Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Einzelpreis: 14,00 zzgl. Versandkosten

Es liegt in der Verantwortung vieler, die ländlichen Räume nicht zu vernachlässigen, sondern sie als lebenswerte Orte aktiv zu gestalten und zu unterstützen. Dabei ist gerade eine leistungsfähige Infrastruktur von existenzieller Bedeutung. Sie ermöglicht die Anbindung an Zentren, sichert die Daseinsvorsorge und schafft Standortvorteile für Unternehmen sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den heutigen digitalen Arbeitswelten. Nur so können die ländlichen Räume ihre Stärken, wie Lebensqualität, Naturraum oder regionale Identität ausspielen und für Bevölkerung und Betriebe attraktiv bleiben. In diesem Heft sind einige gute Beispiele enthalten, die zeigen, dass es Anstrengungen verschiedenster Akteure braucht, um den Herausforderungen zu begegnen und Innovationen anzustoßen.

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Bürgerbeteiligung in Mecklenburg-Vorpommern – hinter dem Trend? Erkenntnisse aus der Beteiligungspraxis

Von Robert Wick, Julia Quade

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Viele erfolgreiche Beteiligungsverfahren belegen sehr anschaulich ihren Mehrwert. Insbesondere in den großen Städten ist die Beteiligung zu einem wesentlichen Faktor in den Planverfahren geworden. Dazu ist inzwischen eine Vielzahl von – auch digitalen – Formaten entwickelt worden, mit denen es gelingt, die Bürger mitzunehmen und ihre Ortskenntnisse in den Prozess einzubringen. Unbestritten ist aber auch, dass mit den Verfahren ein erheblicher Aufwand verbunden ist, der personelle und finanzielle Ressourcen erfordert, über die die Großstädte im Regelfall verfügen. Das Kontrastprogramm hierzu liefern hingegen kleinere Städte und Gemeinden. Insbesondere in den dünn besiedelten ländlichen Räumen, deren Entwicklungsperspektive begrenzt ist, hat die Beteiligung der Betroffenen einen anderen Stellenwert als in den Großstädten. Unbestritten ist aber auch, dass mit den Verfahren ein erheblicher Aufwand verbunden ist, der personelle und finanzielle Ressourcen erfordert, über die die Großstädte im Regelfall verfügen.

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Kommunalpolitisches Ehrenamt – Eckpfeiler der Entwicklung ländlicher Räume unter Druck?

Von Christian Höcke

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Das kommunalpolitische Ehrenamt ist eine tragende Säule ländlicher Entwicklung. Hierzu zählt das Engagement ehrenamtlicher Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte sowie das der Ortschaftsräte oder Ortsvorstehenden. Die hier aktiven Personen tragen durch die ihnen im Rahmen der Kommunalverfassungen gegebenen Kompetenzen und Entscheidungsmöglichkeiten nicht nur wesentlich zur Entwicklung der Kommunen bei, sondern sie machen auch Demokratie erleb- und erfahrbar. Aus vielen Kommunen ist jedoch eine rückläufige Bereitschaft zur Inanspruchnahme des passiven Wahlrechts zu vernehmen. Belastbare, repräsentative Zahlen fehlen jedoch weitgehend. Der Beitrag adressiert diese Entwicklung mit einem Blick auf vorhandene Bewerberstatistiken und fokussiert im Besonderen auf die Ebene der Ortsteilvertretungen.

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Alternative Mobilitätsalternativen Mobilitätsressourcen für ländliche Regionen jenseits von ÖPNV und Pkw

Von Martin Schiefelbusch

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Die geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Monate haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit an vielen Stellen in den Hintergrund treten lassen – der Handlungsbedarf ist hier real jedoch nicht geringer geworden. Eine „Verkehrswende“ in Richtung einer weniger autobasierten und ressourcenintensiven Mobilität sieht sich jedoch noch weiteren Schwierigkeiten gegenüber: Infrastrukturmängel und fehlendes Personal erschweren es zunehmend, Verkehrsangebote in der gebotenen Qualität zu erstellen und erfordern kostspielige Gegenmaßnahmen. Zugleich sind Mittel dafür schwerer zu bekommen, auch weil infolge von Coronanachwirkungen und der Einführung des Deutschlandtickets der ‚Betrieb‘ des ÖPNV deutlich stärker subventioniert werden muss als zuvor.

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Dankbarkeit erFahren, Freude teilen: 125 Bürgerbusse für Hessens ländliche Räume

Von Katherina Kenanidou, Martin Weißhand

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Mobilität ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit der ländlichen Räume. Doch der demografische Wandel sowie veränderte Lebens- und Arbeitsgewohnheiten stellen den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in ländlichen Regionen immer wieder vor große Herausforderungen. Klassische Bedienformen sind oft nur schwer in einer angemessenen Dichte aufrechtzuerhalten, meist dominiert der Individualverkehr, und insbesondere ältere Menschen haben aufgrund von Mobilitätseinschränkung zunehmend Schwierigkeiten, die Haltestellen des ÖPNV zu erreichen. Das Bürgerbusprojekt setzt genau dort an und verbessert nicht nur die Mobilität im ländlichen Raum. Darüber hinaus fördert es das bürgerschaftliche Engagement und stärkt den Zusammenhalt vor Ort.

