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Forschung & Politik


Perspektive: Neue urbane Komplexität

Die Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung, des sozialen Wandels, der internationalen Migration oder technologischer Innovationen erleben wir permanent und konkret, beispielsweise beim täglichen Einkauf, beim Stadtspaziergang oder im vielfältigen Zusammenleben etwa mit den Nachbarinnen und Nachbarn im Quartier.

Ganz neue Phänomene werden sichtbar, wie z. B. neue Schnittstellen zwischen Individuum und Gemeinschaft oder zwischen analoger und digitaler Welt. Auch die Rahmenbedingungen für die gelebte städtische Demokratie verändern sich: Intermediäre Akteure wie Stiftungen, Nachbarschaftsplattformen oder lokale Initiativen, Unternehmen, Netzaktivisten und engagierte Bürgerinnen und Bürger sind neben der klassischen Kommunalpolitik (von Parteien bis zu Fachverwaltungen) in der urbanen Governance-Arena zu finden. Sie initiieren oder fördern Prozesse, schaffen Fakten, organisieren Mehrheiten – und "machen damit Stadt". 



vhw-Forschungscluster: Brücken bauen – zwischen Theorie und Praxis

Dieses Mehr an Komplexität und Vielfalt erweitert die Handlungsspielräume für Stadtgesellschaften, ist aber auch eine anspruchsvolle Steuerungsaufgabe – u. a. für die Kommunen und die Wohnungswirtschaft.

Deshalb untersuchen wir mit unserem Forschungsbereich Wege, wie sich Potenziale entfalten und Herausforderungen bewältigen lassen. Um die aktive Bürgergesellschaft und die soziale Kohäsion angesichts der neuen Dynamiken in den Städten zu stärken, erforschen wir zum einen Grundlagen nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung (z. B. im Bereich Wohnen oder Nachbarschaft) sowie lokale Steuerungs- und Kommunikationsprozesse – immer mit dem Ziel, aus den Erkenntnissen Brücken in die Praxis zu schlagen.

Zum anderen arbeiten wir auch unmittelbar mit Akteuren vor Ort daran, Teilhabe und Co-Produktion von Stadt in der Praxis möglichst inklusiv zu gestalten und an das repräsentativ-demokratische System anzubinden. Unsere Forschungsaktivitäten haben wir in den vier Clustern "Lokale Demokratie", "Urbaner Wandel und gesellschaftlicher Zusammenhalt", "Wohnen in der Stadtentwicklung" und "Digitalisierung" gebündelt.

vhw als unabhängiger Wissenschaftsakteur

Der vhw-Forschungsbereich – als Teilbereich eines gemeinnützigen Idealverbandes ohne Lobbyinteressen – versteht sich als unabhängiger, transformativer Wissenschaftsakteur. Wir verorten uns in einer pluralistischen, inter- und transdisziplinären Forschungslandschaft, sind aber gleichzeitig auch Partner für politische Entscheider, die öffentliche Verwaltung in Bund, Ländern und Kommunen, intermediäre Akteure sowie für die Wohnungswirtschaft.


Aktuelle Nachrichten

Januar 2020

Stadtmachen auf digitalen Plattformen – 28 (inter)nationale Beispiele im Überblick

Das Forschungsprojekt "Entwickeln. Finanzieren. Umsetzen – Stadtmachen auf digitalen Plattformen" des Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung e. V. (vhw) ist im November 2018 gestartet.Im Fokus des Projekts stehe digitale Plattformen, durch die die Bürgerinnen und Bürger die...

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Januar 2020

Neue Finanzierungsquellen für bezahlbaren Wohnraum?

Dem wachsenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum in den Städten mit zusätzlichen Finanzierungsmitteln zu begegnen und dies als Win-win-Ansatz für Kommunen und institutionelle Anleger auszugestalten war die Grundidee des Projekts "Institutionelle Investoren als Kapitalgeber für den kommunalen...

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Dezember 2019

Umfrage mit Besitzern von Eigenheimen der 1950er bis 1970er Jahre gestartet

Etliche Einfamilienhausgebiete der 1950er bis 1970er Jahre werden durch eine baulich, funktional und häufig auch sozial homogene Struktur charakterisiert. Angesichts der soziodemografischen Veränderungen, einer allgemeinen Pluralisierung von Lebensmodellen und Wohnwünschen sowie einer...

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Dezember 2019

Junges Forum des vhw gab drei Arbeiten eine Plattform

Welchen Impact bietet zivilgesellschaftliche Partizipation und Kollaboration in der Stadtentwicklung?
Und wie lässt sich dieser Impact darstellen und messen?

Diese Bottom up gerichtete Perspektive auf die Stadtentwicklung war das verbindende Element der Beiträge auf dem zweiten Jungen Forum...

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