Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Infrastruktur für die Stadtgesellschaft!

Von Prof. Klaus Wermker

Erschienen in Heft 2/2010 Öffentlicher Raum: Infrastruktur für die Stadtgesellschaft

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die regionale Bevölkerungsentwicklung 2009

Von Bernd Hallenberg

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Unternehmensengagement – Spielerei, Selbstverständlichkeit oder Notwendigkeit? Zur aktuellen Bundespolitik , Bucherscheinungen und Forschung des vhw

Von Dr. Konrad Hummel

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Neues soziales Unternehmertum in der Stadtentwicklung

Von Bernhard Faller

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Die Trennung zwischen uneigennütziger Philanthropie und renditeorientiertem Unternehmertum weicht in den letzten Jahren zunehmend auf. Dabei ist ein Grenz- oder Überlappungsbereich entstanden, über den intensiv diskutiert und der mit spezifischen Aktivitäten besetzt wird. Eine Entwicklungsrichtung repräsentiert bspw. die "Venture Philanthrophy" oder die "Strategische Philanthropie". Grundgedanke ist es hier, philanthropisches Engagement auf der Basis von Business-Methoden gezielt dort fruchtbar werden zu lassen, wo es die größten Effekte bzw. die größten Sozialrenditen erzeugt. Dies steht für eine Professionalisierung und in gewisser Weise auch Ökonomisierung des gemeinwohlorientierten Sektors und der in ihr agierenden Organisationen (v. a. Stiftungen).

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Integrative StadtLand-Entwicklung und Planungsmethodik. Neuer Master-Fernstudiengang

Von Prof. Andrea Gaube

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Integrative Planungsmethoden als Grundlage für eine Erfolg versprechende StadtLand-Entwicklung sollten inzwischen selbstverständlich sein. Selbst in der formellen Planung werden Forderungen diesbezüglich aufgetan, ohne dass Strukturen in Verwaltung und Ausbildung von Planern dafür die notwendigen Rahmenbedingungen bieten. Solange wir keine Generalisten ausbilden, die in den Kommunen eine integrative StadtLand-Entwicklungsplanung einführen, steuern und kommunizieren können, werden komplexe Strategien schwer zu finden sein.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Integrierte Stadtteilentwicklung und ämterübergreifende Sozialraumorientierung – Leitbegriffe für eine neue Stadtpolitik. Ergebnisse eines Kollegialen Fachaustauschs am 19. Mai 2010 in Berlin

Von Monika Kühner, Dr. Matthias Sauter

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Drängende soziale Herausforderungen bei zugleich geringen finanziellen Handlungsspielräumen – dies ist heute die Realität in vielen deutschen Städten und Gemeinden. Angesichts dieser Situation gewinnt die Suche nach innovativen Strategien an Bedeutung, mit deren Hilfe die Ressourcen der einzelnen Verwaltungsressorts, aber auch von freien Trägern, Wohnungswirtschaft und bürgerschaftlichen Vereinigungen integrierter und effektiver genutzt werden können als bislang. Seit Ende der 1990er Jahre wächst die Zahl der Städte, die gesamtstädtische und auf Dauer angelegte Reformansätze einer "integrierten Stadt(teil)entwicklung" und/oder einer "ämterübergreifenden Sozialraumorientierung" entwickeln, für deren Umsetzung alle relevanten Fachressorts und Fachämter im Rahmen ihrer Regelaktivitäten gemeinsam verantwortlich sind.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Integriertes Stadtentwicklungskonzept Filderstadt. Bürgerschaft, Politik und Verwaltung entwickeln gemeinsam in einem offenen Lernprozess ein Konzept für die Zukunft der Stadt

Von Thomas Haigis

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Die Stadt Filderstadt mit derzeit knapp 44.000 Einwohnern, liegt südlich der Landeshauptstadt Stuttgart direkt am Landesflughafen. Die während der Gemeindereform 1975 aus fünf ehemaligen Dörfern auf den Fildern entstandene Stadt wies in den letzten Jahrzehnten durch den Suburbanisierungsprozess im Verdichtungsraum Mittlerer Neckar ein starkes Bevölkerungs- und Siedlungswachstum auf. Die unmittelbare Nähe zum Flughafen, die Nähe zur Bundesautobahn 8 und der direkte Anschluss an das "Hinterland" in den Raum Reutlingen/Tübingen mit zwei Bundesstraßen sowie einem S-Bahn-Anschluss in die Landesmetropole machen Filderstadt für viele Berufs- und Bildungspendler als Wohnstandort attraktiv.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Bemerkenswerte Milieustruktur schafft neue Herausforderungen. Stadtentwicklung in Bergisch Gladbach

