge zum Schwerpunkt dieser Ausgabe von Forum Wohnen und Stadtentwicklung wollen nicht anklagen, sie wollen Anregungen zu einem aktiven Präventionsmanagement geben.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Konservative Blaupause: Warum Merz‘ „Stadtbild“ in Wirklichkeit ein Selfie war

Von Andreas Thiesen

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Multifunktionale urbane Flächen als Beitrag nachhaltiger Lebensqualität Zwischen gesellschaftlicher Offenheit, Verantwortung und Prävention

Von Arne Ott

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Der Artikel untersucht die Rolle multifunktionaler Flächen in urbanen Strukturen als Beitrag zur nachhaltigen Lebensqualität. Anhand theoretischer Grundlagen, europäischer Fallstudien und kommunaler Praxisbeispiele wird gezeigt, dass Offenheit und Sicherheit keine Gegensätze darstellen, sondern durch soziale Verantwortung vermittelt werden können. Der Beitrag diskutiert Ursachen von Vandalismus und soziale Desintegration, leitet Erfolgsfaktoren ab und formuliert Handlungsempfehlungen für kommunale Strategien.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Demokratie vor Ort stärken Die Arbeit der Mobilen Beratung am Beispiel Brandenburgs

Von Karsten Kläge

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Wer im Gemeinwesen Beteiligung erlebt, Vertrauen in Verfahren gewinnt und Konflikte konstruktiv austrägt, erfährt Demokratie als gestaltbare Realität – nicht als abstraktes Ideal. Gerade in politisch aufgeladenen Zeiten steht diese demokratische Kultur unter Druck: Polarisierung, Desinformation und antidemokratische Bewegungen fordern das Vertrauen in Institutionen heraus. Um demokratische Kräfte zu stärken und kommunale Handlungssicherheit zu fördern, wurde in den 1990er Jahren das Konzept der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus in Brandenburg entwickelt – ein Ansatz, der heute bundesweit etabliert ist.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Die sogenannten „Dritten Orte“, die wir mit der vorliegenden Ausgabe von Forum Wohnen und Stadtentwicklung beleuchten wollen, bezeichnen jene Räume, die weder das Zuhause („Erster Ort“) noch der Arbeitsplatz („Zweiter Ort“) sind, aber dennoch eine wichtige Rolle als Resonanzraum im sozialräumlichen Gefüge spielen (z. B. das Lieblingscafé oder die Kiezkneipe). Das aktuelle Heft wirft unter anderem einen Blick auf die Umnutzung von Warenhäusern und Kirchengebäuden sowie auf Quartierszentren, Bibliotheken und Begegnungsstätten. Die vorgestellten spannenden Projekte verdeutlichen jeweils auf ihre Art die Herausforderungen und Chancen, die mit der Stärkung und Etablierung „Dritter Orte“ verbunden sind.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Vom Treffpunkt zum Transformationsmotor: Dritte Orte für lebenswerte Quartiere

Von Christian Huttenloher, Caro Antonia Wulf

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Dritte Orte sind vielfältige, flexibel nutzbare Räume jenseits von Arbeitsplatz und Zuhause, die als soziale Knotenpunkte eine zunehmend wichtige Rolle in der Stadt- und Quartiersentwicklung spielen. Sie können in verschiedenen Organisationsformen entstehen – als gemeinnützige Vereine, kommunale Initiativen, privatwirtschaftliche Projekte oder kooperative Mischmodelle. Ob in Großstädten oder ländlichen Räumen, ob als Zwischennutzung oder langfristiges Vorhaben, umgesetzt in einer Großimmobilie oder als überschaubarer Nachbarschaftsraum: Die konkrete Ausgestaltung hängt stets vom lokalen Kontext und den beteiligten Akteursgruppen ab.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zukunftsfeste Gemeinschaftszentren Anker und Motoren integrierter Stadtteilentwicklung in Großwohnsiedlungen

