Logo Bundesverband für Wohnen und StadtentwicklungNachricht

Studie zur Verhandlungskompetenz von Politikern

Juli 2017

Foto Vertragsunterschrift
© puje/Fotolia

"Dass sich Politiker selber nicht als exzellente Verhandlungsführer einstufen, ist nicht weiter verwunderlich. Denn die meisten haben das Verhandeln nie richtig gelernt" kommentiert Prof. Dr. Markus Voeth, BWL-Professor und Direktor des Hohenheimer Standorts der Negotiation Academy Potsdam (NAP), der bundesweit einzigen universitäre Verhandlungsakademie mit Standorten an den Universitäten Potsdam und Hohenheim. Sie ist die erste deutsche Forschungseinrichtung, die das "Deal making" in der Politik empirisch untersucht hat.
An der auf einer repräsentativen Bevölkerungsbefragung aufbauenden Studie nahmen über 350 Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie EU-Parlamentarier teil. Sie alle bestätigten, dass Verhandlungen mehr als 40 Prozent ihres Arbeitsalltags einnehmen. Dass diese in der Politik langwieriger, komplexer und öffentlichkeitswirksamer sind als beispielsweise in der Wirtschaft, meinen nicht nur die Politiker, sondern auch die befragten Bürgerinnen und Bürger. Entsprechend hoch sind deren Erwartungen: 77 Prozent der Bevölkerung empfinden es als wichtig, dass Politiker gut verhandeln können. Derzeit bewerten sie deren Verhandlungsleistung allerdings nur mit der Schulnote „Befriediegend (-)". Quelle: Nachricht des iwd - Informationsdienst Wissenschaften vom 19. Juli 2017

Studienergebnisse im Internet der Negotiation Academy Potsdam