Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Haus- und Facharzterreichbarkeit in Deutschland - Regionalisierte Betrachtung auf Basis einer GIS-Erreichbarkeitsanalyse

Von Stefan Neumeier

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Die Ärzteversorgung ist ein wichtiger Teil der Daseinsvorsorge. In Deutschland ist die Ärztedichte vergleichsweise hoch, allerdings sind die Ärzte ungleich verteilt. In nicht ländlichen Regionen besteht tendenziell eine Überversorgung und in ländlichen Regionen eine Unterversorgung. Da 69% der Ärzte älter als 50 Jahre sind, ist in Zukunft mit einem stärkeren Ausscheiden von Ärzten aus dem Berufsleben zu rechnen. Experten vermuten, dass v. a. in ländlichen Regionen nicht alle Stellen wiederbesetzt werden können. Um abzuschätzen, wo die Ärzteerreichbarkeit bereits heute problematisch ist und wo zukünftige Praxenschließungen die Situation weiter verschärfen könnten, wurde die Erreichbarkeit von Haus- und Fachärzten kleinräumig analysiert.

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Therapierst du noch oder heilst du schon? Gesundheit in der Stadtgesellschaft aus Milieuperspektive

Von Anna Florl, Robert Kretschmann

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Wenn über Gesundheit und Stadtentwicklung gesprochen wird, erschließen sich unzählige Betrachtungsfelder, um der Thematik näher zu kommen. Dabei muss zunächst unterschieden werden, ob das Themenfeld mit der Stadtgesellschaft, also die Menschen an sich, das Ökosystem Stadt oder aus funktionaler Sicht des Zusammenlebens untersucht wird. So kann über die Gesundheitsbelastungen in der Stadt (Emissionen), über den Gesundheitszustand der Menschen in der Stadt (Stadtgesellschaft), über Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, deren Verteilung und Nutzung, aber auch über eine gesunde Flora und Fauna (die wiederum Auswirkungen auf die Stadtgesellschaft hat), gesprochen werden. Jedes Thema für sich ist ein großer Untersuchungsraum, sodass hier nur ein paar wenige Felder des großen Spektrums kurz beleuchtet werden.

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Partizipative Prozesse für die Gesundheit von Kindern - Ein Programm der Freiraumentwicklung

Von Carlo Fabian, Nadine Käser

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Das eigene, nahe Umfeld ist für Kinder wichtig und prägend. Siedlungs- und quartierbezogene Freiräume sind für sie somit besonders wichtige Orte außerhalb der eigenen Wohnung und außerhalb der Schule oder organisierter Freizeit. In diesem Zusammenhang wichtige Fragen sind, was ein kindergerechter Freiraum ist, wie ein solcher entwickelt und gestaltet werden kann und welche Bedeutung der partizipative Entstehungsprozess und die Nutzung des Freiraums für Kinder haben. Im vorliegenden Artikel werden Freiräume, Partizipation und Gesundheit kurz skizziert, um dann auf den Einfluss der partizipativen Prozesse als solche auf einige gesundheitsrelevante Faktoren einzugehen.

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Alkohol – Benzin für die Nacht? Prävention und Schadensminderung in Bezug auf den Konsum von Alkohol im Nachtleben

Von Alexander Bücheli

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Nachtleben, Partymachen, Partydrogen, Komatrinken, K.-o.-Tropfen – Begriffe, welchen wir alle wohl schon einmal in Bezug auf das nächtliche Vergnügen begegnet sind. Für die meisten Partygänger ist Ausgehen ein positives Erlebnis ohne Probleme oder negative Folgen. Auch wenn das Nachtleben in der Schweiz als sicher bezeichnet werden kann, kennt man zwei Kategorien von Risiken. Umfeldbezogene Risiken sind z. B. zu laute Musik oder überfüllte Räume. Aufgrund der hohen Regulierungsdichte und strenger Bewilligungspraxis spielen solche Risiken in der Schweiz eine untergeordnete Rolle. Mit personenbezogenen Risiken sind primär Verhaltensweisen der Partygänger gemeint.

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Alterspolitik in Schweizer Städten

Von Rita Gisler

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Auch Schweizer Städte verzeichnen eine Zunahme ihrer älteren Bevölkerung. Neuere Szenarien der Bevölkerungsentwicklung zeigen ein starkes Wachstum bei den Personen ab 65, denn zwischen 2020 und 2035 werden die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer allmählich ins Rentenalter kommen. Dazukommt die zunehmend höhere Lebenserwartung und damit verbunden die Hochaltrigkeit. Es kann davon ausgegangen werden, dass per 2045 in der Schweiz mit ca. 2,7 Mio. Menschen ab 65 Jahren fast doppelt so viele leben werden gegenüber 1.5 Mio. heute.  Schweizer Städte nehmen die Gestaltung ihrer kommunalen Alterspolitik aktiv in die Hand: Heute betreiben bereits viele Gemeinwesen eine vorausschauende, umfassende und transversale Alterspolitik.

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Zusammenarbeit zwischen räumlicher Planung und Öffentlichem Gesundheitsdienst Erfahrungen aus Klein- und Mittelstädten

Von Paula Quentin, Tanja Brüchert, Sabine Baumgart, Gabriele Bolte

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Gesundheit ist kein gegebener individueller Zustand, sondern entsteht und verändert sich dynamisch in Wechselwirkung mit der sozialen, natürlichen und gebauten Umwelt. So weisen gesundheitswissenschaftliche Studien darauf hin, dass ältere Menschen dort häufiger zu Fuß gehen, wo es u.a. ein dichtes Straßennetz, einen guten Zugang zu Alltagszielen und Dienstleistungen sowie eine fußgängerfreundliche Gestaltung mit ausreichend Sitzgelegenheiten gibt. Das Zufußgehen wiederum wirkt sich positiv auf die Gesundheit der älteren Bevölkerung aus. Ansätze zur Gesundheitsförderung machen sich diese Erkenntnisse zunutze und setzen auf eine gesundheitsfördernde Veränderung der räumlichen Gegebenheiten.