Von Charlotte Brincker, Stephan Schmickler

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Bergisch Gladbach ist Mittelzentrum in der Region Köln/Bonn und bildet in Lage und Funktion das Tor zum Bergischen Land. Die Stadt entstand 1975 im Rahmen der Gemeindegebietsreform, als die alte Stadt Bergisch Gladbach mit Teilen der damaligen Stadt Bensberg und dem Ortsteil Schildgen aus der Gemeinde Odenthal vereinigt wurde. Die daraus entstandene polyzentrische Stadtstruktur spiegelt zum Teil auch heute noch die unterschiedlichen Identitäten der Stadtteile wider. Mit seinen rund 110.000 Einwohnern ist Bergisch Gladbach ein bevorzugter Wohnstandort. Die Stadt profitiert von der unmittelbaren Nachbarschaft zu den Landschaftsräumen des Bergischen Landes einerseits und der urbanen Metropole Köln andererseits. Die Wohnmöglichkeiten reichen von verdichteten Innenstadtlagen und Wohnquartieren in einfachen Lagen über ein breites Angebot an mittleren bis sehr guten Standorten bis hin zu exklusiven Wohnlagen, die einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern aufweisen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Grüne Insel Kirchberg in Saarbrücken. Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Von Carmen Dams

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Seit gut einem Jahr arbeiten Akteure aus 21 Institutionen an einem Gestaltungs- und Entwicklungskonzept für die "Grüne Insel Kirchberg" im unteren Malstatt. Zudem wurden ganz unterschiedliche Bevölkerungsgruppen an den Planungen beteiligt. Am 11. Juni 2010 war es so weit: Die ersten Bauarbeiten zur Um- und Ausgestaltung der großen grünen Insel im Häusermeer konnten beginnen. Die Grüne Insel Kirchberg ist ein Pilotprojekt im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und wird gefördert vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS). Mit den geförderten Pilotprojekten sollen innovative und beispielhafte Handlungs- und Lösungsansätze für die Stadt der Zukunft unterstützt und bekannt gemacht werden.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

"Aus einer Ablehnungsbeteiligung muss eine Gestaltungsbeteiligung werden!" Interview mit fünf Stadtoberhäuptern aus dem "Städtenetzwerk Lokale Demokratie"

Von vhw

Erschienen in Heft 4/2010 Bürgerorientierung in der integrierten Stadtentwicklung

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Einkaufscenter und Innenstadtentwicklung

Von Ulrich Paßblick

Erschienen in Heft 3/2011 Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Nahezu alle Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen stehen vor besonderen Herausforderungen und Problemen. Stagnation und Schrumpfung machen sich vielerorts bemerkbar. Die Stärkung der Zentren als Handels-, Dienstleistungs- und Wohnstandort, aber auch als Lebensraum und Visitenkarte der Stadt scheint mehr denn je geboten. Erst recht gilt das angesichts zunehmender Trading-Down-Tendenzen, des Anstiegs von Insolvenzen im Einzelhandel sowie des Individualitätsverlustes zahlreicher Innenstädte. Veränderungsprozesse, auf die dringend angemessen reagiert werden muss.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Stadtentwicklung in Mittel- und Kleinstädten: Chancen und Herausforderungen

Von Norbert Portz

Erschienen in Heft 3/2011 Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Die Politik und die Medien schauen gerne auf Metropolen. Dieser Blick vernachlässigt aber, dass gerade Deutschland mit seiner dezentralen Struktur stark vom ländlichen Raum und den Mittel- und Kleinstädten geprägt ist. Der große Stellenwert dieser Kommunen und Regionen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung Deutschlands sowie für die Stadtentwicklung zeigt sich auch daran, dass ca. zwei Drittel der Menschen in der Bundesrepublik außerhalb der Ballungszentren leben. Insofern ist es nur folgerichtig, wenn die Politik ihren Fokus verstärkt auf die Klein- und Mittelstädte legt. Die Bedeutung dieser Kommunen und Regionen für die Gesamtentwicklung Deutschlands erkennt auch die Bundesregierung immer mehr.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Identifikation als Schlüssel für Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Von Karl-Christian Schelzke

Erschienen in Heft 3/2011 Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Soziodemografische Entwicklungen der Bevölkerung mit Migrationshintergrund seit 2005

Von Bernd Hallenberg

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Grüne Wohnmaschinen. Passivhäuser erobern den städtischen Wohnungsbau

Von Frank Peter Jäger

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Um den künftigen Energiebedarf ohne Atomkraftwerke zu decken, gilt es alle Einsparpotenziale zu nutzen. Die Passivhaus-Technologie ist bei Einfamilienhäusern bereits verbreitet, auf den mehrgeschossigen städtischen Wohnungsbau wenden sie erst wenige Pioniere an. Passivhäuser nützen die natürliche Energie, die ganz nebenbei frei wird, z. B. Körperwärme der Bewohner oder Abluft elektronischer Geräte. Die hoch wärmegedämmte Bauweise reduziert den Heizwärmebedarf auf maximal 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr (15 kWh/m²a), der Primärenergiebedarf nach EnEV liegt bei maximal 40kWh/m²a. Lüftungsanlagen kontrollieren die zugluftfreie Be- und Entlüftung, ein Wärmetauscher erwärmt die zugeführte Luft aus der Wärme der Abluft.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Neue Attraktivität der Städte – Herausforderungen für die kommunale Politik?