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Flächendeckender Glasfaserausbau: Das Netz der Zukunft kommt Warum die Stadt Bad Berleburg eigenwirtschaftlich für alle Haushalte baut

Von Bernd Fuhrmann

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Von der Vision bis zur Wirklichkeit war es ein langer Weg – aber einer, den die Stadt Bad Berleburg mit aller Konsequenz erfolgreich gegangen ist. Und der sich gelohnt hat. Denn derzeit entsteht „Unser BLB-Netz“ – damit gelingt der südwestfälischen Kommune mit seinen rund 19.000 Einwohnenden der Anschluss an die Datenautobahn. Für uns ist klar: Das Netz der Zukunft ist jetzt. Wir wollen mit innovativen Ideen und Projekten wagemutig vorangehen und schnelles Internet für buchstäblich alle Menschen realisieren – lückenlos. Deshalb erhalten alle Haushalte, die dies wünschen, einen kostenlosen Glasfaserhausanschluss. Ich löse damit ein Versprechen ein, das ich zu Beginn meiner Amtszeit im Jahr 2004 gegeben habe: den Anschluss an die Datenautobahn. Der gelingt nun gemeinsam mit dem starken Partner „GREENFIBER“ mit Sitz in Hamburg.

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Wie die ENERGIEWENDE in ländlichen Räumen zur Sicherung der Daseinsvorsorge beiträgt Eine Erfolgsgeschichte aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis

Von Swantje Grotheer, Martina Hülz

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Die Energiewende in den verschiedenen Sektoren (Strom-, Wärme- und Verkehrssektor) zeigt sich in ländlichen Räumen mit spezifischen Charakteristika. Diese unterscheiden sich erheblich von anderen Raumkategorien, wie stärker verdichteten stadt-regionalen Gebieten. Den ländlichen Räumen werden aufgrund bestehender Standortvorteile, wie großen Freiflächenpotenzialen, positive Entwicklungschancen durch die Energiewende zugeschrieben. Aber was steckt wirklich dahinter? Wo stehen wir mit der Energiewende auf dem Land? Wie sehen heute die tatsächlichen Potenziale für den ländlichen Raum und das Gelingen der Energiewende aus? Und welche Konflikte treten dabei vielleicht zutage?

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Neues aus dem vhw

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

„Noch stärker auf die Ressourcen des vhw bauen“ Interview mit Thomas Dienberg, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig

Von vhw

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Unterschiedliche Anlässe brachten die Stadt Leipzig und den vhw bereits in den letzten Jahren zusammen. Seit dem 1. November 2024 ist die Messemetropole Sachsens nun Mitglied im Bundesverband – die vielseitigen Fortbildungsangebote im vhw und die Ausrichtung des Bundesverbandes als Wissensakteur bei zentralen Fragen von Stadtentwicklung gaben den Ausschlag dazu. Ruby Moritz-Hell vom vhw befragte Thomas Dienberg, seit 2020 Bürgermeister und Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bau, zu den aktuellen Herausforderungen.

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Zukunft Landleben: eine Frage des Könnens, nicht des Wollens Organisation und Anforderungen an die Betreuungsinfrastruktur in der Hansestadt Osterburg

Von Jana Henning

Erschienen in Heft 3/2025 Infrastrukturen in ländlichen Räumen

Manchmal sind es die vermeintlich „kleinen“ Projekte, die den Laden am Laufen halten. Wenn nun zunehmend etwa junge Familien aufs Land oder in die Kleinstädte ziehen sollen, dann sind nicht nur die digitale Infrastruktur und die Möglichkeiten des Homeoffice gefragt, sondern neben Gesundheitsversorgung und Einzelhandel auch die Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur für die jüngsten Familienmitglieder. Doch: Wie kann das in einer großen Flächengemeinde mit 30 umliegenden Dörfern organisiert und finanziert werden? Die Hansestadt Osterburg hat sich auf den Weg gemacht, die Auslastung der Kitas im Gemeindegebiet durch den Einsatz eines Kitabusses zu organisieren, und so Überlastungen auf der einen und Kitaschließungen auf der anderen Seite verhindert.

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Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

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Zu den Aufgaben des kommunalen Gebäudemanagements gehören die Planung, der Bau, die Bewirtschaftung, die Sanierung und die Instandhaltung öffentlicher Gebäude sowie die Verwaltung von Immobilien im Eigentum der Kommune – alles verbunden mit dem Ziel, die Umweltbelastung zu reduzieren und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig steht die kommunale Gebäudewirtschaft vor enormen Herausforderungen: Ein erheblicher Investitionsstau belastet die Kommunen und gefährdet die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen, und es fehlt vielerorts an nötigen Finanzmitteln und qualifizierten Menschen, die Projekte und den laufenden Betrieb umsetzen können. Vor dem Hintergrund dieses Dilemmas entstanden die Beiträge des vorliegenden Schwerpunktheftes.

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Preis Soziale Stadt 2025 vergeben 25-Jahre-Jubiläum des Wettbewerbs – fünf Projekte aus ganz Deutschland geehrt

Von Frank Jost

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

Am 6. Mai 2025 war es wieder so weit: Der renommierte Preis Soziale Stadt wurde bereits zum 13. Mal seit seiner Erstauslobung im Jahr 2000 vergeben. Rund 100 Gäste versammelten sich im Festsaal der Berliner Stadtmission am Hauptbahnhof und ehrten die fünf von der Jury ausgewählten Projekte aus ganz Deutschland. Insgesamt 111 Projekte wurden im Wettbewerb Preis Soziale Stadt 2025 eingereicht, von denen die Jury 15 in die sogenannte engere Wahl berief.