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Gesundheit in der Stadt und deliberative Demokratie

Von Geoff Gallop

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Die Art und Weise, wie wir unsere Städte bauen und in diesen leben, hat signifikante gesundheitliche Auswirkungen, und zwar unabhängig davon, ob sich unser Fokus auf ansteckende oder nicht übertragbare Krankheiten richtet. Was die aktuelle Epidemie nicht-übertragbarer Krankheiten wie z.B. Übergewicht und Diabetes, angeht, werden unsere gebaute Umwelt und unsere Transportsysteme als kritische Faktoren angesehen.  Es ist daher kaum überraschend, dass die Weltgesundheitsorganisation die Urbanisierung und ihre Verwaltung als eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts einstuft.

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In der Stadt und vor dem Haus: Chancen für Begegnung und Bewegung im Alltag

Von Gabriela Muri, Sabine Friedrich

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Städte und öffentliche Räume bilden den Handlungsrahmen für unser Zusammenleben. In den letzten Jahren haben verschiedene Faktoren zu einem Wandel des Urbanen und öffentlicher Räume beigetragen: Die ästhetische Inszenierung von öffentlichen Plätzen, die zunehmende Verdichtung im Zuge der Innenentwicklung, die Entleerung von Ortskernen in Agglomerationen und Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum zeugen von widersprüchlichen Anforderungen und Bedürfnissen. Der vorliegende Artikel beleuchtet vor diesem Hintergrund Potenziale und Herausforderungen von Freiräumen als Schlüsselfaktoren für Begegnung und Bewegung im Alltag.

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Wohnversorgung von armutsbetroffenen Haushalten in der Schweiz - Auswirkungen unsicherer Wohnsituationen auf die Gesundheit

Von Yann Bochsler

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Ein Dach über dem Kopf zu haben, ist ein Grundbedürfnis. In der Schweiz wird dem insofern Sorge getragen, als es ein zentraler Aspekt des Grundrechts auf Existenzsicherung (Art. 12 BV) ist und die Sozialziele (Art. 41 ff. BV) die Kantone und Gemeinden dazu verpflichten, Wohnungssuchende in ihrer Suche zu unterstützen. Alle Haushalte sollen eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können – so der Leitgedanke. Inwiefern dieses Ziel erreicht wird, war die Eingangsfrage, die wir uns im Rahmen der Studie „Wohnversorgung in der Schweiz“ gestellt haben. Dieser Beitrag stellt das Analysemodell dieser Studie vor, diskutiert die Ergebnisse der Untersuchung und stellt den Zusammenhang zu gesundheitlichen Fragestellungen her.

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Potenziale für die Planung und Gestaltung von gesundheitsfördernden Freiräumen

Von Marianne Halblaub Miranda, Gladys Vásquez Fauggier, Martin Knöll

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Immer mehr Forschungsergebnisse stützen die Annahme, dass städtische Struktur, Gestaltung und Mobilitätssysteme erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bewohner haben können. Positive Effekte von Freiräumen gehen insbesondere von gesteigerter körperlicher Aktivität, sozialer Interaktion und Erholung aus. Anderseits bleiben trotz enormer Fortschritte wesentliche gesundheitsfördernde Aspekte und deren Wechselwirkung weitaus unerforscht und nur für wenige zugänglich. Im vorliegenden Beitrag werden einige gesundheitsbezogene Verhaltensweisen in Freiräumen vorgestellt. Als Ausblick werden Potenziale genannt und Handlungsempfehlungen formuliert, die dazu beitragen, die Wechselwirkungen zwischen gebauter Umwelt und der Gesundheit zu vertiefen.

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Gesundheit in der Stadt

Von Prof. Carlo Fabian

Erschienen in Heft 1/2018 Gesundheit in der Stadt

Die Bevölkerungsveränderung in den Kreisen im Jahr 2002

Von Bernd Hallenberg

Erschienen in

Die Public Private Partnership-Initiative in Nordrhein-Westfalen

Von Dr. Frank Littwin, Regine Unbehauen

Erschienen in

Bereits Ende 2001 hat die Landesregierung Nordrhein- Westfalen eine Public Private Partnership (PPP)-Initiative gegründet. Die Umsetzung dieser Initiative erfolgt seit April 2002 durch eine dem Finanzministerium an- gehörige PPP-Task Force. Nach einer anfänglichen Befristung bis Ende des Jahres 2004 wurde die Initiative inzwischen durch Kabinettbeschluss bis zum 31. Dezember 2008 verlängert. Die Task Force setzt sich zusammen aus internen Verwaltungskräften des Finanzministeriums sowie aus externen Mitarbeitern (Bankenbereich, Universität). Unter Berücksichtigung von Personalrotationen in den vergangenen zwei Jahren war das Team der Task Force durchschnittlich mit vier bis fünf Personen besetzt. Durch die Arbeit der PPP-Task Force wird PPP als Modell der Planung, der Finanzierung, der Realisierung und des Betreibens öffentlicher Leistungen durch private Investoren erprobt und evaluiert. Hierbei werden Erkenntnisse und Erfahrungen aus europäischen Ländern, insbesondere aus Großbritannien und den Niederlanden, aufgenommen sowie anhand von Pilotprojekten die Probleme analysiert und die rechtlichen Rahmenbedingungen fortentwickelt. Bei einem PPP-Vorhaben benennt die öffentliche Hand die Dienstleistungen und/oder die Infrastruktur, die sie im Einzelnen braucht bzw. die von Privatunternehmen erbracht werden sollen. Diese treten anschließend im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens in einen Wettbewerb, um die Anforderungen zu erfüllen. Dabei sollen privates Management-Know-how und Kapital in die Bereitstellung öffentlicher Leistungen eingebracht und Effizienzvorteile erschlossen werden.