Von Prof. Dr. Guido Spars

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Viele Städte in Deutschland meistern seit einigen Jahren einen anhaltenden Wachstumsprozess der Bevölkerung unter ungünstigen Rahmenbedingungen. Die Kernstädte entfalten eine (neue) Attraktivität für etliche Zielgruppen des Wohnungsmarktes, allerdings werden die Flächen für das Wohnen in wachsenden Städten zunehmend knapper und auch die öffentlichen Haushalte sind klamm. Insbesondere die Universitätsstädte und Städte in erfolgreichen Wirtschaftsregionen weisen ein deutliches Bevölkerungswachstum auf, vor allem bei der jungen Bevölkerung, die einen Wohnstandort nach ihrer jeweiligen Ausbildungsperspektive wählt. Aber auch eine Rückkehr mancher Suburbaniten in die Städte und eine mit der zunehmenden "Überalterung" der Wohnungsnachfrager verbundene Stadtaffinität von Senioren lässt sich ausmachen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die Olympischen Spiele von London 2012 als strategisches Ziel der Stadterneuerung und Vorbild einer effizienten Bürgerbeteiligung

Von Klaus Grewe

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

London setzt mit der Ausrichtung der Olympischen Spiele 2012 neue Maßstäbe für Großprojekte und internationale Ereignisse. Ziel ist es, das Olympische Gelände als dauerhaftes Zentrum für die sozial schwächsten Stadteile Londons zu etablieren und alle Beteiligten von Anfang an in die Planungs- und Ausführungsprozesse zu integrieren. Die Projektsteuerung ist maßgebender Bestandteil dieser politischen Vorgaben. Sie ermöglicht sowohl die Koordination und Einbeziehung aller Vorhabengruppen als auch eine öffentliche Zeit- und Kostenkontrolle. Im Juli 2011 waren die Vorbereitungen der Olympischen Spiele dem Zeitplan voraus und weit unter dem Budget, Rückstellungen werden daher nicht angegriffen. Die Spiele haben inzwischen eine Bürgerakzeptanz von 87 Prozent (The Times 09/04/2011).

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Integration und Partizipation zur Weiterentwicklung von Quartieren. Beispiele aus dem Alltag der VIVAWEST Wohnen GmbH im Ruhrgebiet

Von Kerstin Siemonsen

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

"Der Nachbar, das unbekannte Wesen", "Neues Leben muss ins Quartier fließen" oder "Krimineller Sumpf", so lauten Zeitungsheadlines, mit denen ganz konkret Wohngegenden und Quartiere umschrieben werden. Garniert sind sie mit Fotos von Vandalismusschäden, zerstochenen Reifen, Graffiti an den Häusern und Müll in den Vorgärten. Ein dramatisches Bild von schwierigen Wohn- und Lebenssituationen wird auf diese Weise in die Öffentlichkeit transportiert.  Dass es sich dabei nicht nur um bedauerliche Einzelfälle handelt, machen die vielen öffentlichen Diskussionen deutlich, die seit den Unruhen in den Pariser Vorstädten vor zehn Jahren nicht mehr verstummen. Die Vielzahl der Förderprogramme zur Stadtteil- und Quartiersentwicklung zeugen mittlerweile vom breiten Engagement der öffentlichen Hand. Aber auch die Wohnungswirtschaft setzt sich seit zwei Jahrzehnten intensiv mit Quartieren und deren Entwicklung auseinander.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Mittendrin statt nur dabei: konkrete Mitwirkung in Quartiersrat und Vergabejury. Engagement und Partizipation in einem Stadtquartier in Berlin-Mitte

Von Marie-Luise Hornbogen

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt soll in Stadtteilen "mit besonderem Entwicklungsbedarf" die Lebensbedingungen verbessern. Um die Entwicklungen vor Ort gezielter steuern zu können, werden in den jeweiligen Gebieten Quartiers- oder Stadtteilmanagements eingerichtet. In Berlin wurden in diesem Rahmen im Jahr 2005 zusätzlich die Bürgergremien Quartiersrat und Vergabejury eingeführt. In diesen Gremien engagieren sich Menschen, die im Gebiet ihren Lebensmittelpunkt haben. Sie entscheiden mit, wie sich ihr Viertel entwickeln soll. Doch wer sind die Menschen, die sich wählen lassen und sich für ihr Viertel einsetzen wollen? Und welche Rolle spielen dabei Migranten?

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Alle im Boot? Zur Inklusivität von Beteiligungsverfahren

Von Gesine Schulze, Susanne Walz

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Die umfangreiche Beteiligung von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie von lokalen Akteuren stellt  ein wichtiges Erfolgskriterium für die gelungene Planung und Umsetzung eines Vorhabens bzw. einer Entscheidung dar. Doch lassen sich wirklich alle beteiligen und wie müssen solche Beteiligungsverfahren aussehen? Im "Handbuch zur Partizipation", das die L.I.S.T. GmbH im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erarbeitet hat, werden die Chancen und Grenzen von Partizipation anhand von Berliner Praxisbeispielen dargestellt. Ein wichtiger Anspruch ist dabei die Inklusivität der Beteiligung – also die tatsächliche Beteiligung und Berücksichtigung aller von einer Planung betroffenen Bevölkerungsgruppen und Interessen. Beteiligungsprozesse sollen dabei auch Differenzen zwischen einzelnen Gruppen, die sich unterschiedlich erfolgreich artikulieren können, ausgleichen und eine Kommunikation auf Augenhöhe ermöglichen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Nur dabei statt mittendrin? Stadtentwicklung im Zentrum der Peripherie