Von Thomas Helfen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Einerseits sind die zwischen den 1960er und 1980er Jahren errichteten Großwohnsiedlungen in Deutschland eine der letzten Reserven an bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwache Haushalte in Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten, andererseits bietet die Gebäude- und Eigentümerstruktur günstige Voraussetzungen für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaanpassung sowie Digitalisierung. Deshalb schenken Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft diesen Wohnungsbeständen trotz ihres vielfach negativen Images aktuell deutlich mehr Aufmerksamkeit als in der Vergangenheit. In den Städtebaufördergebietskulissen, insbesondere sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Erneuerung, sind die Großwohnsiedlungen ebenfalls stark vertreten. In einer aktuellen Studie hat die Stadtkümmerei untersucht, mit welchen planerisch-gestalterischen und organisatorischen Innovationen Gemeinschaftszentren zukunftsfest für die aktuellen Herausforderungen der demografischen, klimatischen und digitalen Transformationen gemacht werden können. Denn als „Dritte Orte“, die möglichst vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen offenstehen, nehmen sie eine Schlüsselrolle für die Umsetzung nachhaltiger Modelle zur Mehrfachnutzung sozialer Infrastrukturen sowie für die Verankerung von Verfahren sozialer Stadtteilentwicklung (z. B. Quartiersmanagement) ein.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Wie Bibliotheken die Innenstädte beleben

Von Ragna Körby

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Städte können ihren Leerstand als Chance betrachten, steckt in ihnen doch das Potenzial, Bildungs- und Kultureinrichtungen zu fördern und durch diese Innenstädte wieder zu einem Ort zu machen, an dem Menschen sich gerne aufhalten. Gerade öffentliche Bibliotheken tragen wesentlich zur funktionalen Vielfalt und sozialen Qualität von Stadtzentren bei: als die meistfrequentierten Kultureinrichtungen, konsumfreie Aufenthaltsorte und generationsübergreifende Angebote. Damit Bibliotheken ihr Potenzial entfalten können, benötigen sie Unterstützung, z. B. durch neue Standorte und Gebäude. Hierfür bieten sich viele der innenstädtischen leer stehenden Typologien an, die viel Raum für innovative Raumkonzepte bieten.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die Alte Mälzerei Lichtenrade Wie aus einem Industriedenkmal ein lebendiger Dritter Ort wurde

Von Thomas Bestgen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Wenn ich heute durch die Alte Mälzerei in Berlin-Lichtenrade gehe, erfüllt mich das mit Stolz und Dankbarkeit. Denn was hier in den letzten Jahren entstanden ist, war zu Beginn alles andere als selbstverständlich. Die Geschichte dieses Ortes zeigt, was möglich ist, wenn eine mutige Idee auf viel Ausdauer und echte Zusammenarbeit trifft: ein Dritter Ort, als Herz eines neuen Quartiers und als starkes Beispiel für eine Stadtentwicklung, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Der Lottenhof in Potsdam Zweites Leben eines Dritten Orts am Eingang zum Weltkulturerbe

Von Gregor Jekel

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

„Dritte Orte“ – diesen Begriff für Bauten für Begegnung und Teilhabe zwischen Wohnen und Arbeit gab es im Zeitraum der Entstehung der Potsdamer Ausflugsgaststätte „Charlotte“ (1969 bis 1971) noch nicht. Sehr gut aber hätte dieser multifunktional konzipierte Bau als Blaupause für die spätere Begriffsbildung dienen können. Nach langen Jahren des Leerstands und Verfalls befindet sich dieser besondere „Dritte Ort der Ostmoderne“ aktuell auf dem Weg in seine zweite Lebensphase.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zivilgesellschaftliche Kraft für ortsgesellschaftliche Infrastrukturen