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Public Private Partnership - die PPP-Task Force beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen

Von Dr. Jörg Christen, Stefan Becker

Erschienen in

Die PPP-Task Force beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) hat ihre Arbeit aufgenommen. Seit 1. Juli dieses Jahres gibt es beim Bund einen organisierten Beistand für interessierte PPP-Projektträger. Fünf haupt- und zwei nebenamtliche Kräfte werden ab sofort Bauplanern, Kämmerern und weiteren Projektbeteiligten der öffentlichen Hand bei der Gestaltung von Partnerschaften mit privaten Investoren zur Seite stehen. Sie bieten den Kommunen und öffentlichen Einrichtungen Unterstützung an, die bei der Durchführung von öffentlichen Investitionsvorhaben auf privates Kapital und Know-how zurückgreifen möchten.

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Public Private Partnership im "aktivierenden Staat

Von Dr. Detlef Sack

Erschienen in

"Öffentlich-private Kooperationsformen sind zunehmend en vogue. Ihre Attraktivität erwächst aus den vermuteten Effizienz- und Effektivitätsvorteilen. Zugleich kommt ihnen ein gewisser Charme zu, da sie in der Debatte auch als ein wesentliches Element eines veränderten Staatsverständnisses begriffen werden: des "aktivierenden Staates". Dessen Grundeigenschaften sowie die Charakteristika von Public Private Partnerships werden in diesem Beitrag skizziert. Die besondere Bedeutung öffentlich-privater Kooperationen im aktuellen Modernisierungsprozess konkretisiert sich durch eine Reihe administrativer und politischer Förderinitiativen. Damit wurde hinsichtlich der Verbreitung von PPP im Öffentlichen Sektor, die bereits seit den 1980er Jahren zunimmt, eine neue Phase eingeläutet. Der Beitrag schließt mit Verweisen auf Leistungsvermögen und Fallstricke öffentlich-privater Zusammenarbeit.

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Public Private Partnership aus Sicht des Städte- und Gemeindebundes

Von Dr. Gerd Landsberg

Erschienen in

Dr. Gerd Landsberg, geschäftsführendes Präsidialmitglied des DStGB, zur Umsetzung von PPP in Städten und Gemeinden.

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Stadtumbau in den NiederlandenUmstrukturierung und Qualifizierung in Rotterdam-Hoogvliet

Von Inga Nordalm

Erschienen in

In den Niederlanden wird seit Mitte der 1990er Jahre eine neue Form der Stadterneuerung mit dem Programm der so genannten Herstructurering (Umstrukturierung) angewandt. Dieser Ansatz löst sich von der Zielsetzung der traditionellen behutsamen Stadterneuerung, über Anpassung und Verbesserung, benachteiligte Quartiere als Wohn- und Lebensort in ihrer überkommenen baulichen Struktur zu erhalten und zeichnet sich vielmehr durch starke baulich-strukturelle Eingriffe wie Abriss, Neubau, Umbau sowie Privatisierung von Wohnungen aus. Ziel dieser Differenzierung des Wohnungsangebotes, die zumeist in Nachkriegssiedlungen durchgeführt wird, ist, eine Verbesserung des Wohnumfeldes sowie eine durchmischte und damit stabilere Bevölkerungsstruktur und in der Folge auch bessere ökonomische Verhältnisse zu erlangen.

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Die barrierefreie Stadt für eine alternde Gesellschaft – Von notwendigen Anpassungen im Bestand zum selbstverständlichen Bestandteil unserer Baukultur

Von Dr. Thomas Hafner, Gunther Wölfle

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Unter einem zunehmenden politischen und demografischen Druck werden die Forderungen nach einer möglichst altengerechten respektive barrierefreien Stadt immer lauter. Von einem einheitlichen Leitbild in der Stadtentwicklung kann jedoch (noch) nicht gesprochen werden. Bislang wird dieses Thema in der Kommunalpolitik noch unterschiedlich behandelt. Während im Neubau Normen und gesetzliche Richtlinien zur Anwendung kommen, erfordert die barrierefreie Umgestaltung im Bestand immer einen Kompromiss zwischen den Anforderungen der DIN-Normen, Wirtschaftlichkeit, technischer Machbarkeit und Bestandsschutz.

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Zu- und Rückwanderung nach Ostdeutschland. Bevölkerungsstabilisierung ostdeutscher Städte durch West-Ost-Wanderung

Von Dr. Hans-Liudger Dienel, Daphne Reim, Jenny Schmithals

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Die Bevölkerungsentwicklung ist eine der wichtigsten Faktoren für die Zukunft der kommunalen Entwicklung. Welche Möglichkeiten haben die lokalen Akteure und lokalen Gebietskörperschaften, um die Bevölkerungsentwicklung in ihren Regionen positiv zu beeinflussen? Ein Ansatzpunkt ist die aktive Zu- und Rückwanderungspolitik. Im Osten Deutschlands, dessen Regionen durch die Kombination von Geburtenrückgang und Abwanderung oft ein besonders großes demografisches Problem haben, ist die Zu- und Rückwanderungspolitik früher und konsequenter als im Westen als Politikfeld entdeckt worden. Der Beitrag berichtet über ein anwendungsorientiertes Forschungsvorhaben zur Zu- und Rückwanderung nach Ostdeutschland, das vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung gefördert wurde. Das Projekt "Rückwanderung als dynamischer Faktor für ostdeutsche Städte" wurde in den Jahren 2005/2006 vom Berliner nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung in Kooperation mit der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) und der Universität Leipzig durchgeführt.