Von Dr. Jürgen Goldschmidt

Erschienen in Heft 3/2011 Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Die Stadt Forst (Lausitz) liegt im Südosten des Landes Brandenburg unmittelbar an der Grenze zur Republik Polen, am Grenzfluss Neiße. Die Stadtentwicklungsstrategie der Stadt mit ca. 20.000 Einwohnern zielt darauf ab, den strukturellen und demografischen Wandel zukunftsfähig zu gestalten. Über die notwendige Leitbilddiskussion soll der Imagewandel von einer ehemaligen Textilstadt zu einem breit aufgestellten mittelständischen Wirtschaftsstandort mit einer starken logistischen Infrastruktur und zu einem Anlaufpunkt in einer Tourismusregion innerhalb einer exzellenten Parklandschaft und mit einem hervorragend ausgebauten Radwegenetz vorangetrieben werden.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Mittendrin statt nur dabei? Stadtentwicklung im Dreieck Bremen - Hamburg - Hannover

Von Ulrike Zeidler

Erschienen in Heft 3/2011 Stadtentwicklung in Klein- und Mittelstädten

Eine hohe Lebensqualität, ein historisches Stadtgefüge, ein vielseitiges Bildungs- und Freizeitangebot – Werte, die nicht jeder gleich mit Verden verbindet, mit dieser kleinen, norddeutschen Stadt an der Aller. Und doch hat Verden all das – und noch viel mehr. Die Verdener sind stolz auf ihre Stadt. Man wohnt oder arbeitet nicht nur, man lebt hier. Und das mittendrin im Dreieck von Bremen, Hamburg und Hannover. Um dieses Potenzial – Reiterstadt, Domstadt, Stadt am Fluss – zu sichern und zu stärken, geht Verden den Weg der integrierten Stadtentwicklung. Dabei ist es in Verden längst zur Selbstverständlichkeit geworden, dass Bürger bei der Planung und Entwicklung der Stadt mitreden und mitwirken – ein Erfahrungsbericht.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Einer für alle? – Öffentlich nutzbare Räume als Orte gesellschaftlicher Integration

Von Dr. Ulrich Berding

Erschienen in Heft 1/2012 Integration und Partizipation

Öffentlich nutzbare Stadträume haben viele Funktionen und erfüllen wichtige Aufgaben. Sie sind als repräsentative Orte die "Visitenkarte" einer Stadt und die Bühne des öffentlichen Lebens, die Orte, wo "Urbanität" stattfindet. Allerdings haben öffentlich nutzbare Räume seit jeher einen ganz konkreten Nutzen: Sie sollen es der Stadtbevölkerung ermöglichen, ihren engen und dunklen Wohnungen zu entkommen und frische Luft und Tageslicht zu tanken. In dieser Funktion sind sie gerade für Migrantenfamilien aufgrund ihrer oft schlechter gestellten ökonomischen und sozialen Situation von großer Wichtigkeit. Für Kommunen empfiehlt es sich daher, das Handlungsfeld "öffentlich nutzbare Räume" strategisch anzugehen und bei Projekten der Quartiersentwicklung die Ansprüche von Migranten zu berücksichtigen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Klimaresiliente Mobilität: Grau-Grün-Blau zusammendenken

Von Gisela Stete

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Der Verkehrssektor ist nach wie vor das Sorgenkind der Klimapolitik und zählt zu den großen Herausforderungen auf dem Weg, unsere Städte klimaresilient zu gestalten.  Dies betrifft zum einen das Verkehrssystem und die dadurch verursachten Emissionen (Lärm, Feinstaub, CO2), zum anderen die Infrastruktur und den Flächenverbrauch. Die nach wie vor steigenden CO2-Emissionen, die Zunahme von Häufigkeit und Intensität klimabedingter Extremereignisse mit ihren Wirkungen auf das Verkehrsgeschehen zeigen, dass gerade der Verkehrssektor gefordert ist. Verkehrssystem und -infrastruktur müssen an die Veränderungen angepasst und so gestaltet werden, dass die Widerstandsfähigkeit erhöht, Störungen vermieden und Krisen bewältigt werden können. Dies ist mit technischen Mitteln allein nicht zu erreichen, sondern erfordert ein erweitertes Verständnis und eine integrierte Betrachtung, bei der Aspekte der Teilhabe, der Gestaltung und der Flächengerechtigkeit gezielt adressiert werden.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Klimaanpassung fängt im Untergrund an

Von Arno Walz, Carlo W. Becker, Lena Flamm

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Überzeugende Konzepte der Klimaanpassung für die gesamte Stadt oder Stadtquartiere liegen in vielen Städten und Kommunen inzwischen vor, wobei die Förderprogramme des Bundes und der Länder ihre Wirkung zeigen. Über das Erfordernis der Überflutungs-, Hitze- und Dürrevorsorge in der Stadtentwicklung muss eigentlich auch nicht mehr diskutiert werden. Viele Städte wollen Schwammstadt werden. Trotzdem stehen wir nun an einem strategisch wichtigen Knackpunkt, denn die Konzepte sollen konkret umgesetzt werden, müssen kosteneffizient sein und sollen in der Fläche wirksam werden.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Urbane grün-blaue Infrastruktur: Schlüsselfaktor für klimaresiliente Städte

