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Städtenetzwerkkongress 2014: Zusammenhalt in der europäischen Dimension


CommUnity Cohesion & Diversity in EUROPE - Zusammenhalt in Vielfalt

140 Gäste, darunter Stadtteilmütter aus Neukölln, Stiftungsvertreter, Stadtplaner, Politiker, Vertreter von Migrantenorganisationen und Religionsgemeinschaften sowie Bürgerinitiativen kamen in der Kalkscheune zum wiederholten Male zusammen, um gleichberechtigt miteinander ins Gespräch zu kommen.

Grußworte zur Veranstaltung

Willkommen: vhw-Verbandsratsvorsitzender Dr. Peter Kurz (Bild links) leitete den Kongress mit europäischen Gästen herzlich ein. Staatssekretär Gunter Adler (Bild Mitte) begrüßte die Gäste und betonte, dass der vhw eine gute Plattform für den Austausch zu diesem Thema geschaffen hat. Fahime Farsaie aus Köln (Bild rechts) erzählte ihre persönliche Geschichte mit der deutschen Sprache, die sich bei ihr aus der frühen Erinnerung an einen harten Befehlston in eine Sprachwelt großer Reichweite entwickelte, deren Vielfalt sie noch heute gern erkundet.

Diversitätspolitik und die unterschiedlichen Leitbilder in den europäischen Städten

Was macht den Zusammenhalt in Rotterdam, Liverpool, London Newham und Mannheim aus? Wie reagieren die Städte auf Ankommende, wie agieren sie, um städtische Vielfalt als Potenzial zu nutzen? Unterschiede und Gemeinsamkeiten wurden im Gespräch von Korrie Louwes (Bild links), ehem. Vizebürgermeisterin von Rotterdam, Sir Robin Wales (Bild Mitte), Bürgermeister von London Borough of Newham, Steve Munby (Bild rechts), Ratsherr und Kabinettsmitglied für den Bereich Nachbarschaften in Liverpool


sowie Dr. Peter Kurz (Bild links),
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim,
deutlich.

Forum I mit Hamburg, Liverpool und London sowie einem Input von Prof. Ted Cantle zur britischen Umgangsstrategie mit Vielfalt

Prof. Cantle (Bild links, obere Reihe), der das Institute of Community Cohesion gründete, ist mittlerweile d i e Kapazität für gesellschaftlichen Zusammenhalt in Großbritannien. Zu seine Ausführungen diskutierten dann Claudius Lieven (Bild Mitte, obere Reihe) aus dem Referat Stadtwerkstatt der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt in Hamburg, Gosia McKane (Bild rechts, obere Reihe), Verantwortliche für sichere und stärkere Nachbarschaften in Liverpool und Kim Bromley-Derry (Bild links, untere Reihe), Vorsitzender des Stadtrates in London Newham mit dem Publikum. Moderiert hat die Runde Dr. Heike Hanhörster vom Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung.

Forum II: Migrantische Vielfalt in der viersprachigen Schweiz

Fordern und Fördern vom ersten Tag - Handlungsmaxime nicht nur in Basel. Thomas Kessler (Bild links, obere Reihe), Leiter der Kantons- und Stadtentwicklung in Basel, führte über die Geschichte der Schweiz in den gelebten Umgang mit Vielfalt. In der Diskusionrunde, die Michael Donnermeyer moderierte, wurden erfolgreiche Integrationsstrategien wie u. a. das Empowerment im Kanton Zürich durch Julia Morais (Bild Mitte, obere Reihe), Kantonale Leiterin der Fachstelle für Integrationsaufgaben, und die gelingende langjährige Zusammenarbeit mit den Migrantenorganisationen vor Ort durch Claus Preißler (Bild rechts, obere Reihe), Beauftragter für Integration und Migration in Mannheim, belegt.

Der zweite Tag: Vielfalt als Chance - Für eine zukunftsgerechte kommunale Kohäsionspolitik

vhw-Vorstand Peter Rohland legte mit seinem Grundsatzbeitrag die weitere Ausrichtung des Projekts Städtenetzwerk, welches 2010 begann, fest. Im Kern geht es um das "Vermessen" von Kommunikationslandschaften, die die unterschiedlichen Akteure von Stadtentwicklung bestellen (müssen). Art, Umfang, Inhalte und vor allem das Ankommen von Inhalten sind bis dato für ihr Wirken auf den Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft noch nicht untersucht worden. Der vhw hat dieses Unterfangen mit einem Forschungsprojekt in Kooperation mit verschiedenen Experten begonnen.

Die "Drei-Komponenten-Strategie": Interkulturelle Kommunikation, soziale Milieus und Integrierte Stadtentwicklung

Bernd Hallenberg, Bereichsleiter Forschung & Beratung beim vhw, skizzierte den Weg, den das Forschungsprojekt nimmt, und zeigte seine Anwendungfähigkeit. Bei der Analyse von Kommunikationsprozessen spielen gruppenspezifische Zugänge nach wie vor eine große Rolle. Vertrauen als eine wesentliche Kategorie für Zusammenhalt entsteht u. a. über die Art von Kommunikation - die Herstellung dieser lässt bei der unzweifelhaft bestehenden Unterschiedlichkeit von Gruppen (Milieus) auch unterschiedliche Kommunikation notwendig werden.