Von Joachim Boll, Kerstin Asher

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Als startklar a+b unterstützen wir seit 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen Projekte und Programme, die Stadtentwicklung und Dorferneuerung mit zivilgesellschaftlicher Verantwortungsübernahme verbinden. Dabei verstehen wir Gemeinwohlorientierung als Grundhaltung, die unternehmerisches und wirtschaftliches Handeln einschließt. Wir bemühen uns darum, bürgerschaftliches Engagement in konkreten Projekten in Verantwortung zu bringen, etwa über neue Trägerschafts- und Betriebskonstruktionen, und es zugleich mit kommunalen Zielen und neuen Kooperationsformen zu verbinden. In diesem Beitrag wollen wir anhand zweier aktueller Programmbegleitungen (der REGIONALE 2025 in der Region des Bergischen Landes und eines Programms des NRW-Umweltministeriums) mit jeweils einem Projektbeispiel Einblick in unsere Praxis geben. Zuvor skizzieren wir kurz den gesellschaftlichen Kontext, in dem wir unsere Arbeit verorten.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Städte und Gemeinden sind von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffen. Hochwasser, Überschwemmungen, Starkregen, Stürme und ausgeprägte Hitzeinseln gefährden nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch kommunale Infrastrukturen. Zentrale Einrichtungen, wie Straßen, Kanalisationen, öffentliche Gebäude oder Krankenhäuser, befinden sich überwiegend in kommunaler Verantwortung. Zugleich spielen Kommunen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Im Rahmen der Daseinsvorsorge verantworten sie unter anderem die Trinkwasser-versorgung, die Abwasserentsorgung, den präventiven Hochwasserschutz, die Energieversorgung sowie die kommunale Verkehrsinfrastruktur – und müssen diese an veränderte klimatische Bedingungen anpassen. Darüber hinaus können sie lokale Akteure einbinden und die Eigenvorsorge der Bevölkerung stärken. Damit verfügen Kommunen über vielfältige Hebel, Klimaanpassung vor Ort wirksam voranzutreiben.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Klimaresiliente Mobilität: Grau-Grün-Blau zusammendenken

Von Gisela Stete

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Der Verkehrssektor ist nach wie vor das Sorgenkind der Klimapolitik und zählt zu den großen Herausforderungen auf dem Weg, unsere Städte klimaresilient zu gestalten.  Dies betrifft zum einen das Verkehrssystem und die dadurch verursachten Emissionen (Lärm, Feinstaub, CO2), zum anderen die Infrastruktur und den Flächenverbrauch. Die nach wie vor steigenden CO2-Emissionen, die Zunahme von Häufigkeit und Intensität klimabedingter Extremereignisse mit ihren Wirkungen auf das Verkehrsgeschehen zeigen, dass gerade der Verkehrssektor gefordert ist. Verkehrssystem und -infrastruktur müssen an die Veränderungen angepasst und so gestaltet werden, dass die Widerstandsfähigkeit erhöht, Störungen vermieden und Krisen bewältigt werden können. Dies ist mit technischen Mitteln allein nicht zu erreichen, sondern erfordert ein erweitertes Verständnis und eine integrierte Betrachtung, bei der Aspekte der Teilhabe, der Gestaltung und der Flächengerechtigkeit gezielt adressiert werden.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Urbane grün-blaue Infrastruktur: Schlüsselfaktor für klimaresiliente Städte

Von Andrea Hartz

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

In der Coronapandemie zeigte sich die herausragende Bedeutung von Freiräumen in der Stadt: Sie erfuhren eine neue Wertschätzung als Orte der Erholung und Bewegung im Grünen, als Orte der Begegnung und der sozialen Interaktion. So definiert die Neue Leipzig Charta die „grüne Stadt“ als eine der drei Dimensionen des Städtischen der Zukunft. Das ist sicherlich berechtigt, da grüne und blaue Räume und Strukturen vielfältige und zentrale Funktionen erfüllen, insbesondere im Zusammenhang mit einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung. Insofern bildet die urbane grün-blaue Infrastruktur – gemeinsam mit der technischen und sozialen Infrastruktur – das Rückgrat der Städte. Ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern, zählt zu den Schlüsselaufgaben der Stadtentwicklung.