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Forum Wohneigentum

Demografischer Wandel und geschlechtergerechte Planung – gemeinsame Implikationen für Quartier und Wohnung

Von Brigitte Rubarth

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Gender Mainstreaming in der Stadtplanung setzt auf gleichberechtigte Teilhabe Aller bei der (Weiter-)Ent-wicklung menschlicher Siedlungen. Es bindet die Anforderungen an die Stadt zusammen. Seine Prinzipien können genutzt werden, den Anforderungen des demografischen Wandels gerecht zu werden. Z. B. ist "Die Stadt der kurzen Wege" – einer der zentralen Gedanken feministischer Planungskonzepte – Stadt für Alle und entspricht in besonderem Maße dem demografischen Wandel. Weitere Elemente, die immer wieder mit den Begriffen "frauengerechter" oder "geschlechtergerechter Planung" in den Fokus rücken, sind Fragen der Aufenthalts- und Nutzungsqualitäten, der Barrierefreiheit und der Sicherheit: auch sie Grundlage für eine städtebauliche Entwicklung, die dem demografischenWandel Rechnung tragen kann. Nutzbar sind die Kriterien aus dem Blickwinkel der Geschlechtergerechtigkeit für Stadt, Stadtteil, Quartier, Wohnumfeld und die Wohnung selbst.

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Handlungsfelder eines Wohnungsunternehmens. Von Analysen zu qualitativen Veränderungen im Zuge des demografischen Wandels

Von Heinz-Peter Junker

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Das Thema ist eigentlich in der wohnungswirtschaftlichen Fachdiskussion multiperspektivisch so ausgeleuchtet worden, dass neue Erkenntnisse kaum zu vermelden sind. Wenn jedoch die Essener Westdeutsche Allgemeine Zeitung im März 2007 titelte, "Revier wird Modellfall für Ältere – Städte beteiligen sich an internationalem Projekt altenfreundliche Stadt", dann ist die Relevanz einer der häufig diskutierten Aspekte durchaus zu erkennen. An dieser Stelle kann und soll daher in erster Linie versucht werden, das Beziehungsgeflecht zwischen demografischem Wandel und dem Handeln von Wohnungsunternehmen pointiert aus der Sicht eines Wohnungsunternehmens zu entwirren. Welche konkreten Erkenntnisse des demografischen Wandels sind für bestandshaltende Wohnungsunternehmen, so muss die Frage lauten, für dessen langfristig wirkende Investitionsentscheidungen relevant?

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Die Stadt neu denken! Demografieorientierte Kommunalpolitik in Bielefeld

Von Susanne Tatje

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Das Thema "Stadt" hat durch den demografischen Wandel wieder an Aktualität und Brisanz gewonnen. Begriffe wie Schrumpfung oder Suburbanisierung bestimmen die Diskussion. Und Ausstellungen wie "Shrinking Cities", also der schrumpfenden Metropolen, erfahren eine hohe Aufmerksamkeit. Dabei ist das Thema "Stadt" nicht neu. Schon in den siebziger Jahren waren die Thesen von Alexander Mitscherlich über die "Unwirtlichkeit der Städte" ein wichtiger Bestandteil der stadtsoziologischen Diskussionen. In Bielefeld blieb es damals nicht beim Diskutieren, hier war zu der Zeit die Besetzung von Abrisshäusern aus der Gründerzeit der Versuch, Stadt-Geschichte zu erhalten und Urbanität zu sichern.

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Wohnen im Alter – Alternative: Alters-WG?

Von Dr. Henning Scherf

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Der Angst vor dem Alter und der Panik vor einer immer älter werdenden Republik stellt Henning Scherf in seinem Buch "Grau ist bunt" ein ganz neues Altersbild entgegen. Und eine alternative Lebensform, die er selbst in seiner Alters-WG praktiziert. Veränderungen, die sich durch das Altern ergeben, bergen neue Chancen: In seinem ebenso persönlichen wie politischen Buch zeigt er, wie wir sie nutzen können.

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Die demografischen Veränderungen in den Kommunen meistern. Ein Beispiel: Arnsberg

Von Hans-Josef Vogel

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Die demografischen Veränderungen - stetig weniger Einwohner, mehr Ältere und mehr Menschen mit ausländischen Wurzeln - bilden die neue Wirklichkeit in unseren Städten und Regionen. Ausmaß und Geschwindigkeit dieser Veränderungen sind unterschiedlich. Sie sind abhängig von Zuwanderung und bestehender Bevölkerungsstruktur. In jedem Fall gilt: Alle Kommunen und Regionen "altern". 

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Die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Kommunen – Kurzfristige Orientierung und langfristige Notwendigkeiten

Von Hans-Hermann Bode

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Der demografische Wandel wird inzwischen breit diskutiert und ist zum Gegenstand zahlreicher Untersuchungen und Studien geworden. Unstrittig ist dies auch ein besonderes Problem für die kommunale Ebene. War die Abnahme der Bevölkerungszahl in der Vergangenheit vor allem im Zusammenhang mit wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Strukturwandel zu beobachten gewesen – besonders ausgeprägt im Osten nach der Wende –, so wird dieser Rückgang zukünftig immer mehr Gebiete betreffen. Es geht aber nicht nur um die Bevölkerungsabnahme: Die strukturellen Trends – Alterung, Heterogenisierung und Vereinzelung – werden auch in Städten und Regionen mit stabiler Bevölkerungszahl wirksam werden. Die Herausforderung des demografischen Wandels unter schwierigen Rahmenbedingungen wird heute schon in vielen Städten erkannt und angegangen. Dabei kommt es vor allem darauf an, Aktionismus zu vermeiden und die kommunale Strategie auf einen integrierten und langfristigen planerischen Ansatz zu gründen. Die Anforderungen und Herausforderungen des demografischen Wandels sind aber von den Kommunen nicht alleine zu bewältigen. Intra- und interkommunale Netzwerke unter Beteiligung von Vereinen, Verbänden und vor allem den Bürgern sind unerlässliche Voraussetzungen für eine zukunftsfähige kommunale Strategie im demografischen Wandel.