Von Andrea Hartz

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

In der Coronapandemie zeigte sich die herausragende Bedeutung von Freiräumen in der Stadt: Sie erfuhren eine neue Wertschätzung als Orte der Erholung und Bewegung im Grünen, als Orte der Begegnung und der sozialen Interaktion. So definiert die Neue Leipzig Charta die „grüne Stadt“ als eine der drei Dimensionen des Städtischen der Zukunft. Das ist sicherlich berechtigt, da grüne und blaue Räume und Strukturen vielfältige und zentrale Funktionen erfüllen, insbesondere im Zusammenhang mit einer nachhaltigen und resilienten Stadtentwicklung. Insofern bildet die urbane grün-blaue Infrastruktur – gemeinsam mit der technischen und sozialen Infrastruktur – das Rückgrat der Städte. Ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten und zu verbessern, zählt zu den Schlüsselaufgaben der Stadtentwicklung.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Klimaanpassung – Kommunen als zentrale Akteure Städte und Gemeinden unmittelbar vom Klimawandel betroffen und zugleich entscheidend für die Umsetzung wirksamer Anpassungsstrategien

Von Martin Schmied, Petra Mahrenholz

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Die Folgen des Klimawandels sind weltweit zunehmend spürbar. Städte und Gemeinden – auch in Deutschland – sind von Klimaschwankungen und Extremwetterereignissen direkt betroffen. Gleichzeitig spielen Kommunen eine zentrale Rolle: nicht nur bei der Minderung klimaschädlicher Emissionen, sondern auch bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Angesichts angespannter kommunaler Haushalte sind kosteneffiziente Lösungsansätze erforderlich. Naturbasierte Maßnahmen gewinnen hierbei besondere Bedeutung. Die Vernetzung naturnaher Grün- und Gewässerflächen stärkt die Klimaanpassung und birgt das Potenzial von ökologischen und sozialen Mehrwerten, die zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Synergien zwischen Klimaanpassungskonzepten und anderen Umweltstrategien – etwa zur nachhaltigen Mobilität oder zur Energie- und Wärmewende – konsequent zu nutzen, wird dabei wichtiger. Das spart Ressourcen und ermöglicht eine schnellere und effektivere Umsetzung der Konzepte vor Ort.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Kommunale Klimaanpassung jetzt: ohne wenn und aber

Von Anett Richter

Erschienen in Heft 2/2026 Strategien für eine klimaangepasste Stadt

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die Wohnfläche im Verhältnis zu Wohneinheiten und Einwohnern

Von Robert Kretschmann

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Fachliteratur

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zukunftsfeste Gemeinschaftszentren Anker und Motoren integrierter Stadtteilentwicklung in Großwohnsiedlungen

Von Thomas Helfen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Einerseits sind die zwischen den 1960er und 1980er Jahren errichteten Großwohnsiedlungen in Deutschland eine der letzten Reserven an bezahlbarem Wohnraum für einkommensschwache Haushalte in Kommunen mit angespannten Wohnungsmärkten, andererseits bietet die Gebäude- und Eigentümerstruktur günstige Voraussetzungen für Investitionen in Energieeffizienz und Klimaanpassung sowie Digitalisierung. Deshalb schenken Politik, Verwaltung und Immobilienwirtschaft diesen Wohnungsbeständen trotz ihres vielfach negativen Images aktuell deutlich mehr Aufmerksamkeit als in der Vergangenheit. In den Städtebaufördergebietskulissen, insbesondere sozialer Zusammenhalt und nachhaltige Erneuerung, sind die Großwohnsiedlungen ebenfalls stark vertreten. In einer aktuellen Studie hat die Stadtkümmerei untersucht, mit welchen planerisch-gestalterischen und organisatorischen Innovationen Gemeinschaftszentren zukunftsfest für die aktuellen Herausforderungen der demografischen, klimatischen und digitalen Transformationen gemacht werden können. Denn als „Dritte Orte“, die möglichst vielen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen offenstehen, nehmen sie eine Schlüsselrolle für die Umsetzung nachhaltiger Modelle zur Mehrfachnutzung sozialer Infrastrukturen sowie für die Verankerung von Verfahren sozialer Stadtteilentwicklung (z. B. Quartiersmanagement) ein.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Wie Bibliotheken die Innenstädte beleben

Von Ragna Körby

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Städte können ihren Leerstand als Chance betrachten, steckt in ihnen doch das Potenzial, Bildungs- und Kultureinrichtungen zu fördern und durch diese Innenstädte wieder zu einem Ort zu machen, an dem Menschen sich gerne aufhalten. Gerade öffentliche Bibliotheken tragen wesentlich zur funktionalen Vielfalt und sozialen Qualität von Stadtzentren bei: als die meistfrequentierten Kultureinrichtungen, konsumfreie Aufenthaltsorte und generationsübergreifende Angebote. Damit Bibliotheken ihr Potenzial entfalten können, benötigen sie Unterstützung, z. B. durch neue Standorte und Gebäude. Hierfür bieten sich viele der innenstädtischen leer stehenden Typologien an, die viel Raum für innovative Raumkonzepte bieten.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Bedeutung von Dritten Orten in Stadtteilen im Wandel Zwei Beispiele im öffentlichen Raum von Saarlouis