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Neues aus dem vhw

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Braucht Deutschland einen Digitalisierungsföderalismus? vhw-Tagung „Kommunalverwaltung digital denken“ am 6. November 2025 in Berlin

Von Julian Rosenbaum

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Wie lässt sich Digitalisierung im föderalen Staat so organisieren, dass sie allerorts gelingt und Verwaltung in Zeiten von Krisen und knappen Ressourcen leistungsfähig bleibt? Diese Frage stand im Zentrum der vhw‑Tagung „Kommunalverwaltung digital denken“ am 6. November 2025 in Berlin. Die Veranstaltung wurde durchgeführt mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Agentur für Forschung | Q im Rahmen eines von NextGenerationEU geförderten dtec.bw-Forschungsprojekts. Der Tag lieferte kein Patentrezept für eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung, wohl aber eine wichtige Erkenntnis: Es braucht eine neue Form der politisch-administrativen Mehrebenenkoordination, die der Digitalisierung gerecht wird – einen Digitalisierungsföderalismus sozusagen, der Standards setzt und bestimmte IT-Lösungen zentral bereitstellt und gleichzeitig die kommunale Praxis durch Entlastung stärkt, ohne jedoch die im Grundgesetz verbriefte kommunale Selbstverwaltung in Frage zu stellen.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Das Stadion als „Dritter Ort“?

Von Thomas Kuder

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Die Überschrift mag verwundern: ein Stadion, genauer gesagt ein Fußballstadion, als „Dritter Ort“? Ausgerechnet ein Fußballstadion, das Kommerz- und Eventzentrum der Gegenwart schlechthin? Aber ja, es lohnt sich, wie zu zeigen sein wird, diesem Gedanken in einem Essay einmal nachzugehen, den Charakter „Dritter Orte“ zu beleuchten, mit dem Thema Fußballstadion zu verbinden und herauszuarbeiten, ob und ggf. wie ein Stadion mit diesem Thema in Verbindung gebracht werden kann. Als Fallbeispiel dient dabei, das darf nicht verwundern, der Verein, in dem der Autor des Beitrags seit vielen Jahren Mitglied ist: der Berliner Sportclub Hertha – allerdings wohl wissend, dass sich über viele andere Fußballvereine hierzulande sicherlich ganz ähnliche Erkenntnisse gewinnen ließen, Erkenntnisse, die es lohnte, sie auch wissenschaftlich eingehender zu untersuchen.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Klimaanpassung im Spannungsfeld der gesetzlichen Vorgaben Herausforderungen der kommunalen Umsetzung

Von Elisa Kochskämper, Eckhard Lange

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Städte und Gemeinden sind bereits heute empfindlich verletzbar gegenüber Klimawandelfolgen, wie extreme Temperaturen, Dürren oder Starkregen. So forderte etwa die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal 189 Todesopfer und verursachte allein in Nordrhein-Westfalen Schäden an kommunaler Infrastruktur in Höhe von 4,5 Mrd. Euro (Hölscher et al. 2025). Kommunen stehen im Zentrum der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für die Klimaanpassung. Gleichzeitig hat sich der gesetzliche Rahmen geändert: Das Klimaanpassungsgesetz, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur von 2024 sowie die aktuellen und geplanten Gesetzesnovellen im Baugesetzbuch und im Wasserrecht treiben die kommunale Klimaanpassung voran. Diese Entwicklungen bieten Chancen für verbesserte Planung und Umsetzung, stellen Kommunen aber auch vor finanzielle und organisatorische Herausforderungen.

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Kleine Großsiedlungen in kleinen Städten Siedlungstyp mit Perspektive oder Auslaufmodell?