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Herausforderungen und Chancen des demografischen Wandels

Von Dr. Hans-Ulrich Oel

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Seit Jahrzehnten befasst sich die Wissenschaft mit dem demografischen Wandel und den prognostizierten Folgen. Politikerinnen und Politiker näherten sich dem Thema eher zögerlich. Bürgermeister wähnten sich für Bevölkerungszuwachs verantwortlich, sinkende Einwohnerzahlen wurden als Versagen gedeutet. 1992 setzte der Deutsche Bundestag eine Enquetekommission ein. Träger von Kindertagesstätten und Schulen sowie die Wohnungswirtschaft mussten zu dieser Zeit schon handeln. Kinder, die nicht geboren wurden, benötigten keinen Platz im Kindergarten und drückten keine Schulbank. Ihre Plätze blieben leer. Menschen, die andernorts neue Arbeit gefunden hatten, ließen eine leere Wohnung zurück. Ein Nachmieter war nicht in Sicht, denn der Nachwuchs fehlte, und die Zuzüge konnten die Fortzüge bei weitem nicht ausgleichen. Inzwischen ist das Thema auf allen politischen Ebenen angekommen. Dass der Wandel auch Chancen birgt, wird in der öffentlichen Diskussion allerdings noch allzu sehr vernachlässigt.

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Die Gestaltung der Zukunft. Herausforderung an eine nachhaltige Stadt- und Raumentwicklung

Von Patrick Döring, MdB

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Der demografische Wandel in Deutschland ist eine altbekannte Tatsache. Nur langsam hat sich jedoch die Erkenntnis durchgesetzt, dass die Veränderung in der Altersstruktur der Gesellschaft nicht nur eine Herausforderung für die Sozialsysteme und den Arbeitsmarkt bedeutet, wie sie zum Beispiel im Bericht der Enquetekommission demografischer Wandel des Deutschen Bundestages diskutiert wurden. Auch auf die Entwicklung unserer Städte und Gemeinden hat der demografische Wandel große Auswirkungen. In der Tat bemerken wir hier die Veränderungen in unserer Gesellschaft sogar früher als an anderer Stelle, weil einzelne Regionen sich wirtschaftlich und demografisch sehr disparat entwickeln. So wachsen zwar einige Regionen in Deutschland durch fortwährenden Zuzug weiter - andere Regionen jedoch, vor allem in Ostdeutschland, aber auch zum Beispiel im Saarland und im nördlichen Ruhrgebiet, altern und schrumpfen dafür umso schneller.

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Durchaus lernfähig: Ein Rückblick auf die Debatten um Strategien zur Bewältigung des demografischen Wandels in Deutschland

Von Prof. Dr. Christian Diller

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Der demografische Wandel mit seinen Facetten "weniger, älter, bunter" stellt das seit einiger Zeit am breitesten diskutierte Problem in der Raumforschung und -planung dar. Längst vom Modethema zum Dauerbrenner avanciert, scheinen sich die Fragestellungen bisweilen zu wiederholen. Während in manchen Städten und Regionen der demografische Wandel fast schon abgearbeitet erscheint, tauchen andernorts jedoch immer wieder überraschend neue Facetten dieses Themas auf. Der Rückblick auf die Debatte der letzten zehn bis fünfzehn Jahre zeigt, dass sich Planung und Politik durchaus als lernfähig erwiesen und auf die Herausforderungen des demografischen Wandels differenziert reagiert haben.

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Der demografische Wandel und die Zukunft der Gesellschaft. Szenarien für den Umgang mit einer alternden und schrumpfenden Bevölkerung

Von Dr. Joop de Vries, Thomas Perry

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

Der demografische Wandel ist zwar eine Tatsache, seine gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen aber sind keineswegs ausgemacht. Aber nachdem es zunächst Jahrzehnte dauerte, bis der seit langem offensichtliche demografische Wandel von den Entscheidern in Politik und Wirtschaft ausreichend zur Kenntnis genommen wurde, wird nun die Debatte um die gesellschaftlichen Folgen viel zu verkürzt und mit beträchtlicher fatalistischer Schlagseite geführt. Das verstellt den Blick auf Möglichkeiten und Chancen sowie auf die Kraft des soziokulturellen Wandels. Anhand dreier gesellschaftlicher Szenarien wollen wir zeigen, wie unterschiedlich die Gesellschaft mit den Herausforderungen des demografischen Wandels umgehen kann.

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Demografischer Wandel – Chancen für eine nachhaltige Neugestaltung räumlicher und gesellschaftlicher Strukturen

Von Prof. Elke Pahl-Weber

Erschienen in Heft 3/2007 Den demografischen Wandel gestalten!

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Zehn Jahre Fortbildung in der vhw-Seminarreihe "Kommunale Immobilien"

Von Theresa Hallmann

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Im Zuge der Verwaltungsmodernisierung ist seit Mitte der neunziger Jahre auch die Neuordnung der öffentlichen Gebäudebewirtschaftung in das Blickfeld der kommunalen Handlungsfelder genommen worden. Der vhw hat die Kommunen bei diesem Thema seit 1997 mit einem regional differenzierten Seminarangebot intensiv unterstützt. Auf der Ebene der vhw-Landesverbände bzw. Regionen wurde das Spektrum der operativen und strategischen Themen hinsichtlich der verschiedenen Aufgabenstellungen und Herausforderungen unter Einbeziehung der lokalen Akteure thematisiert und umsetzungsorientiert weiterentwickelt.

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Forum Wohneigentum

Fehlendes Know-how und Akzeptanz-Probleme. Studie: Beim kommunalen Gebäudemanagement und bei Public Private Partnerships gibt es noch viel zu tun

Von Robert Altmannshofer

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Immer mehr Kommunen erkennen, dass Immobilien nicht nur einen Kostenfaktor im Haushalt, sondern strategische Ressourcen darstellen, die unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten effizient zu bewirtschaften sind. Treiber dieser Entwicklung sind die problematische Finanzsituation der kommunalen Haushalte auf der einen und der Instandhaltungsrückstau auf der anderen Seite. Grundsätzlich, so sollte man meinen, herrscht also ein positives Klima für innovative Ansätze in der Immobilienbewirtschaftung sowie für alternative Beschaffungsvarianten, wie sie etwa Public Private Partnerships darstellen. Inwieweit jedoch bzgl. der Themengebiete Gebäudemanagement, PPP und Neues Kommunales Finanzmanagement (NKF) Zusammenhänge zwischen Einstellung und tatsächlichem Verhalten der verantwortlichen Entscheidungsträger in Kommunen und Behörden bestehen, war Gegenstand einer groß angelegten Studie der Westfälischen Wilhelms Universität Münster in Zusammenarbeit mit dem ISFM-Institut für Site und Facility Management GmbH, Ahlen, sowie der Facility Care AG, Münster.