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Dynamik der Regelungsdichte bei Planung, Bau und Betrieb von Gebäuden Herausforderungen und Lösungsansätze für die kommunale Praxis

Von Jörg Schielein

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

Der Beitrag befasst sich mit der Herausforderung kommunaler Gebäudebetreiber, fehlende Ressourcen mit den bestehenden Anforderungen an einen rechtskonformen Gebäudebetrieb in Einklang zu bringen. Dabei werden aktuelle gesetzgeberische Entwicklungen beim Neubau, der sachgerechte Umgang mit dem bestehenden technischen Regelwerk und die Frage, wie mit einem oft erheblichen Sanierungsstau mit Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen umgegangen werden kann, analysiert.

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Serielles, modulares und systemisches Bauen (SMSB) Impulse für den Wohnungsbau in Deutschland

Von Guido Spars, Michael Neitzel

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

Angesichts der angespannten Wohnungsmärkte in vielen deutschen Städten und Regionen steht die Wohnungsbaupolitik bereits seit mehreren Jahren vor großen Herausforderungen. Steigende Bau- und Bodenkosten, der Fachkräftemangel und lang andauernde Genehmigungsverfahren erschweren die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Vor diesem Hintergrund rückt das serielle, modulare und systemische Bauen (SMSB) zunehmend in den Fokus. Diese Bauweisen versprechen durch industrielle Vorfertigung, hochstandardisierte Prozesse und den durchgängigen Einsatz digitaler Planungsmethoden nicht nur eine Beschleunigung für das Bauen, sondern auch eine gleichbleibende Qualität und höhere Kostensicherheit.

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Die Zukunft des kommunalen Gebäudemanagements Herausforderungen und Chancen

Von Jens Becker

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

In Deutschland gibt es rund 11.000 Kommunen, die für eine Vielzahl von Aufgaben verantwortlich sind, darunter auch das Gebäudemanagement für ihre eigenen Immobilien. In ihrer Gesamtheit sind die Kommunen mit ihren rund 186.000 öffentlichen Gebäuden der größte Immobilienbetreiber Deutschlands. Die Gruppe der öffentlichen Gebäude wird maßgeblich durch Bildungsbauten, wie Schulen und Kindergärten, Verwaltungs- und Sozialgebäude, wie Pflegeeinrichtungen und Kliniken, repräsentiert. Hinzu kommen eine Vielzahl weiterer öffentlicher Einrichtungen, wie Feuerwachen, Schwimmbäder, Friedhofshallen, Bauhöfe und vieles mehr. Diese Immobilien sind nicht nur Orte des Lernens und der Verwaltung, sondern auch zentrale Elemente für die öffentliche Daseinsvorsorge und die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Doch das kommunale Gebäudemanagement steht vor enormen Herausforderungen: Ein erheblicher Investitionsstau, insbesondere in Schulen und Kindergärten, belastet die Kommunen und gefährdet die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen. Gleichzeitig fehlt es vielerorts an nötigen Finanzmitteln und qualifizierten Menschen, die Projekte und den laufenden Betrieb umsetzen können. Ein Dilemma, in dem viele Kommunen stecken.

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Kommunale Gebäudewirtschaft im Wandel

Von Petra Rinnenburger

Erschienen in Heft 4/2025 Kommunales Gebäudemanagement

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Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

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Die kommunalen Verwaltungen landauf und landab stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Neben den Herausforderungen der Energie- und Verkehrswende, der Digitalisierung, der Sanierung von Infrastruktur oder der Behebung der Wohnungsnot werden in den kommenden zehn Jahren schätzungsweise 30 % der Beschäftigten – also über eine halbe Million Menschen! – in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig ist ein solcher Wandel aber auch eine Chance. Denn wenn sich Rahmenbedingungen ändern, ändern sich auch Aufgabenprofile. Positive Beispiele gibt es da, wo Städte umgekrempelt werden, wo Management wichtiger ist als Maßnahmen, wo Wandel vorangetrieben wird.

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Wohnstandortanforderungen und ihre Realisierung Ein Beitrag zum Wohnungsmarkt

Von Joachim Scheiner, Katja Schimohr

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Private Haushalte haben unterschiedliche Anforderungen und Wünsche an ihren Wohnort. Diese hängen ab von der jeweiligen Lebensphase und Lebenslage, aber auch von den individuellen Vorstellungen, Präferenzen, Lebensstilen und Aktivitätsmustern der Haushaltsmitglieder. Für die tatsächlichen Wohnstandortentscheidungen besitzen dann auch die Ressourcen des Haushalts und die Rahmenbedingungen der Angebotsseite zentrale Bedeutung. Bei begrenzten Ressourcen und einem anbietergesteuerten, knappen Immobilienmarkt wirken diese Ressourcen und Rahmenbedingungen vor allem im Sinne von Beschränkungen des mentalen und räumlichen Suchrasters. Das ‚mentale Suchraster‘ deutet dabei an, dass bereits die Wünsche und Präferenzen durch diese Rahmenbedingungen und Ressourcen ‚zensiert‘ sein können – warum sollte man sich etwas wünschen, von dem man weiß, dass es nicht realisierbar ist?

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Kulturelle Stadtentwicklung Debattenlinien einer gemeinsamen Tagung des vhw und der Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ des Deutschen Verbands für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. am 24./27. Februar 2025

Von Sebastian Beck, Lilian Krischer

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Im Rahmen der von der Nationalen Stadtentwicklungspolitik geförderten Vernetzungsinitiative „Gemeinsam für das Quartier“ hat der Deutsche Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. (DV) gemeinsam mit Prof. Reiner Schmidt (Netzwerk Stadt als Campus) ein Empfehlungspapier vorgelegt. Darin wird die kulturelle Quartiersentwicklung aus Perspektive der Wohnungswirtschaft beleuchtet. Aufbauend auf diesen Ergebnissen fand die Tagung „Kulturelle Stadtentwicklung in Wohnquartieren – Beiträge von Wohnungswirtschaft und Stadtmacher:innen“ des vhw und der Vernetzungsinitiative statt. Sie machte die Vielschichtigkeit und Wirksamkeit kultureller Strukturen und Aktivitäten deutlich. Ziel der gemeinsamen Veranstaltung war es, die wohnungswirtschaftliche Sichtweise mit der Perspektive quartiersbezogener, selbstorganisierter Kultur- und Kreativarbeit durch Stadtmachendenakteure zu verbinden und die beiden Ansätze miteinander in Beziehung zu setzen.