Von Bernd Hunger, Maria Melnikova

Erschienen in

Warum sind kleine Großsiedlungen in Kleinstädten ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit verlangt? Und auf welche Besonderheiten ist beim Umgang mit den mehrgeschossigen Ensembles zu achten, die in den 1950er bis 1980er Jahren in der Regel am Rand der kleinen Städte errichtet wurden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Studie des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e. V. Hier werden erste Ergebnisse als Diskussionsangebot vorab vorgestellt.

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Krise der kommunalen Finanzen in Kleinstädten?

Von Mario Hesse

Erschienen in

Kleinstädte und ländlich geprägte Räume werden in der öffentlichen Debatte nicht selten als Gegensätze zu den pulsierenden Metropolen angeführt. Während in den Verdichtungsräumen Wirtschaftswachstum, Innovation und Bevölkerungswachstum prägend sind und vielfältige Möglichkeiten der Lebensgestaltung für die Einwohner bestehen, werden kleinere Städte oft als behäbig und eingeschränkt in ihren Möglichkeiten beschrieben. Es mangelt an urbaner Infrastruktur, die Wege sind weiter und das wirtschaftliche Wohlergehen ist von einer limitierten gewerblichen Basis abhängig. Allerdings wird bei einem etwas genaueren Blick schnell klar, dass es „die“ Kleinstadt kaum gibt und deren Charakterisierung von Selbst- und Fremdzuschreibungen bestimmt ist. Der vorliegende Beitrag befasst sich vor diesem Hintergrund etwas näher mit der Lage der Kleinstädte im aktuell äußerst herausfordernden fiskalischen Umfeld, vor allem im Verhältnis zu anderen Gemeindegrößenklassen.

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Wohnen im Alter in Kleinstädten

Von Peter Dehne

Erschienen in

Wie wollen wir im Alter wohnen? Noch immer gilt bei den meisten der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Das stellt Kleinstädte vor besondere Herausforderungen. Sie sind als Wohnort gerade bei der älteren Generation nach wie vor beliebt – ob in Suburbia, in der ländlichen Peripherie oder als Altersruhesitz in attraktiven Tourismusdestinationen. Zugleich müssen sie sich auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft einstellen und Wohnumfeld, Wohnungsangebote und soziale Infrastruktur dafür ausrichten. Es ist erstaunlich: Konzepte, Strategien und Maßnahmen für Wohnen im Alter sind vielfältig erprobt, jedoch selten im Kontext von Kleinstädten thematisiert. 

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"Nachgefrageorientierte Wohnungspolitik"

Von Bernd Hallenberg

Erschienen in

Stadt-Umland-Wanderung und Ausdifferenzierung der Wohnungsmärkte

Von Dr. Jürgen Aring

Erschienen in

Mit dem Ende des Wohnungsbaubooms der frühen 1990er Jahre sind die Wohnungsmärkte nicht nur in einen konjunkturellen Abschwung sondern auch in eine neue strukturelle Phase getreten. Unter den Bedingungen des demographischen Wandels bildet sich vielerorts ein Nachfragermarkt heraus. In diesem Markt wird die durch Wirtschaftsentwicklung und Suburbanisierung angestoßene räumliche Dynamik zu einer wichtigen Triebkraft der Entwicklung der Wohnungsmärkte und zum Motor der Neubautätigkeit werden.

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Standortfaktoren in neueren ökonomischen Theorien

Von Dr. Silvia Stiller

Erschienen in

Die fortschreitende Globalisierung, der europäische Integrationsprozess und neue Informations- und Kommunikationstechnologien haben den internationalen Standortwettbewerb verschärft. Ob Standorte im internationalen Wettbewerb um Firmen und hoch qualifizierte Arbeitskräfte erfolgreich sind, hängt von ihren Standortbedingungen ab. Im Folgenden wird dargestellt, welche Standortfaktoren in neueren ökonomischen Theorien der neuen Standorttheorie und der neuen Wachstumstheorie wesentlichen Einfluss auf die regionale Entwicklung nehmen. Hierbei wird begrifflich nicht zwischen Regionen und Standorten unterschieden, weil auch die betrachteten Theorien bezüglich dieser Begriffe keine inhaltliche Abgrenzung treffen.