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Gebäudemanagement in Ludwigshafen

Von Klaus Spandöck

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die Stadt Ludwigshafen am Rhein hat bereits 2004 ein zentrales Gebäudemanagement eingerichtet. Vorausgegangen ist eine fast zweijährige Projektarbeit mit dem Abschluss einer Testphase, in der die neuen Organisationsstrukturen der Bewährungsprobe der Praxis unterzogen wurden. Nach bestandenem Praxistest nahm das Gebäudemanagement die Arbeit als verwaltungsinterner Dienstleister auf. Es begleitet die städtischen Gebäude über ihren gesamten Lebenszyklus technisch, infrastrukturell und kaufmännisch.

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Forum Wohneigentum

Eigentümervertretung durch ein zentrales Immobilienmanagement in Großstädten: Strategie, Ziele und Struktur

Von Andreas Brauer

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die kommunale Infrastruktur spielt für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Weiterentwicklung einer Stadt eine wichtige Rolle. In der Landeshauptstadt Düsseldorf werden erhebliche Investitionen in die Verbesserung und die Errichtung der städtischen Infrastruktur realisiert, wie die Sanierung der Schulen, Sportstätten, Feuerwehrgebäude, des Dienstleistungszentrums der Stadtverwaltung sowie der kulturellen Einrichtungen Tonhalle, Oper und Schauspielhaus. Gleichzeitig erfolgt eine konsequente Entschuldung des Haushaltes, unter anderem auch durch Veräußerung nicht-betriebsnotwendigen Immobilienvermögens. Das Immobilienmanagement wurde als strategische Zentrale für die Steuerung des städtischen Immobilien- und Grundbesitzes gegründet und unterstützt politische, stadtentwicklungsbezogene, infrastrukturelle und soziale Vorgaben.

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Portfoliomanagement für Kommunen am Beispiel der Stadt Dortmund

Von Heiko Theis

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Dortmund ist die erste deutsche Großstadt, deren gesamtes Haushaltswesen nach einer mehrjährigen Einführungsphase seit dem 01.01.2006 vollständig auf ein kaufmännischorientiertes Rechnungswesen (NKF) umgestellt ist. Damit rückt auch ein Element mit in den Fokus, von dem zwar sein Vorhandensein bekannt war, das ab und zu auch für Schlagzeilen sorgte, dessen Bedeutung und Wirkungen für die kommunale Daseinsvorsorge und die kommunalen Finanzen jedoch nie im Vordergrund stand: Die kommunalen Immobilien. 

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Forum Wohneigentum

Instandhaltungsbedarf öffentlicher Immobilien – Qualitäten, Strukturen und Strategien

Von Prof. Dr. Kunibert Lennerts, Carolin Bahr, Dr. Christian Meysenburg, Uwe Pfründer

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

"Immobilien - kommunales Tafelsilber oder Klotz am Bein?", diese provokante Fragestellung wählten die Veranstalter des ersten deutschen Kongresses zum Thema "Kommunale Liegenschaften". Weniger provokant könnte man auch sagen, dass öffentliche Liegenschaften sowohl Chancen, als auch Risiken mit sich bringen. Ein Umstand der prinzipiell in den zuständigen Verwaltungen bekannt ist, der aber nach wie vor zu selten strategisch, das heißt langfristig zielorientiert, angegangen wird. Dies liegt auch daran, dass die Forschung insbesondere das Public Real Estate Management (PREM) noch länger als das Corporate Real Estate Management (CREM) vernachlässigt hat. Dabei ist die Instandhaltungsstrategie öffentlicher Immobilien meistens ein Kernelement des PREM und sollte, da Immobilien meistens das wichtigste Anlagevermögen darstellen, fundiert durchgeführt werden. 

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Aspekte und Potenziale im Benchmarking öffentlicher Immobilien

Von Torben Bernhold, Dr. Klaus Gellenbeck, Prof. Dr. Frank Riemenschneider

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die öffentliche Hand steht in vielerlei Hinsicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt vor vielfältigen und vielschichtigen Veränderungen, die sowohl Auswirkungen auf die kommunale Immobilienbewirtschaftung in Gänze als auch hinsichtlich des Selbstverständnisses von kommunalem Immobilienbesitz haben werden. Immer mehr wird erkannt, dass Immobilien nicht nur einen Kostenfaktor im Haushalt, sondern eine strategische Ressource bilden, die es gilt, unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten effizient zu bewirtschaften und zu strukturieren. Entsprechende Ansprüche an die Professionalisierung der Immobilienbereitstellung werden dabei primär getrieben durch die problematische Finanzsituation der kommunalen Haushalte auf der einen und insbesondere durch den vorhandenen Instandhaltungsrückstau auf der anderen Seite. In diesem Kontext gewinnen Vergleiche von Kosten und Qualitäten facilitärer Dienstleistungen zunehmend an Bedeutung.

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Forum Wohneigentum

Optimierungspotenziale im Wirtschaftlichkeitsvergleich bei PPP-Projekten

Von Prof. Dr. Andreas Pfnür

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die öffentliche Verwaltung arbeitet wirtschaftlich. Diesem Grundsatz der Landeshaushaltsordnungen folgend, sind bei allen Investitionsvorhaben von Bedeutung in Deutschland Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen durchzuführen. Spätestens seit dem Toll Collect Verfahren und den prominenten Beispielen im öffentlichen Hochbau wie den Schulprojekten in Offenbach oder Monheim wird den Entscheidungsprozessen hin zu Public Private Partnership (kurz PPP) in Deutschland eine hohe Aufmerksamkeit zu Teil. Einerseits sind diese Verfahren von erheblicher finanzieller Bedeutung für die jeweiligen Haushalte, andererseits handelt es sich bei PPPs noch immer um Pilotprojekte, die Vorbildcharakter für vergleichbare Investitionsmaßnahmen in der Zukunft haben. Aufgrund dieser hohen öffentlichen Aufmerksamkeit sind die bislang angestoßenen Entscheidungsprozesse sehr sorgfältig vorbereitet worden. Entsprechend umfangreich fallen die bislang durchgeführten Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen aus. Zudem haben sich die Task Forces des Bundes und der Länder sowie Beratergruppen in der Vergangenheit intensiv mit den Prozessen der Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen befasst. 