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Vom Umkrempeln der Stadt Die Planungshoheit der Kommunen zwischen Gestaltungsengpässen und Transformationserfordernissen

Von Stefan Thabe

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Der stetige Wandel der Welt und die damit verbundenen Herausforderungen lösen seit jeher Anpassungsbedarfe auch in der Stadtplanung und Stadtentwicklung aus. In Herne haben die akuten globalen und nationalen Erfordernisse in Kombination mit den spezifischen Gegebenheiten vor Ort dazu geführt, sich für die zukünftige räumliche Planung strategisch neu aufzustellen. Die Losung lautet: „Transformation und Innenentwicklung“. Dabei verharrt das gleichnamige städtebauliche Konzept nicht nur (wie bisweilen üblich) auf einer übergeordneten und abstrakt-programmatischen Ebene, sondern arbeitet gleichzeitig auch in einem deutlich kleineren Maßstab und konkret-instruktiv. Dieser Beitrag beleuchtet, welche Erwägungen dem Konzept zugrunde liegen, diskutiert die mit seiner Umsetzung zu erwartenden Herausforderungen und skizziert mögliche Lösungsansätze sowie die maßgebliche Rolle der Stadt dabei.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Mehr Lösungsorientierung mit weniger …. oder anderem Personal?

Von Jürgen Kegelmann

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Es gibt keinen Tag, an dem nicht auf die großen Herausforderungen der Gesellschaft und der Kommunen hingewiesen wird, denn sie sind der Seismograf der Gesellschaft. Sie sind aber auch der Transformationsriemen, der „vor Ort“ konkret mit den Bürgern Zukunft gestaltet. Die Herausforderungen werden oft mit den vier Ds bezeichnet. Es geht darum, die Dekarbonisierung der Gesellschaft zu gestalten sowie die Energie- und ökologische Wende zu organisieren. Es geht um die Digitalisierung als zentralem Treiber der Veränderung mit großen Chancen und Risiken. Es geht um den demografischen Wandel und nicht zuletzt um die Zukunft der Demokratie. Damit dies gelingt, bedarf es fundamentaler Reformen, die derzeit tagtäglich in den Zeitungen unter dem Stichwort „Entbürokratisierung“ diskutiert, aber leider nicht gelöst werden. In dem folgenden kleinen Beitrag geht es darum, welche Rolle hierbei das Personal spielt, denn zum Schluss sind es handelnde Akteure, die die Veränderung ausmachen und gestalten – auch wenn die „systemischen“ Zwänge groß sind und jeder Verantwortungsträger in institutionellen Strukturen eingebettet ist, die Handlungsspielräume ermöglichen, aber oft eben auch begrenzen.

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Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

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Gerade auf kommunaler Ebene sind Entscheidungen greifbarer als auf Landes- oder Bundesebene: Wer baut hier, an wen werden Dienstleistungsaufträge vergeben, wie wird mit dem An- und Verkauf städtischer Grundstücke verfahren, wie werden Beteiligungen kommunaler Unternehmen gesteuert? In all diesen Bereichen liegt ein großes Risiko, dass Korruption Fuß fasst – und zugleich ein enormes Potenzial zur Prävention. Die Beiträge zum Schwerpunkt dieser Ausgabe von Forum Wohnen und Stadtentwicklung wollen nicht anklagen, sie wollen Anregungen zu einem aktiven Präventionsmanagement geben.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Entscheidend ist aufm Platz Bericht vom vhw-Verbandstag am 9. Oktober 2025 in Berlin

Von Frank Jost

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Die Spielräume der Kommunen zwischen Gestaltungsengpässen und Transformationserfordernissen standen im Mittelpunkt des diesjährigen vhw-Verbandstages. Dabei hängt das Gelingen der zunehmend komplexen Aufgaben in den Städten und Gemeinden auch von einer starken und leistungsfähigen kommunalen Verwaltung ab – und damit von ihrem Personal. Wie sieht vor diesem Hintergrund etwa der Verwaltungsmensch der Zukunft aus? Dies und vieles mehr war Thema der Veranstaltung „Entscheidend ist aufm Platz – Kommunen im Spannungsfeld von Staatsreform, Lösungsorientierung und künftiger Handlungsfähigkeit“ am 9. Oktober 2025 im Berliner Humboldt Carré. Gut 150 Interessierte folgten der Einladung des vhw, die Moderation der Veranstaltung übernahm Petra Voßebürger.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Aushöhlung des Vergaberechts als Einfallstor für Korruption

Von Matthias Einmahl

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Der Abbau vergaberechtlicher Regelungen unterhalb der EU-Schwellenwerte soll Beschaffungsprozesse für die Kommunen schneller und effizienter gestalten. Diese Ziele werden nicht erreicht werden. Stattdessen drohen Mehrausgaben ohne nennenswerte Beschleunigung der Beschaffungsprozesse. Zudem steigen die Korruptionsgefahren. Wie Kommunen hier sinnvoll agieren können, wird in diesem Beitrag erläutert.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Der Arbeitsalltag eines kommunalen Antikorruptionsbeauftragten Erfahrungen aus der Stadt Leipzig