Von Julia Stuckert

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Dritte Orte gewinnen in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen, wachsender sozialräumlicher Herausforderungen und steigender Anforderungen an den öffentlichen Raum zunehmend an Bedeutung. Es sind jene Orte jenseits von Wohnen und Arbeit, an denen Menschen unverbindlich zusammenkommen können, ohne Konsumdruck, und an denen Begegnung, Austausch und Mitgestaltung selbstverständlich werden. Vor allem in Stadtteilen, die – wie Fraulautern – über Jahre von tiefgreifenden Strukturwandeln geprägt sind, können solche Orte zur sozialen Stabilisierung und zur Identitätsbildung maßgeblich beitragen. Der neu gestaltete Alte Pfarrgarten in Saarlouis-Fraulautern ist ein Beispiel für die Um- und Nachnutzung eines zuvor brach liegenden Areals zu einem lebendigen, inklusiven und generationenübergreifenden Treffpunkt. Dr Gutenbergplatz – als Beispiel Nummer zwei – wurde von einem ungenutzten Stadtraum zu einem klimawirksamen Erinnerungsort.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Die Alte Mälzerei Lichtenrade Wie aus einem Industriedenkmal ein lebendiger Dritter Ort wurde

Von Thomas Bestgen

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Wenn ich heute durch die Alte Mälzerei in Berlin-Lichtenrade gehe, erfüllt mich das mit Stolz und Dankbarkeit. Denn was hier in den letzten Jahren entstanden ist, war zu Beginn alles andere als selbstverständlich. Die Geschichte dieses Ortes zeigt, was möglich ist, wenn eine mutige Idee auf viel Ausdauer und echte Zusammenarbeit trifft: ein Dritter Ort, als Herz eines neuen Quartiers und als starkes Beispiel für eine Stadtentwicklung, die das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Der Lottenhof in Potsdam Zweites Leben eines Dritten Orts am Eingang zum Weltkulturerbe

Von Gregor Jekel

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

„Dritte Orte“ – diesen Begriff für Bauten für Begegnung und Teilhabe zwischen Wohnen und Arbeit gab es im Zeitraum der Entstehung der Potsdamer Ausflugsgaststätte „Charlotte“ (1969 bis 1971) noch nicht. Sehr gut aber hätte dieser multifunktional konzipierte Bau als Blaupause für die spätere Begriffsbildung dienen können. Nach langen Jahren des Leerstands und Verfalls befindet sich dieser besondere „Dritte Ort der Ostmoderne“ aktuell auf dem Weg in seine zweite Lebensphase.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Umbau statt Aufgabe: historische Gebäudebestände als „Dritte Orte“ Perspektiven aus Helmstedt

Von Louisa Biston

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Leerstände in historischen Innenstädten sind kein Phänomen, das ausschließlich Helmstedt betrifft, treten hier jedoch in besonderer Dichte und Intensität auf. Die Stadt Helmstedt ist von der Nachkriegsgeschichte und der Teilung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze geprägt und befindet sich mit ihren südlichen Ortschaften im Strukturwandel, nachdem 2016 der letzte Tagebau ausgekohlt und das letzte von drei Großkraftwerken außer Betrieb genommen worden ist. Die Helmstedter Innenstadt war zu Zeiten der DDR und des Kohleabbaus im Helmstedter Revier ein beliebter Wohn- und Lebensort. Dies änderte sich nach der Wiedervereinigung und nach dem Ende des Kohleabbaus. Der Verlust von Arbeitsplätzen zog einen zunehmenden Leerstand von Wohn- und Geschäftsgebäuden nach sich. Die Gebäudesubstanz verschlechterte sich immer weiter, und die historische Altstadt wurde als Lebensmittelpunkt der Menschen unattraktiver. Dies geschah in einem sehr kurzen Zeitraum, was den Verlust für die Bewohnenden besonders deutlich spürbar machte und bis heute ihr Bewusstsein prägt.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Zivilgesellschaftliche Kraft für ortsgesellschaftliche Infrastrukturen

Von Joachim Boll, Kerstin Asher

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Als startklar a+b unterstützen wir seit 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen Projekte und Programme, die Stadtentwicklung und Dorferneuerung mit zivilgesellschaftlicher Verantwortungsübernahme verbinden. Dabei verstehen wir Gemeinwohlorientierung als Grundhaltung, die unternehmerisches und wirtschaftliches Handeln einschließt. Wir bemühen uns darum, bürgerschaftliches Engagement in konkreten Projekten in Verantwortung zu bringen, etwa über neue Trägerschafts- und Betriebskonstruktionen, und es zugleich mit kommunalen Zielen und neuen Kooperationsformen zu verbinden. In diesem Beitrag wollen wir anhand zweier aktueller Programmbegleitungen (der REGIONALE 2025 in der Region des Bergischen Landes und eines Programms des NRW-Umweltministeriums) mit jeweils einem Projektbeispiel Einblick in unsere Praxis geben. Zuvor skizzieren wir kurz den gesellschaftlichen Kontext, in dem wir unsere Arbeit verorten.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Neue Begegnungsorte durch Transformation kirchlicher Gebäude