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Informations-, Struktur- und Ressourcenmanagement öffentlicher Verwaltungen (Public Management). Zur Notwendigkeit eines Forschungs- und Ausbildungsschwerpunktes an den wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten deutscher Universitäten

Von Prof. Dr. Dr. h.c. Dietrich Budäus

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Niemand hat das Recht Bürokratie, Ineffizienzen, mangelnde Ressourcen, organisierte Unverantwortlichkeit und die Verschuldung im öffentlichen Sektor zu kritisieren, der nicht seine Einflussmöglichkeiten und Entscheidungskompetenzen nutzt, diese Probleme ernsthaft, fundiert, nachhaltig, konstruktiv und umfassend im universitären Bereich zum Gegenstand von Forschung, Lehre und Weiterbildung zu machen. Dies gilt ganz besonders vor dem Hintergrund der aktuellen, aber nur kurzfristig gestiegenen Steuermehreinnahmen. 

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Kommunale Immobilien – Die lange verkannte Ressource. 10 Jahre Arbeit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) im Gebäude- und Immobilienmanagement

Von Elke Schmitz

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Kommunale Dienstleistungen sind ohne Immobilien nicht möglich: Schulbildung, Kindergartenangebote, Theater, Museen, Sport, Verwaltung, usw. – all dies benötigt zwingend Gebäude bzw. Flächen. So ist es nicht verwunderlich, dass Kommunen traditionell über vielfältigen Immobilienbesitz verfügen. Doch darin stecken Herausforderung wie Dilemma gleichermaßen: Einerseits erfordern die enormen, in diesen Immobilien gebundenen Werte eine stringent betriebswirtschaftliche Herangehensweise. Andererseits jedoch, weil ja diese Immobilien "sowieso" benötigt werden und man sie daher nicht weiter in Frage stellte, wurde anscheinend gerade diese Herangehensweise nicht entwickelt.

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Umfassender Wandel am deutschen Immobilienmarkt – Chance und Herausforderung für den Immobilienbestand der Öffentlichen Hand

Von Henning Rasche

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Kaum ein Wirtschaftszweig in Deutschland hat in den vergangenen Jahren einen so tiefgreifenden Wandel vollzogen, wie die Immobilienwirtschaft. Immobilien galten über Jahrzehnte hinweg als ein alternatives Investment zur Risikobeimischung, als inflationsstabile Geldanlage für langfristig orientierte Anleger. Heute hat die Immobilie kaum noch etwas mit dem unbeweglichen Gut zu tun, in das Anleger oft über Jahrzehnte investiert blieben. Sie ist zu einer dynamischen Handelsware geworden und bildet eine eigene Asset-Klasse, die zwischen dem dauerhaften Investment und dem Day-Trading steht. Die Immobilie ist heute ein gleichwertiges Anlageinstrument neben anderen Wertpapieren wie zum Beispiel Bonds. Die Auswirkungen dieses Veränderungsprozesses sind in allen Bereichen der Immobilienwirtschaft spürbar, sie gelten für alle Typen von Immobilien, vom Wohnbaubestand über den Büroturm bis zum Hochregallager, und sie betreffen neben privaten Besitzern von Gebäuden gerade auch den Immobilienbestand der Öffentlichen Hand. Für Länder und Kommunen bieten sich in diesem neuen Umfeld hochattraktive Möglichkeiten zum Umgangs mit ihren teilweise immens hohen Immobilienbeständen.

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Forum Wohneigentum

Gezielte Immobilienstrategien: Die Balanced Scorecard im Gebäudemanagement

Von Dr. Ingo Deitmer, Andreas Kuhndörfer

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die Balanced Scorecard (BSC) entspricht im wesentlichen einer umsetzungsorientierten Art der Konkretisierung, Darstellung und Verfolgung von Strategien. Sie basiert auf dem Grundsatz der Motivationstheorie: Ziele beeinflussen Verhalten. Die Idee hierbei ist, dass das Verhalten von Führungskräften und Mitarbeitern durch die richtige Auswahl und die nachhaltige Steuerung von Zielen in Richtung der gewünschten Strategie gelenkt wird – "What gets measured, gets done". Die Entwicklung dieser Ziele ist das Ergebnis eines strategischen Prozesses, in dem die zukünftige Unternehmensstrategie festgelegt wurde. Diese wird dabei in der Regel in vier Perspektiven (z. B. Finanzen, Kunden, Prozesse, Potenziale) mit je ca. vier bis sechs Zielsetzungen dargestellt. Diese Perspektiven können selbstverständlich branchen- und unternehmensspezifisch angepasst werden (z.B. Lieferanten im Handel etc.).

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Forum Wohneigentum

Öffentliche Immobilien: Managen, nicht verwalten!