Von Sven Aust

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

In dem Beitrag werden typische Beschäftigungsfelder eines kommunalen Antikorruptionsbeauftragten dargestellt. Doch was heißt typisch? Organisatorische Regelungen, personelle Ausstattung, die Ausgestaltung der Aufgaben und Befugnisse können von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die finanzielle Situation der Kernhaushalte aus regionaler Perspektive

Von Robert Kretschmann

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

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Die sogenannten „Dritten Orte“, die wir mit der vorliegenden Ausgabe von Forum Wohnen und Stadtentwicklung beleuchten wollen, bezeichnen jene Räume, die weder das Zuhause („Erster Ort“) noch der Arbeitsplatz („Zweiter Ort“) sind, aber dennoch eine wichtige Rolle als Resonanzraum im sozialräumlichen Gefüge spielen (z. B. das Lieblingscafé oder die Kiezkneipe). Das aktuelle Heft wirft unter anderem einen Blick auf die Umnutzung von Warenhäusern und Kirchengebäuden sowie auf Quartierszentren, Bibliotheken und Begegnungsstätten. Die vorgestellten spannenden Projekte verdeutlichen jeweils auf ihre Art die Herausforderungen und Chancen, die mit der Stärkung und Etablierung „Dritter Orte“ verbunden sind.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zukunftsfeste Gemeinschaftszentren Anker und Motoren integrierter Stadtteilentwicklung in Großwohnsiedlungen

Von Thomas Helfen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Einerseits sind die zwischen den 1960er und 1980er Jahren errichteten Großwohnsiedlungen in Deutschland eine der letzten Reserven an bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwache Haushalte in Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten, andererseits bietet die Gebäude- und Eigentümerstruktur günstige Voraussetzungen für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaanpassung sowie Digitalisierung. Deshalb schenken Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft diesen Wohnungsbeständen trotz ihres vielfach negativen Images aktuell deutlich mehr Aufmerksamkeit als in der Vergangenheit. In den Städtebaufördergebietskulissen, insbesondere sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Erneuerung, sind die Großwohnsiedlungen ebenfalls stark vertreten. In einer aktuellen Studie hat die Stadtkümmerei untersucht, mit welchen planerisch-gestalterischen und organisatorischen Innovationen Gemeinschaftszentren zukunftsfest für die aktuellen Herausforderungen der demografischen, klimatischen und digitalen Transformationen gemacht werden können. Denn als „Dritte Orte“, die möglichst vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen offenstehen, nehmen sie eine Schlüsselrolle für die Umsetzung nachhaltiger Modelle zur Mehrfachnutzung sozialer Infrastrukturen sowie für die Verankerung von Verfahren sozialer Stadtteilentwicklung (z. B. Quartiersmanagement) ein.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die Alte Mälzerei Lichtenrade Wie aus einem Industriedenkmal ein lebendiger Dritter Ort wurde

Von Thomas Bestgen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Wenn ich heute durch die Alte Mälzerei in Berlin-Lichtenrade gehe, erfüllt mich das mit Stolz und Dankbarkeit. Denn was hier in den letzten Jahren entstanden ist, war zu Beginn alles andere als selbstverständlich. Die Geschichte dieses Ortes zeigt, was möglich ist, wenn eine mutige Idee auf viel Ausdauer und echte Zusammenarbeit trifft: ein Dritter Ort, als Herz eines neuen Quartiers und als starkes Beispiel für eine Stadtentwicklung, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Der Lottenhof in Potsdam Zweites Leben eines Dritten Orts am Eingang zum Weltkulturerbe

Von Gregor Jekel

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

„Dritte Orte“ – diesen Begriff für Bauten für Begegnung und Teilhabe zwischen Wohnen und Arbeit gab es im Zeitraum der Entstehung der Potsdamer Ausflugsgaststätte „Charlotte“ (1969 bis 1971) noch nicht. Sehr gut aber hätte dieser multifunktional konzipierte Bau als Blaupause für die spätere Begriffsbildung dienen können. Nach langen Jahren des Leerstands und Verfalls befindet sich dieser besondere „Dritte Ort der Ostmoderne“ aktuell auf dem Weg in seine zweite Lebensphase.

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Umbau statt Aufgabe: historische Gebäudebestände als „Dritte Orte“ Perspektiven aus Helmstedt

Von Louisa Biston

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Leerstände in historischen Innenstädten sind kein Phänomen, das ausschließlich Helmstedt betrifft, treten hier jedoch in besonderer Dichte und Intensität auf. Die Stadt Helmstedt ist von der Nachkriegsgeschichte und der Teilung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze geprägt und befindet sich mit ihren südlichen Ortschaften im Strukturwandel, nachdem 2016 der letzte Tagebau ausgekohlt und das letzte von drei Großkraftwerken außer Betrieb genommen worden ist. Die Helmstedter Innenstadt war zu Zeiten der DDR und des Kohleabbaus im Helmstedter Revier ein beliebter Wohn- und Lebensort. Dies änderte sich nach der Wiedervereinigung und nach dem Ende des Kohleabbaus. Der Verlust von Arbeitsplätzen zog einen zunehmenden Leerstand von Wohn- und Geschäftsgebäuden nach sich. Die Gebäudesubstanz verschlechterte sich immer weiter, und die historische Altstadt wurde als Lebensmittelpunkt der Menschen unattraktiver. Dies geschah in einem sehr kurzen Zeitraum, was den Verlust für die Bewohnenden besonders deutlich spürbar machte und bis heute ihr Bewusstsein prägt.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zivilgesellschaftliche Kraft für ortsgesellschaftliche Infrastrukturen