Von Stefan Heinig

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

„Kirchen müssen rund 40.000 Immobilien aufgeben.“ Diese Meldung sorgte 2023 für Aufsehen. Wie genau die Zahl von 40.000 aufzugebenden Gebäuden der evangelischen und katholischen Kirchen bis 2060 ermittelt wurde, ist nicht bekannt, aber klar ist: Angesichts des massiven Mitgliederschwundes und des damit verbundenen Rückgangs der finanziellen Ressourcen stehen die Kirchen mitten in einem drastischen Sparprozess, der neben den kirchlichen Strukturen und Arbeitsschwerpunkten auch die Finanzierung einer Vielzahl kirchlicher Gebäude umfasst. Damit stellt sich auch – und wieder neu – die Frage nach der Perspektive kirchlicher Gebäude als Begegnungsorte im Quartier, sowohl in kirchlich-diakonischer Trägerschaft als auch in neuen Akteurskonstellationen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Vom Kaufhaus zum Bildungshaus: wie Lübeck Innenstadtentwicklung neu denkt

Von Christina Friedrich

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Als 2020 das Karstadt-Sport-Gebäude im Herzen der Lübecker Altstadt schloss, wurde sichtbar, was viele Innenstädte bundesweit erleben: Die gewohnten Funktionen des Zentrums geraten ins Wanken, der Einzelhandel verliert an Bedeutung und Leerstände nehmen zu. Zugleich wächst der Wunsch nach Orten, die Begegnung und Gemeinschaft ermöglichen. Für Lübeck kam eine zusätzliche Herausforderung hinzu: Die vier Altstadtgymnasien benötigen dringend mehr Raum. Die Schließung des Kaufhauses bedeutete daher nicht nur einen Verlust, sondern öffnete eine seltene strategische Chance, ein großes innerstädtisches Bestandsgebäude neu zu denken – und damit auch die Rolle der Innenstadt selbst weiterzuentwickeln. Die Hansestadt entschied sich für einen ungewöhnlichen Weg und kaufte das Gebäude. Statt einen jahrelangen Leerstand in Kauf zu nehmen oder auf eine rein kommerzielle Nachnutzung zu setzen, wurde das Warenhaus bewusst als städtische Ressource verstanden: erst als Reallabor im Rahmen des ÜBERGANGSHAUSES, später als künftiger Standort für ein neues Bildungshaus.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Urban Arts und Dritte Orte Frühere Warenhäuser als Impulsgeber für eine gemeinwesenorientierte Zentrenentwicklung

Von Nina Hangebruch

Erschienen in Heft 1/2026 Um- und Nachnutzung von Gebäuden als "Dritte Orte"

Die strukturellen Veränderungen im Einzelhandel erfordern eine grundlegende Neuausrichtung des Nutzungsgefüges in unseren Stadtzentren, um mit neuen Räumen für Bildung, Kultur und Gemeinschaft mehr Nutzungsvielfalt, Lebendigkeit und Urbanität zu schaffen. Eine Schlüsselfunktion kommt hierbei nichtkommerziellen Nutzungen zu, die neue Formen des sozialen Austauschs ermöglichen. Frühere Warenhäuser bieten hierfür umfassende Raumpotenziale. Ihre Umnutzung zu neuen Orten für das Gemeinwesen kann Ausgangspunkt für positive Veränderungen sein. Am Beispiel des geplanten Urban Arts Districts in Herne-Wanne wird exemplarisch geschildert, welche Bedeutung Bildung, Kultur und Kreativität als Impulsgeber für eine gemeinwesenorientierte Zentrenentwicklung übernehmen können.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Open Data in deutschen Kommunen – gute Beispiele und viele Baustellen

Von Daniel Kersten

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Open Data stärkt Transparenz, Beteiligung und Innovation in Städten. Während Länder wie Dänemark zeigen, wie offene Informationen demokratische Kontrolle und Vertrauen fördern, bleibt die Umsetzung in deutschen Kommunen uneinheitlich. Hamburg, Dresden und Lübeck beweisen das Potenzial – doch vielerorts fehlen rechtliche Grundlagen, technische Infrastruktur und Ressourcen. Damit die Idee der offenen Kommune Wirklichkeit wird, müssen Bund und Länder Rahmenbedingungen schaffen, die überall gleichen Zugang zu kommunalen Daten ermöglichen.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Der Arbeitsalltag eines kommunalen Antikorruptionsbeauftragten Erfahrungen aus der Stadt Leipzig

Von Sven Aust

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

In dem Beitrag werden typische Beschäftigungsfelder eines kommunalen Antikorruptionsbeauftragten dargestellt. Doch was heißt typisch? Organisatorische Regelungen, personelle Ausstattung, die Ausgestaltung der Aufgaben und Befugnisse können von Kommune zu Kommune unterschiedlich sein.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