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Vermögenspolitik und Sozialstaatsreform

Von Prof. Dr. Jörg Althammer

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Die öffentlichen Haushalte sind leer, die sozialen Sicherungssysteme in der Krise. Private Altersvorsorge wird in Zukunft unvermeidlich zu einem Grundpfeiler der Sozialpolitik werden. Als geradezu "klassische" Form der privaten Altersvorsorge muss das selbstgenutzte Wohneigentum gelten. Insofern sind die Pläne der Bundesregierung zur Kürzung der Wohneigentumsförderung problematisch – sollten sie umgesetzt werden, ist mit erheblichen Auswirkungen zu rechnen.

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Zuwanderer in der Stadt. Ein handlungsorientiertes Forschungsprojekt entwickelt und erprobt Modelle für die sozialräumliche Integration von Zuwanderern in Deutschland

Von Sybille Münch

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Der Prototyp des Städters ist der Fremde. Städte sind seit jeher die Schmelztiegel der Gesellschaft gewesen, die kommunale Ebene ist aber auch der Ort, an dem Probleme bei misslingender Integration von Zuwanderern kulminieren. Was Kommunen und Wohnungsunternehmen leisten können, um zur sozialen und räumlichen Integration von Migranten beizutragen, untersucht das Projekt "Zuwanderer in der Stadt", das die Darmstädter Schader-Stiftung, der Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen (GdW),der Deutsche Städtetag (DST),das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) und das Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS) seit Januar 2004 in einem Verbund durchführen.

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Soziale Segregation in schrumpfenden Städten – Entwicklung und soziale Folgen

Von Dr. Andreas Farwick

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Seit den 1970er Jahren sind die Städte in Westdeutschland einem tief greifenden ökonomischen Strukturwandel unterworfen, mit dem ein drastischer Abbau von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe verbunden ist. Als Folge dieses Wandels hat sich insbesondere in den altindustriellen Städten eine ausgeprägte strukturelle Arbeitslosigkeit und damit verbunden, eine fortschreitende Einkommensarmut herausgebildet. Neben dem ökonomischen Wandel findet in fast allen Städten aufgrund sinkender Geburtenzahlen und zunehmender Wanderungsverluste ein starker Bevölkerungsrückgang statt. Hierdurch werden Prozesse der räumlichen Polarisierung zwischen Arm und Reich zusätzlich verstärkt. Der Beitrag beschreibt den Zusammenhang zwischen Bevölkerungsrückgang und sozialer Segregation, fragt nach deren sozialen Folgen und umreißt die Reichweite der Interventionen im Rahmen von Stadtteilentwicklungsprogrammen.

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Auf dem Weg zu einer nachfrageorientierten Verbandspolitik des vhw

Von Peter Rohland, Bernd Hallenberg

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Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland befinden sich aufgrund der Globalisierung und der sich abzeichnenden demographischen und strukturellen Veränderungen in einer tief greifenden Umbruchphase. Die neuen Herausforderungen machen auch vor den Bereichen "Wohnen" und "Stadtentwicklung" nicht Halt. Die aktuelle Reformdebatte in Deutschland unterstreicht die Notwendigkeit, sich frühzeitig auf neue Bedingungen einzustellen und die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen. Übertragen auf "Wohnen" und "Stadtentwicklung/Stadtumbau" bedeutet dies, die künftige Bedeutung und Rolle der Akteure in einem veränderten Markt- und Beziehungsgefüge möglichst präzise einzuschätzen und den Akteuren eine rechtzeitige Anpassung zu ermöglichen. Im Mittelpunkt entsprechender Anstrengungen muss aus Sicht des vhw der Bürger als Wohnkonsument stehen. Dieser muss befähigt werden, seinen objektiven und subjektiven Bedeutungszuwachs sowohl am Wohnungsmarkt als auch in die politischen Gestaltungsprozesse gleichberechtigt einzubringen. Nur so kann die künftige Funktionsfähigkeit der Märkte und der Erfolg von Stadtentwicklungs- und Stadtumbaupolitik zum Nutzen aller Beteiligten herbeigeführt werden. Faktisch wird damit dem Übergang zum "ermöglichenden und aktivierenden Staat" auch im Wohnungsbereich der Weg geebnet.