Von Joachim Boll, Kerstin Asher

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Als startklar a+b unterstützen wir seit 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen Projekte und Programme, die Stadtentwicklung und Dorferneuerung mit zivilgesellschaftlicher Verantwortungsübernahme verbinden. Dabei verstehen wir Gemeinwohlorientierung als Grundhaltung, die unternehmerisches und wirtschaftliches Handeln einschließt. Wir bemühen uns darum, bürgerschaftliches Engagement in konkreten Projekten in Verantwortung zu bringen, etwa über neue Trägerschafts- und Betriebskonstruktionen, und es zugleich mit kommunalen Zielen und neuen Kooperationsformen zu verbinden. In diesem Beitrag wollen wir anhand zweier aktueller Programmbegleitungen (der REGIONALE 2025 in der Region des Bergischen Landes und eines Programms des NRW-Umweltministeriums) mit jeweils einem Projektbeispiel Einblick in unsere Praxis geben. Zuvor skizzieren wir kurz den gesellschaftlichen Kontext, in dem wir unsere Arbeit verorten.

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Urban Arts und Dritte Orte Frühere Warenhäuser als Impulsgeber für eine gemeinwesenorientierte Zentrenentwicklung

Von Nina Hangebruch

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Die strukturellen Veränderungen im Einzelhandel erfordern eine grundlegende Neuausrichtung des Nutzungsgefüges in unseren Stadtzentren, um mit neuen Räumen für Bildung, Kultur und Gemeinschaft mehr Nutzungsvielfalt, Lebendigkeit und Urbanität zu schaffen. Eine Schlüsselfunktion kommt hierbei nichtkommerziellen Nutzungen zu, die neue Formen des sozialen Austauschs ermöglichen. Frühere Warenhäuser bieten hierfür umfassende Raumpotenziale. Ihre Umnutzung zu neuen Orten für das Gemeinwesen kann Ausgangspunkt für positive Veränderungen sein. Am Beispiel des geplanten Urban Arts Districts in Herne-Wanne wird exemplarisch geschildert, welche Bedeutung Bildung, Kultur und Kreativität als Impulsgeber für eine gemeinwesenorientierte Zentrenentwicklung übernehmen können.

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BOB CAMPUS: Transformation einer stillgelegten Textilfabrik in einen Quartierscampus

Von Mira Böing, Lisa Hahn

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Auf dem Gelände einer ehemaligen Textilfabrik in Wuppertal-Oberbarmen hat die Montag Stiftung Urbane Räume zwischen 2017 und 2023 in einem kokreativen Prozess in Kooperation mit der Stadt Wuppertal und gemeinsam mit vielen Bildungsakteuren den BOB CAMPUS entwickelt – einen lebendigen Ort des Lernens und der Begegnung. Dazu gehören eine Kita, Schulräume, eine Stadtteilbibliothek, Wohnungen, Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen sowie ein Nachbarschaftspark. Die unabhängige und gemeinnützige Stiftung hat das Vorhaben nach dem sogenannten Initialkapitalprinzip initiiert. Auch in anderen Städten setzt sie gemeinwohlorientierte Projekte nach diesem Prinzip um.

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Dritte Orte in der Stadtentwicklung

Von Olaf Schnur

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

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Städte und Gemeinden sind von den Folgen des Klimawandels unmittelbar betroffen. Hochwasser, Überschwemmungen, Starkregen, Stürme und ausgeprägte Hitzeinseln gefährden nicht nur die Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch kommunale Infrastrukturen. Zentrale Einrichtungen, wie Straßen, Kanalisationen, öffentliche Gebäude oder Krankenhäuser, befinden sich überwiegend in kommunaler Verantwortung. Zugleich spielen Kommunen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an den Klimawandel. Im Rahmen der Daseinsvorsorge verantworten sie unter anderem die Trinkwasser-versorgung, die Abwasserentsorgung, den präventiven Hochwasserschutz, die Energieversorgung sowie die kommunale Verkehrsinfrastruktur – und müssen diese an veränderte klimatische Bedingungen anpassen. Darüber hinaus können sie lokale Akteure einbinden und die Eigenvorsorge der Bevölkerung stärken. Damit verfügen Kommunen über vielfältige Hebel, Klimaanpassung vor Ort wirksam voranzutreiben.

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Das Stadion als „Dritter Ort“?

Von Thomas Kuder

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Die Überschrift mag verwundern: ein Stadion, genauer gesagt ein Fußballstadion, als „Dritter Ort“? Ausgerechnet ein Fußballstadion, das Kommerz- und Eventzentrum der Gegenwart schlechthin? Aber ja, es lohnt sich, wie zu zeigen sein wird, diesem Gedanken in einem Essay einmal nachzugehen, den Charakter „Dritter Orte“ zu beleuchten, mit dem Thema Fußballstadion zu verbinden und herauszuarbeiten, ob und ggf. wie ein Stadion mit diesem Thema in Verbindung gebracht werden kann. Als Fallbeispiel dient dabei, das darf nicht verwundern, der Verein, in dem der Autor des Beitrags seit vielen Jahren Mitglied ist: der Berliner Sportclub Hertha – allerdings wohl wissend, dass sich über viele andere Fußballvereine hierzulande sicherlich ganz ähnliche Erkenntnisse gewinnen ließen, Erkenntnisse, die es lohnte, sie auch wissenschaftlich eingehender zu untersuchen.