Von Dr. Eleonore Pöll

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Die Haushaltsmisere von Bund, Ländern und Kommunen beeinträchtigt die Zukunftsfähigkeit Deutschlands. Jüngste Verbesserungen durch höhere Steuereinnahmen dürfen über tiefer gehende strukturelle Probleme nicht hinweg täuschen. Eingeschlagene Wege wie die Verwaltungsmodernisierung und begonnene Optimierungsmaßnahmen müssen gerade jetzt stringent weiterverfolgt werden. Insbesondere gilt dies, wenn sie so aussichtsreich sind wie im Bereich des Immobilienmanagements. Hier existiert ein enormes Optimierungs-, Rationalisierungs- und Einsparpotenzial.Die Herausforderungen des Liegenschaftswesens der öffentlichen Hand umfassen Themen wie unzureichendes betriebswirtschaftliches Management-Know-how, fehlende Ziele und Strategien, ineffiziente Organisation, mangelnde erfolgsorientierte Führungs-, Steuerungsmethoden und Anreizsysteme, geringe immobilienwirtschaftliche Datentransparenz sowie Defizite des kameralistischen Rechnungswesens. Seit den neunziger Jahren werden sowohl auf Bundes-, Landes- wie kommunaler Ebene Optimierungs- und Umstrukturierungsmaßnahmen hin zu einem professionellen Public Real Estate Management durchgeführt.

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Forum Wohneigentum

Public Real Estate Management

Von Peter Rohland

Erschienen in Heft 2/2007 Public Real Estate Management (PREM)

Forum Wohneigentum

Die regionale Kaufkraft 2006

Von Bernd Hallenberg

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Forum Wohneigentum

Migranten-Milieus. Der vhw beteiligt sich an einer Forschungsstudie über Menschen mit Migrationshintergrund

Von Thomas Perry, Benjamin Poddig

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Mit einer qualitativen Exploration der Lebenswelten von Migranten steht im ersten Halbjahr 2007 eine substanzielle Vertiefung des Forschungsprojekts "Nachfrageorientierte Wohnungspolitik" an. Es gilt zu klären, ob und wie weit sich die Aussagen der lebensstildifferenzierten Wohnungsmarktforschung, die der vhw bisher auf Grundlage des gesamtdeutschen Sinus-Milieu-Modells betreibt, auf Menschen mit Migrationshintergrund übertragen lassen bzw. welche Besonderheiten bei verschiedenen Gruppe von Migranten zu berücksichtigen sind.

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Forum Wohneigentum

Ein ausgezeichnetes Engagement: Preis Soziale Stadt 2006

Von Dr. Walter Metscher

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Am 11. Januar 2007 fand der Wettbewerb "Preis Soziale Stadt 2006" mit der öffentlichen Preisverleihung in Berlin seinen krönenden Abschluss. Der von sechs unterschiedlichen Einrichtungen getragene und von zwei Bundesministerien unterstützte Wettbewerb wurde im vergangenen Jahr bereits zum vierten Mal ausgelobt. Rund 190 Initiativen haben sich mit ihren Projekten beworben. 250 Gäste nahmen an der Preisverleihung teil, auf der zehn herausragende Beispiele sozialen Engagements mit einem Preis, ein Projekt mit einem Sonderpreis und zehn weitere Initiativen mit einer Anerkennung ausgezeichnet wurden.

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Forum Wohneigentum

Integration braucht Bildung. Wie die Integration von Migrantenkindern im Bildungssystem vor Ort gelingen kann

Von Ulrich Kober

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Bildung spielt eine Schlüsselrolle für die erfolgreiche Integration von Kindern und Jugendlichen in die Gesellschaft. Sie ist Voraussetzung für die Teilhabe am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben. Bildungsprozesse sind deshalb immer auch Integrationsprozesse. In den Kindergärten und Schulen unseres Landes werden einmalige Chancen für erfolgreiche Integrationsprozesse eröffnet oder verspielt.

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Forum Wohneigentum

Neue Netze in Katernberg

Von Michael Preis

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Ein vom Rückzug der Montanindustrie betroffener Stadtteil im Ruhrgebiet, der eine hohe Konzentration marginalisierter Bevölkerungsgruppen aufweist, inzwischen aber auch exzellente Leuchtturmprojekte in den Bereichen Kunst, Design, Tourismus entwickelt, hat in einer seit zwei Jahrzehnten bestehenden Kooperation von Stadt Essen, Universität Duisburg-Essen, Evangelischer Kirchengemeinde Katernberg und Arbeiterwohlfahrt eine Strategie des Strukturwandels auf den Weg gebracht, die unter intensiver Beteiligung der Stadtteilbevölkerung neue Netze der Kooperation und Konfliktbearbeitung entstehen lässt. Dadurch wird sowohl der von der Entwicklung des Stadtteils geforderte Anpassungsprozess der Institutionen unterstützt als auch eine Stabilisierung des Zusammenlebens der Menschen im Quartier erreicht.

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Forum Wohneigentum

Brücken schlagen: Vernetzte Jugend- und Bildungsarbeit vom Kindergarten bis zum Berufseinstieg

Von Mustafa Akça, Ute Ensslin, Merih Ergün, Elisabeth Gregull, Barbara Henkys, Barbara Tennstedt

Erschienen in Heft 1/2007 Soziale Stadt – Bildung und Integration

Ermutigende Beispiele aus Berlin"Was brauchen Kinder und Jugendliche beim Heranwachsen in der Großstadt?" Das war die Ausgangsfrage von FiPP e.V. (Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis). Was heute ein Verbund von 50 Einrichtungen der Jugend- und Bildungsarbeit in neun Berliner Bezirken ist, begann 1978 als kleine Initiative. Indem FiPP sich immer den aktuellen Entwicklungen in ihrer Bedeutung für das Aufwachsen der Kinder angenommen hat, erweiterten sich die Handlungsfelder. Ursprünglich spezialisiert auf Fortbildung und Forschung im Kitabereich, ist FiPP seit 1992 selbst Träger sozialpädagogischer Einrichtungen für Kinder: Freizeittreffs, Schülerclubs, später Schulstationen an Grundschulen. In Kooperation mit Schulen entwickelte der Verein Berufsorientierungsangebote für Jugendliche. Durch die Übertragung von Kindertagesstätten in freie Trägerschaft wurde FiPP seit 1996 selbst Träger von Kitas, insgesamt sind es jetzt 22. Der Verein blickt auf langjährige und vielfältige Praxiserfahrungen zurück, auch auf diverse Modellprojekte, die der Vernetzung von Schule und Jugendhilfe, des formellen und informellen Lernens dienen.

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