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Wohnungsunternehmen als Akteure der integrierten Stadt-(teil)entwicklung

Von Ralf Zimmer-Hegmann, Jan Fasselt, Evelyn Sucato

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Durch ökonomische, gesellschaftliche und demographische Umbrüche werden Wohnungsunternehmen vor immer neue Herausforderungen gestellt. Die Wünsche der Kunden bezogen auf die Wohnung, das nähere Wohnumfeld und die gesamte Quartiers- bzw. Stadtteilsituation bekommen immer stärkeres Gewicht, da entspannte Wohnungsmärkte breiten Bevölkerungsschichten neue Möglichkeiten bei der Stadtteil- und Wohnungswahl erlauben. Wohnungsunternehmen können über ein Engagement im eigenen Bestand hinaus einen elementaren Beitrag zur Gestaltung des Stadtteillebens leisten. In der integrierten Stadt(teil)erneuerung sind sie schon lange wichtige Akteure. Um den Dialog über wohnungswirtschaftliche und städtebauliche Ansätze zu forcieren und ihre Zusammenführung zu unterstützen, wurde vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und Bauwesen des Landes Nordrhein-Westfalen (ILS NRW) in Zusammenarbeit mit der Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung (LEG-AS) die Fachgesprächsreihe "Wohnungsunternehmen als Akteure in der integrierten Stadt(teil)entwicklung" initiiert.

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Strukturwandel und ökonomische Entwicklungsperspektiven des Ruhrgebiets – Ursachen und Folgen des demographischen Wandels

Von Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Uwe Neumann

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Als Vorläufer der zu erwartenden gesamtdeutschen Entwicklungen ist das Ruhrgebiet ein "Laboratorium" des demographischen Wandels. Nicht zuletzt durch die seit langer Zeit anhaltende Abwanderung von Erwerbstätigen und ihren Familien ist das Ruhrgebiet vergleichsweise schnell "gealtert". Die Bevölkerungsverluste werden zu erheblichen Nachfragerückgängen und zu Einbußen der kommunalen Finanzausstattung führen, die die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Ruhrgebiets weiter verschlechtern könnten. Zu befürchten ist außerdem, dass sich in der kommenden "Schrumpfungsphase" die bereits vorhandenen sozioökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Region verstärken werden. Der Beitrag beleuchtet die spezifischen Hintergründe des demographischen Wandels in der Ruhrregion. Analysiert werden die Wirkungszusammenhänge zwischen den zu erwartenden Segregationsprozessen, der Innovationsfähigkeit und dem regionalen Wirtschaftswachstum der Region.

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Stadtumbau West: Tragfähige Strategie oder Verteilungskampf?

Von Volker Nordalm

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Zwischen den Akteuren am Immobilienmarkt in Ost und West hat sich eine Diskussion um die Übertragbarkeit des Stadtumbaukonzepts von Ost- auf Westdeutschland entsponnen. Diese Diskussion hat teilweise die Züge eines Verteilungskampfs um knapper gewordene Subventionsmittel angenommen. Der Artikel will diese Diskussion versachlichen. Anhand der unterschiedlichen Entwicklungsszenarien in Ost- und Westdeutschland wird überprüft, was Stadtumbau ausmacht und in welcher Form Stadtumbau eine Strategie für die anstehenden stadtstrukturellen Anpassungsprozesse in Deutschland sein kann.

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