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Klimaanpassung im Spannungsfeld der gesetzlichen Vorgaben Herausforderungen der kommunalen Umsetzung

Von Elisa Kochskämper, Eckhard Lange

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Städte und Gemeinden sind bereits heute empfindlich verletzbar gegenüber Klimawandelfolgen, wie extreme Temperaturen, Dürren oder Starkregen. So forderte etwa die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal 189 Todesopfer und verursachte allein in Nordrhein-Westfalen Schäden an kommunaler Infrastruktur in Höhe von 4,5 Mrd. Euro (Hölscher et al. 2025). Kommunen stehen im Zentrum der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für die Klimaanpassung. Gleichzeitig hat sich der gesetzliche Rahmen geändert: Das Klimaanpassungsgesetz, die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur von 2024 sowie die aktuellen und geplanten Gesetzesnovellen im Baugesetzbuch und im Wasserrecht treiben die kommunale Klimaanpassung voran. Diese Entwicklungen bieten Chancen für verbesserte Planung und Umsetzung, stellen Kommunen aber auch vor finanzielle und organisatorische Herausforderungen.

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Vielfalt wächst, wo Menschen mitmachen „Sichtbar Grün“ in der Thermometersiedlung: naturnahe Freiräume, gemeinsames Lernen und neue Verantwortung im Wohnumfeld

Von Dominik Jentzsch

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Was braucht es, damit ökologische Aufwertung im Wohnumfeld gelingt und wertgeschätzt wird? Der Beitrag stellt das Projekt „Sichtbar Grün“ in der Berliner Thermometersiedlung vor – ein Praxisbeispiel für sozial-ökologische Quartiersentwicklung. Durch naturnahe Grünflächen, Umweltbildung und gezielte Kooperation im Kiez wurden erste sichtbare Maßnahmen, wie eine Blumenwiese mit heimischen Wildpflanzen und ein Trittsteinbiotop, umgesetzt. Der Text zeigt, wie kleinteilige Eingriffe, verbindliche Pflegearrangements und gute Zusammenarbeit zwischen Akteuren die Grundlage für langfristige Wirkung und Übertragbarkeit schaffen können. Das Projekt wird aus öffentlichen Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ über das Quartiersmanagement Thermometersiedlung gefördert.

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Schöne blau-grüne Welt! Kritische Anmerkungen zu Einsatzbereichen und Einsatzgrenzen von blau-grünen Maßnahmen im Straßenraum

Von Siegfried Dittrich

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Angesichts der Erfordernisse für den Klimaschutz und insbesondere zur Klimaanpassung wird seit einigen Jahren zunehmend eine entsprechende (Um-)Gestaltung des Straßenraums gefordert, bekannt unter dem Oberbegriff „Blau-Grüne Straßen“. Inzwischen sind dazugehörige Maßnahmen in vielen Konzepten enthalten bzw. erste Projekte bereits umgesetzt. Aber was ist wo sinnvoll – unter Beachtung von Kosten, Pflege- und Unterhaltung, Aufwand und Wirkung? Aus den Erfahrungen der Praxis sollen hier einige Anmerkungen und Hinweise gegeben werden.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Braucht Deutschland einen Digitalisierungsföderalismus? vhw-Tagung „Kommunalverwaltung digital denken“ am 6. November 2025 in Berlin

Von Julian Rosenbaum

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Wie lässt sich Digitalisierung im föderalen Staat so organisieren, dass sie allerorts gelingt und Verwaltung in Zeiten von Krisen und knappen Ressourcen leistungsfähig bleibt? Diese Frage stand im Zentrum der vhw‑Tagung „Kommunalverwaltung digital denken“ am 6. November 2025 in Berlin. Die Veranstaltung wurde durchgeführt mit der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Agentur für Forschung | Q im Rahmen eines von NextGenerationEU geförderten dtec.bw-Forschungsprojekts. Der Tag lieferte kein Patentrezept für eine erfolgreiche Verwaltungsdigitalisierung, wohl aber eine wichtige Erkenntnis: Es braucht eine neue Form der politisch-administrativen Mehrebenenkoordination, die der Digitalisierung gerecht wird – einen Digitalisierungsföderalismus sozusagen, der Standards setzt und bestimmte IT-Lösungen zentral bereitstellt und gleichzeitig die kommunale Praxis durch Entlastung stärkt, ohne jedoch die im Grundgesetz verbriefte kommunale Selbstverwaltung in Frage zu stellen.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

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Kleinstädte stehen vor großen Aufgaben – und sie bewältigen diese unter Bedingungen, die ein hohes Maß an Flexibilität, Kreativität und Kooperationsfähigkeit erfordern. So organisieren sie das Zusammenleben vor Ort, betreiben Schulen und Kitas, erhalten und entwickeln Infrastruktur, setzen veränderte Mobilitätsanforderungen um, halten kulturelle Angebote vor, tragen Verantwortung für soziale Teilhabe und vieles mehr. Gleichzeitig stehen sie vor erheblichen Herausforderungen: Sicherung der Nahversorgung, demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Klimaschutz und Klimaanpassung, Digitalisierung, Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung oder auch ein verlässliches und zukunftsfähiges ÖPNV-Angebot. Auch die Bereitstellung altersgerechter Wohnangebote und die Aktivierung von Leerständen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Entwicklung von Kleinstädten verdient daher mehr Aufmerksamkeit, weshalb der Fokus in diesem Schwerpunktheft auf ihnen liegt.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Öffentliche Ladeinfrastruktur in Kleinstädten

Von Robert Kretschmann

Erschienen in Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

Der Umstieg von fossilen Brennstoffen zu strombasierten Antrieben bei Personenkraftwagen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die dafür benötigte Ausweitung der öffentlichen Ladeinfrastruktur ist ein zentraler Baustein der Energiewende, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Förderinitiativen der Bundesregierung. Im März 2026 kündigte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder eine Förderung in Höhe von 500 Millionen Euro für Ladeinfrastruktur in Mehrfamilienhäusern an. Die Förderung kann ab April 2026 beantragt werden und soll den Ausbau alltagstauglich machen. Private Ladevorrichtungen wurden bereits bis Ende 2024 gefördert. Damit bildeten sie eine erste Phase für den Umstieg. Gleichzeitig unterstreicht der „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030” die Unterstützung kleiner und mittlerer Kommunen durch praxisnahe Hilfsmittel, wie Checklisten und Leitlinien (BMV 2026).