„Bei jeder sich bietenden Gelegenheit habe ich für Vertrauen in die Zukunft geworben“ Interview zur Kultur der Integrität in Kommunen mit Bürgermeister Stephan Zimniok aus Birkenwerder

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Die brandenburgische Gemeinde Birkenwerder liegt metropolennah nur etwa 8 Kilometer nördlich von Berlin. Sie hat etwa 8.200 Einwohnerinnen und Einwohner und verfügt über rund 150 Beschäftigte in der Gemeindeverwaltung. Der Ort weist eine gut ausgebaute Infrastruktur mit einer engen Anbindung an Berlin und einen hohen Naherholungswert durch seine Lage im grünen Briesetal auf. Die Kommune ist ein typisches Beispiel für eine kleinstädtisch geprägte Gemeinde im Berliner Umland. Schlagzeilen machte die Gemeinde 2014, als gegen den damaligen Bürgermeister wegen Korruptionsvorwürfen ermittelt, er vom Amt suspendiert und schließlich Ende 2014 als Bürgermeister abgewählt wurde. Seit 2023 ist die Gemeinde Birkenwerder nach einem umfangreichen Aufnahmeverfahren korporatives Mitglied im Kreis kommunaler Mitglieder von Transparency International Deutschland e. V. Mit Bürgermeister Stephan Zimniok sprach Anna-Katharina Zubrod von Transparency International Deutschland.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Integrität beginnt vor Ort: Wie Kommunen Korruption wirksam vorbeugen Ein Netzwerk stellt sich vor

Von Anna-Katharina Zubrod

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Fehlende Transparenz und unklare Verantwortlichkeiten begünstigen Korruption in Kommunen und untergraben das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Transparency International Deutschland e. V. stärkt mit einem Netzwerk kommunaler Mitglieder die Integritätskultur vor Ort. Kommunen, die sich zur Korruptionsprävention verpflichten, erfüllen definierte Standards, erneuern regelmäßig ihre Selbstverpflichtung und profitieren vom fachlichen Austausch. Das Netzwerk fördert stetige Weiterentwicklung sowie Transparenz und Rechenschaft in Politik und Verwaltung.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Risikoanalyse und Präventionsempfehlungen für Kommunen

Von Christian Erdmann

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Der vorliegende Beitrag analysiert systematisch Korruptionsrisiken in Kommunalverwaltungen und leitet daraus praxisnahe Präventionsmaßnahmen ab – mit Fokus auf die Rolle einer strukturierten Risikoanalyse als Fundament eines wirksamen Antikorruptionsmanagements. Im Zentrum stehen besonders gefährdete Felder, wie Vergabe- und Beschaffungswesen, Bau- und Genehmigungsverfahren, Personalentscheidungen sowie die Vergabe von Zuschüssen und Fördermitteln, die aufgrund enger lokaler Verflechtungen und unzureichender Verfahrensdokumentation anfällig für Einflussnahme sind. Neben bereichsspezifischen Risiken werden strukturelle Faktoren, wie knappe Ressourcen, unklare Zuständigkeiten und die soziale Nähe in kleineren Kommunen, als Treiber von Kontrolllücken herausgearbeitet. Ziel ist es, Werkzeuge, Kontrollmechanismen und Integritätsstrategien zu verankern, die Interessenkonflikte minimieren, Transparenz erhöhen und eine dauerhafte Kultur der Integrität in kommunalen Abläufen fördern.

Beiträge

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Korruptionsprävention in Kommunen – Beitrag zur Stärkung des Vertrauens in unsere Demokratie

Von Edda Müller

Erschienen in Heft 6/2025 Korruptionsprävention in Kommunen

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Entwicklung der Baulandverkäufe aus regionaler Perspektive

Von Robert Kretschmann

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Fachliteratur

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Forum Wohnen und Stadtentwicklung

Wohnstandortanforderungen und ihre Realisierung Ein Beitrag zum Wohnungsmarkt

Von Joachim Scheiner, Katja Schimohr

Erschienen in Heft 5/2025 Kommunen zwischen Zukunftsorientierung und Gegenwartsbezug

Private Haushalte haben unterschiedliche Anforderungen und Wünsche an ihren Wohnort. Diese hängen ab von der jeweiligen Lebensphase und Lebenslage, aber auch von den individuellen Vorstellungen, Präferenzen, Lebensstilen und Aktivitätsmustern der Haushaltsmitglieder. Für die tatsächlichen Wohnstandortentscheidungen besitzen dann auch die Ressourcen des Haushalts und die Rahmenbedingungen der Angebotsseite zentrale Bedeutung. Bei begrenzten Ressourcen und einem anbietergesteuerten, knappen Immobilienmarkt wirken diese Ressourcen und Rahmenbedingungen vor allem im Sinne von Beschränkungen des mentalen und räumlichen Suchrasters. Das ‚mentale Suchraster‘ deutet dabei an, dass bereits die Wünsche und Präferenzen durch diese Rahmenbedingungen und Ressourcen ‚zensiert‘ sein können – warum sollte man sich etwas wünschen, von dem man weiß, dass es nicht realisierbar ist?

Beiträge