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Wohnen im Alter in Kleinstädten

Von Peter Dehne

Erschienen in Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

Wie wollen wir im Alter wohnen? Noch immer gilt bei den meisten der Wunsch, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Das stellt Kleinstädte vor besondere Herausforderungen. Sie sind als Wohnort gerade bei der älteren Generation nach wie vor beliebt – ob in Suburbia, in der ländlichen Peripherie oder als Altersruhesitz in attraktiven Tourismusdestinationen. Zugleich müssen sie sich auf die Bedürfnisse einer alternden Gesellschaft einstellen und Wohnumfeld, Wohnungsangebote und soziale Infrastruktur dafür ausrichten. Es ist erstaunlich: Konzepte, Strategien und Maßnahmen für Wohnen im Alter sind vielfältig erprobt, jedoch selten im Kontext von Kleinstädten thematisiert. 

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Kleine Großsiedlungen in kleinen Städten Siedlungstyp mit Perspektive oder Auslaufmodell?

Von Bernd Hunger, Maria Melnikova

Erschienen in Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

Warum sind kleine Großsiedlungen in Kleinstädten ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit verlangt? Und auf welche Besonderheiten ist beim Umgang mit den mehrgeschossigen Ensembles zu achten, die in den 1950er bis 1980er Jahren in der Regel am Rand der kleinen Städte errichtet wurden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Studie des Kompetenzzentrums Großsiedlungen e. V. Hier werden erste Ergebnisse als Diskussionsangebot vorab vorgestellt.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Krise der kommunalen Finanzen in Kleinstädten?

Von Mario Hesse

Erschienen in Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

Kleinstädte und ländlich geprägte Räume werden in der öffentlichen Debatte nicht selten als Gegensätze zu den pulsierenden Metropolen angeführt. Während in den Verdichtungsräumen Wirtschaftswachstum, Innovation und Bevölkerungswachstum prägend sind und vielfältige Möglichkeiten der Lebensgestaltung für die Einwohner bestehen, werden kleinere Städte oft als behäbig und eingeschränkt in ihren Möglichkeiten beschrieben. Es mangelt an urbaner Infrastruktur, die Wege sind weiter und das wirtschaftliche Wohlergehen ist von einer limitierten gewerblichen Basis abhängig. Allerdings wird bei einem etwas genaueren Blick schnell klar, dass es „die“ Kleinstadt kaum gibt und deren Charakterisierung von Selbst- und Fremdzuschreibungen bestimmt ist. Der vorliegende Beitrag befasst sich vor diesem Hintergrund etwas näher mit der Lage der Kleinstädte im aktuell äußerst herausfordernden fiskalischen Umfeld, vor allem im Verhältnis zu anderen Gemeindegrößenklassen.

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Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Warum Mitarbeiterwohnungen besonders für Wohnungsunternehmen interessant sind

Von Ulrich Creydt

Erschienen in Heft 3/2026 Kleinstädte im Fokus

Wohnungsunternehmen kennen sich mit dem Bauen und Betreiben von Wohnungen aus. Gleichzeitig suchen viele händeringend nach Fachkräften. Mit dem Bau von Mitarbeiterwohnungen können sie beiden Herausforderungen begegnen. Hinzu kommt: Sowohl das Unternehmen als auch der Arbeitnehmer profitieren von Steuervorteilen.

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Stadtumbau Ost / Stadtumbau West im Vergleich Ergebnisse der Expertenarbeitsgruppe des vhw

Von Prof. Dr. Schmidt-Eichstaedt

Erschienen in

Das vhw hat im August 2002 eine Expertenarbeitsgruppe zur Befassung mit den Problemen des Stadtumbaus Ost im Vergleich mit dem Stadtumbau West einberufen. Der Arbeitgruppe gehörten Praktiker aus der Kommunal- und Staatsverwaltung, Wohnungswirtschaftler, Banker, Wissenschaftler und Verbandsvertreter an. Die Expertengruppe hat ihre Arbeit im Juli 2003 abgeschlossen. Kernstück ihrer Aktivität war die persönliche Bestandsaufnahme in sieben Städten, drei im Osten (Luckenwalde, Halle, Görlitz) und vier im Westen (Neunkirchen, Duisburg, Oer-Erkenschwick, Herten). Die Ergebnisse werden im Folgenden zusammengefasst.

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Stadtumbau als Chance

Von Peter Rohland

Erschienen in

Der demographische Wandel und seine Wohnungsmarktrelevanz

Von Dr. Hansjörg Bucher, Claus Schlömer

Erschienen in

Demographische Mühlen mahlen langsam. Der demographische Wandel, von dem allenthalben die Rede ist, der hier und da mehr oder weniger sichtbar ist, er hat Ursachen, die teils weit in der Vergangenheit liegen. Die Abnahme der Bevölkerungszahl, die Alterung der Bevölkerung, die Internationalisierung durch hohe internationale Zuwanderung sind Prozesse, die zwar neu ins Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten sind, die jedoch – vielfach als schleichender Prozess – bereits vor Jahrzehnten begannen.

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